SATIRE Archiv

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Katholische Kirche wandelt Taufe in gebührenpflichtiges Abonnement um

Sakrament der Taufe

Die katholische Kirche kämpft seit Jahren mit schwindenden Mitgliederzahlen. Allein 2015 sind über 200.000 Menschen aus der Kirche ausgetreten. Tendenz steigend. Damit ist natürlich auch ein hoher finanzieller Verlust verbunden, weil die Einnahmen aus der Kirchensteuer rapide zurückgehen.

Um dem entgegenzuwirken, hat die katholische Kirche nun beschlossen, das Sakrament der Taufe zu reformieren und es in ein modernes Business-Modell umzuwandeln. Das bedeutet, die Taufe wird kein Ritus mehr sein, der die Aufnahme in die Christengemeinde auf Lebenszeit festlegt. Stattdessen schließt man in Zukunft mit der Taufe eine Art Abonnement ab, das jährlich erneuert werden muss.

Das erste Jahr wird zunächst kostenlos sein. Soll das Sakrament jedoch seine Gültigkeit behalten, müssen danach regelmäßig Gebühren entrichtet werden. Geplant sind allerdings auch verschiedene Abo-Pakete, die man individuell gestalten darf. So wird es selbstverständlich möglich sein, eine Taufgültigkeit für mehrere Jahre abzuschließen, verbunden mit verschiedenen Tarifoptionen, wie etwa eine gewisse Anzahl vergebener Sünden pro Monat oder freie Platzwahl im Paradies.

Sollte dieses Model Erfolg haben, werden mit der Zeit auch alle anderen Sakramente in solch ein Abo-Modell verwandelt.

Bildquelle: pixabay.de

 
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Nero-Ausstellung in Trier: Bürgermeister brennt Stadt nieder

nero_plakat

Vom 14. Mai bis 16. Oktober findet in der Römerstadt Trier eine Sonderausstellung über Nero statt. Sie trägt den Namen „Kaiser, Künstler und Tyrann“ und bietet die bislang umfassendste museale Würdigung des Kaisers, dem man gerne nachsagt, er hätte Rom in Brand gesteckt.

In Folge dessen hat Triers amtierender Bürgermeister nun eine besonders medienwirksame Werbekampagne präsentiert: Er hat seine Stadt über Nacht komplett niederbrennen lassen. Bis auf die Austragungsorte der Ausstellung fiel alles den Flammen zum Opfer.

Wir haben das Ausstellungsmotto – Trier brennt für Nero – einfach wörtlich genommen“, erklärte der Bürgermeister. Mit Hilfe von Spezialisten habe man nach sorgfältiger Planung gezielt Feuer gelegt, um möglichst schnell und reibungslos die Stadt in einer Feuersbrunst dem Erdboden gleich zu machen. Die Feuerwehr war nach offiziellen Angaben selbstverständlich informiert und hat an kritischen Stellen mit Brandbeschleunigern dazu beigetragen, die Kampagne zu realisieren.

Mit dieser Maßnahme bekäme Trier nun endlich die verdiente Aufmerksamkeit, sagte der Bürgermeister stolz. Außerdem hätte man direkt zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, weil man so endlich die hässlichen Nachkriegsbauten und die frustrierenden Straßenbauprojekte losgeworden ist.

Natürlich bauen wir die Stadt wieder neu auf. Sobald die Ausstellung vorbei ist – und sie das nötige Geld dafür eingefahren hat“.

nero-ausstellung

Mehr zur Ausstellung finden Sie HIER

 
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Erdogan verklagt jeden, der Böhmermanns Gedicht geliked hat

Erdogan

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan (Abbildung ähnlich) hat eine einstweilige Verfügung gegen den Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner beantragt, weil dieser Solidarität mit Jan Böhmermann gezeigt hatte. Döpfner stellte sich öffentlich hinter Böhmermann und dessen Schmähgedicht, was Erdogan dazu brachte, juristisch dagegen vorzugehen.

Doch das ist noch längst nicht alles. Der türkische Präsident hat angekündigt, auch jeden einzelnen Menschen anzuklagen, der Böhmermanns Gedicht irgendwo auf Facebook mit einem „Like“ markiert hat. Dabei sei es nicht von Bedeutung, ob das Gedicht selbst oder nur ein kritischer Beitrag in diesem Zusammenhang geliked wurde.

An die Daten der Facebook-Nutzer will die Türkei mit Hilfe der NSA gelangen. „Wir verlangen vom amerikanischen Geheimdienst die vollständige Herausgabe aller benötigten Informationen. Sollte uns die NSA nicht helfen, verklagen wir sie ebenfalls wegen Unterstützung Böhmermanns“, drohte Erdogan.

In der Türkei ist der Staatspräsident dagegen bereits einen Schritt weiter. Dort ist er fest entschlossen das Lachen grundsätzlich zu verbieten. Parlamentssprecher Izmir Übül erklärt: „Wer lacht, lacht bestimmt nicht einfach nur so, sondern über Erdogan. Diesem blasphemischen Treiben müssen wir Einhalt gebieten, sonst hat Europa keine Zukunft“.

 
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Rentenvorsorge: Student legt sich Zwiebelporsche zu

Mit der richtigen Rentenvorsorge kann man sich gut für die Zukunft absichern. Leider wissen viele junge Menschen nicht, wie sie das bewerkstelligen sollen. Dabei ist es recht einfach.

Lars N., Student aus Karlsruhe, macht es vor: Er kaufte sich mit nur 23 Jahren bereits einen Zwiebelporsche, jene Mischung aus Gehhilfe und Einkaufswagen, die für einen Rentner unersetzlich ist.

„Wenn ich meine Rente auf Hartz4 aufstocken werde, kann ich mit dem Zwiebelporsche besser Pfandflaschen sammeln“, erklärt der Karlsruher. Damit ist er schon mal sehr gut vorbereitet, doch Lars zeigt, dass es noch viel mehr Möglichkeiten gibt, um dem Rentenalter entspannt entgegenzublicken.

„Um es als Rentner später leichter zu haben, gewöhne ich mir jetzt an, beim Einkaufen an der Kasse möglichst lange nach passendem Kleingeld zu suchen“, beschreibt Lars seine weiteren Pläne. Des weiteren übt er jeden Tag ein bisschen mehr Zeit am Fenster zu verbringen. Schließlich sei es ab dem Renteneintritt besonders wichtig zu wissen, wer so alles die Straße entlangläuft. Weiterhin macht sich Lars regelmäßig viele Notizen über alles, was er wahrnimmt, damit er als Rentner bei jeder Gelegenheit sagen kann, was früher alles besser war.

Dass seine Freunde und Kommilitonen kaum Verständnis für seine Vorsorge zeigen und manche ihn sogar belächeln, stört den Studenten nicht. „Ach, die jungen Leute heutzutage haben doch von nichts eine Ahnung und vor nichts mehr Respekt.“

Rentenvorsorge

 
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Aus Angst vor Game Of Thrones Spoilern: Facebook-Nutzer verstecken sich bei Google Plus

Die neue Staffel von Game of Thrones ist gestartet, und das bedeutet leider auch, dass wieder überall, wo man hinschaut, rücksichtslos gespoilert wird. Insbesondere bei Facebook haben viele Nutzer panische Angst davor, mit Beiträgen und Kommentaren zu den neusten Entwicklungen konfrontiert zu werden. Wer noch nicht in der aktuellen Staffel angekommen ist, möchte schließlich nicht wissen, dass Ned Stark von den Toten zurückkehrt und in einem spektakulären Kampf einen von Daenerys‘ Drachen tötet.

Aus diesem Grund gewinnt das verwaiste Google Plus seit kurzem immer mehr Zulauf, da es als der Ort im Internet gilt, wo am wenigsten los ist – noch vor der türkischen YouTube-Seite und dem Forum des Kaninchenzüchtervereins Waldfischbach. So verstecken sich in Googles sozialem Netzwerk zur Zeit all diejenigen, die sich den Überraschungseffekt bewahren wollen, wenn Cersei Lannister mit Arya Stark im Bett landet.

Das Versteckspiel hat jedoch auch Nachteile. Viele Facebook-Nutzer sind in Sorge, weil Freunde seit Tagen keine Fotos von ihrem Essen mehr gepostet haben. In der Not wenden sich einige an die Polizei und geben eine Vermisstenanzeige auf. Leider scheinen die Beamten mancherorts damit überfordert zu sein, wie Erika T. Aus Essen schmerzlich erfahren musste: „Der Dieter hat seit einer Woche keinen tiefsinnigen Spruch mehr auf Facebook geteilt, also hab ich bei der Polizei angerufen und denen die Lage erklärt. Die sagten mir am Telefon aber nur, dass Tyrion Lannister ertrinkt und haben dann aufgelegt.“

Wahrscheinlich ist auch Erikas Freund wie so viele andere bei Google Plus untergetaucht. Sie traut sich jedoch nicht, dort selbst nach ihm zu suchen. „Auch wenn ich ihm unbedingt erzählen möchte, wie Jamie Lannister erblindet, habe ich doch Angst, dass ich nicht mehr herausfinde.“

Game Of Thrones

 
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