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Schlagloch-Fonds: Torsten Albig möchte Schlaglöcher mit Euro-Münzen flicken

schlaglochSchleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hatte kürzlich die Erhebung einer Sonderabgabe von allen Autofahrern gefordert, um Straßenreparaturen besser zu finanzieren. Damit löste Albig jedoch eine Welle der Empörung aus. Selbst Parteigenossen sprachen von einem “groben Unfug”. Albig selbst fühlt sich allerdings missverstanden und sein Vorschlag falsch dargestellt.

Nach dem kritischen Medien-Echo zum sogenannten Schlagloch-Fonds meldet sich der Ministerpräsident nun erneut zu Wort. “Ich kann den Unmut der Menschen verstehen, denn natürlich ist die Befürchtung da, dass das Geld wie üblich nicht für das verwendet wird, wofür es vorgesehen ist”, sagte Albig. Dies wäre jedoch in diesem Fall nicht gegeben. “Das Geld würde als Material benutzt werden, um Schlaglöcher zu stopfen”, hieß es.

Studien hätten schließlich gezeigt, dass Geld – insbesondere der Euro – zu den besten Baumaterialien gehört, erklärte Albig.

Am besten dafür geeignet seien natürlich Münzen, aber auch Scheine wären je nach Straßenbelag einsetzbar. Um sich vom Nutzen dieser Maßnahme zu überzeugen, sollen Autofahrer auch persönlich beim örtlichen Straßenverkehrsamt Bargeld abgeben können. Auch soll es möglich sein, kleine Geldsäcke an der Straße abzulegen, die dann von amtlichen Straßenmeistereien direkt vor Ort eingeschmolzen werden.

Foto: (C) Geraint Rowland / piqs.de / some right reserved.

 
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Ostermesse: Papst Franziskus erinnert daran, dass Jesus für ein verlängertes Wochenende gestorben ist

Papst Franziskus hat am Sonntag mit weit über hunderttausend Menschen aus aller Welt die Ostermesse gefeiert. Auf dem festlich geschmückten Petersplatz erinnerte er daran, dass Jesus Christus sein Leben gab, damit die christliche Gesellschaft ein verlängertes Wochenende feiern kann. „Wäre Christus nicht auferstanden, würden wir keinen freien Montag an Ostern kennen“, mahnte Franziskus in seiner Rede.

PetersplatzIn seiner Osterbotschaft prangerte er die Monotonie in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter an und forderte mehr Vielfalt beziehungsweise auch mal etwas anderes als immer nur Katzenbilder.

Dabei rief er die versammelte Menge auf, ihr Facebook-Profil ernster zu nehmen. Das Profil müsse als “lebendige Quelle” des Glaubens wiederentdeckt werden. Während des Gottesdienstes stellte er schließlich zehn Erwachsenen und Kindern im Alter von sieben bis 58 Jahren ein vollständiges Profil bei Facebook ein.

Gleichzeitig ermunterte Franziskus die Gläubigen, sich ihre erste Begegnung mit einem Smartphone zu vergegenwärtigen. Es gelte die Erinnerung an jenen Moment zurückzuholen, “in dem es mich hat spüren lassen, dass es mich liebt und ich es liebe”, so Franziskus. Jeder müsse sich fragen, ob er seither Wege und Pfade gegangen sei, die dieses Ereignis in Vergessenheit geraten ließen.

Der Papst wandte sich zudem gegen schlechtes Fernsehprogramm und Verschwendung von Fernsehgebühren. Bei Sonnenschein in Rom rief er mehrmals zu einem Ende der Realityshows auf. “Für alle Völker der Erde bitten wir dich, oh Herr, der du den Tod besiegt hast, schenke uns deinen Frieden.”

Das Oberhaupt der katholischen Kirche kritisierte weiterhin die Situation in einigen Konfliktgebieten wie dem Berliner Flughafen, dem HSV oder dem Liebesleben von Sylvie Meis. Und in Bayern müssten die Bürger “endlich den Mut aufbringen, nicht immer die CSU zu wählen.” Franziskus lobte aber auch die “aufkeimenden Hoffnungen” in der Welt, wie beispielsweise durch die Annäherungen zwischen Dortmund- und Schalke-Fans.

Lesen Sie auch beim Postillon: Mehrheit der Deutschen dankbar, dass Jesus für ein extralanges Wochenende gestorben ist.

Foto: (C) Tanni / piqs.de / some rights reserved.

 

 
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Zur Lage in der Ukraine: Aus dem Tagebuch von Angela Merkel

Exklusiv zum Konflikt in der Ukraine, ein intimer Blick in die Gedanken unserer Bundeskanzlerin, aus ihrem geheimnisvollen Geheim-Tagebuch:

Ich blicke Richtung Ukraine drein,
der Russe war schon vor mir dort.
Ach Russe, du sollst nicht bei uns sein!
Er schweigt und geht nicht fort.

Er wohnt nun lässig auf der Krim,
seit neulich, als der Frühling kam,
und auch wenn ich verdrießlich bin,
sein Gas vertröstet meinen Gram.

Krim-Krise und Gas

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Werbung: Jedes Kind kann schlafen lernen

Der Elternratgeber “Jedes Kind kann schlafen lernen” ist immer noch ein voller Erfolg. Dabei gibt es durchaus ökologische Alternativen:

Jedes Kind kann schlafen lernen

 
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Krim-Krise: Deutsche sind froh über klares Feindbild

Während westliche Regierungen besorgt auf die Entwicklungen in der Ukraine blicken, zeigen sich die meisten Deutschen eher erleichtert. Denn mit Russland als neues altes Feindbild steht endlich wieder ein altgewohnter, bekannter Gegner im Fokus. Wie Studien zeigen, ist Wladimir Putin das beliebteste Ziel für Kritik und Anfeindungen in Deutschland.

roter sternExperten wissen: Ein vertrautes Feindbild ist gut für die Psyche und so ist es kein Wunder, dass die Deutschen froh sind, wenn “der Russe” erneut vor der Tür steht. “Beim Russen weiß man, woran man ist”, lautet die einhellige Meinung. Der undurchsichtige religiöse Fundamentalismus beispielsweise war für viele Menschen verwirrend und nervenaufreibend. “Sunniten, Schiiten – da hat doch niemand den Durchblick”, erklärt Sarah Zene von der Gesellschaft für Feindbilder e.V. “Und ist es nun lediglich verboten Mohammed zu beleidigen oder auch Allah? Diese Ungereimtheiten führten in der Vergangenheit zu einem äußerst verzerrten Feindbild, es gab keine Struktur, keine klare Linie wen oder was und vor allem wie man fürchten sollte”.

Auch die Unruhen im nördlichen Afrika sowie der Bürgerkrieg in Syrien sorgten bei den Deutschen für Verwirrung. “Hat das syrische Militär Giftgas eingesetzt? Doch haben die Aufständischen nicht auch wahllos gefoltert? Und was ist mir Nordkorea? China?” Außerdem kamen im Laufe der Jahre zusätzlich Links- und Rechtsterrorismus, größenwahnsinnige US-Konzerne und unsichtbare Feinde wie Schweinegrippe, Wirtschaftskrise und die Alternative für Deutschland (AfD) hinzu. Ein vertrautes Feindbild zu schaffen schien da kaum möglich.

Dank Wladimir Putin können die Deutschen aber endlich wieder aufatmen. Die “Gefahr aus dem kalten Osten” hat das deutsche Weltbild erfolgreich gerade gerückt.

Foto: (C) knoude, piqs.de, some rights reserved.

 
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