SATIRE Archiv

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“Lautes, dunkelbraunes Feld”: PEGIDA-Gedichte

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, liebe PEGIDA…

pegidamarsch

Unrathaufen

Sie schleppen ihre Fahnen stolz mit dumpfen Augen
und tanzen, denkentwöhnte Hetzer, im Quadrat.
Rassisten-Fratzen glotzen schrill und glauben
ihr Unrathaufen wäre gut für Land und Staat.

Im Eck die Braunen läufig lauern.
Von Rufen und Parolen rinnt ein trüber Dunst.
Der kriecht empor an feuchten Mauern
in ihren Köpfen voller Zornesgunst.

pegidaistisch

Müllgedanken

Wenn der Schimmer von der Hetze nun herab
in die Demos sich ergießt, und Gerüche
mit den Düften von Kadavern
aus den Köpfen wehen:

So umschatten mich Gedanken an den Müll
der Kloaken, und ich seh in der Ferne
nur es schimmeln, und es weht mir
von einem Menschenbild nichts her.

Idiotenversammlung

 

Lutz Bachmann

Ein lautes, dunkelbraunes Feld:
Aus grobvergüllter Menschenwand
hob hinten, fern auf einer Bühne
sich sacht der Lokuschef über den Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
wie ein gekröster Esel da
in düsterbraunem Stuhl. Und durch das Feld
klang hart sein hassgetränktes Krah.

pegida macht dumm

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Bilder: Copyright by Marian Kamensky (1, 3 und 4) und Andreas Prüstel (2). Alle Rechte vorbehalten.

 
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Honig im Amt: Til Schweigers neuer Film über Thomas de Maizière

Kann man über das Thema Alzheimer einen Unterhaltungsfilm machen? Til Schweiger hat es geschafft. Der neue Film des deutschen Ausnahmeregisseurs ist großes Gefühlskino!

honigimamt-plakat

Inhalt:

Der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière leidet zunehmend unter Alzheimer. Als er zur Spionage-Affäre um die NSA und dem BND befragt wird und eine etwas verwirrte Rede hält, bekommt der Zuschauer einen ersten Eindruck von seinem geistigen Zustand. Auf Drängen seiner Parteikollegen beschließt Thomas widerwillig gar nichts mehr zu dem Thema zu sagen. Schnell kommt es jedoch wegen der Demenz des Innenministers zu mehreren kritischen Situationen. So gerät er nach neuen Enthüllungen ein weiteres Mal in Erklärungsnot und verursacht bei dem Versuch, sich herauszureden, beinahe einen Brand im Bundestag, den die Bundeskanzlerin nur in letzter Sekunde verhindern kann. Als Thomas’ geistiger und motorischer Verfall immer weiter voranschreitet, sieht der Bundespräsident keine Alternative dazu, ihn in eine betreuende Einrichtung zu geben…

Zum Lachen und Weinen. Ein bewegender Film über die Tücken der Volkskrankheit Alzheimer.

 
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FC Bayern München bekommt ab nächster Saison nur 2 Punkte pro Sieg, um die Bundesliga wieder spannend zu machen

bayernmuenchenDer FC Bayern München steht nach dem 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga erneut vorzeitig als Deutscher Meister fest. Genau wie im vergangenen Jahr, als die Bayern schon am 27. Spieltag die Meisterschaft sicher hatten und im Jahr davor, am 28. Spieltag.

Viele Spieler nahmen den Titelgewinn allerdings mit kaum mehr als einem Achselzucken zur Kenntnis. Auch für etliche Fans bedeutete die Meisterschaft nur noch eine Pflichterfüllung. „Es ist langweilig geworden“, erklärt Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. „Wir sind einfach zu gut.“

Das sieht inzwischen auch der DFB so, weshalb ab der nächsten Saison eine Regeländerung vorgenommen wird. Konkret geht es um eine Sonderregel für den FC Bayern München, nach der die Mannschaft nur noch zwei Punkte für einen Sieg bekommt. Alle anderen Teams dürfen sich nachwievor über drei Punkte freuen, lediglich die Bayern werden mit einem Punkt weniger belohnt.

„Das sollte die Bundesliga endlich wieder spannend machen“, hofft DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der weitere Änderungen nicht ausschließt. „Falls der FC Bayern es beispielsweise trotzdem schafft, mehr als 12 Punkte Vorsprung aufzubauen, könnte man sich vorstellen, dass die Münchener an einigen Spieltagen nur mit 10 Mann antreten dürfen.“

Foto: pixabay.com

 
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Klimaforscher schlagen Alarm: Flüchtlingstote lassen den Meeresspiegel ansteigen

meeresspiegelanstieg

Die Menge toter Flüchtlinge im Mittelmeer nimmt weiter zu und der Meeresspiegel wird daher stärker ansteigen als bislang angenommen. Der Weltklimarat warnt vor einem um ein Drittel höheren Anstieg. Demnach wird der Meeresspiegel bis 2050 – nach aktuellem Flüchtlingsaufkommen – um 70 bis 90 Zentimeter steigen, statt nur um 30, wie vor Jahren noch in Kauf genommen wurde.

Das Institut für Klimaforschung in Potsdam erklärte: „Es gibt keine berechtigten Zweifel daran, dass die Zahl ertrunkener Bootsflüchtlinge auf Dauer steigt“.  Die meisten Wissenschaftler sind sich zudem einig, dass die Menschen die Hauptverantwortlichen für die vielen Flüchtlinge sind. Es könne davon ausgegangen werden, dass die seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts gestiegenen Flüchtlingszahlen zu 95 Prozent auf die Menschheit zurückzuführen seien, sagen Experten.

Meeresspiegel„Während in Kriegsgebieten Menschen ermordet und Siedlungen zerstört werden, steigt der globale Meeresspiegel unaufhaltsam an, aber inzwischen schneller, als wir es in den vergangenen 40 Jahren erlebt haben“, ließ der Weltklimarat verlauten.

Entscheidend sei nun, wie die Regierungen mit dieser Herausforderung umgingen. Die bislang getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung von Krisengebieten reichten offensichtlich nicht aus. Internationales Ziel ist es darum in Zukunft, Flüchtlingstote zeitnah aus dem Wasser zu fischen und die Zahl der Vermissten auf maximal 5000 pro Jahr zu begrenzen.

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten. Foto: pixabay.com

 
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Flüchtlingskatastrophe: EU verspricht solche Tragödien in Zukunft noch stärker zu bedauern

Massengrab Mittelmeer. Nach der Flüchtlingskatastrophe mit über 700 Todesopfern gerät die europäische Flüchtlingspolitik erneut unter Druck. Kritiker werfen der EU schon länger Tatenlosigkeit angesichts der zahlreichen Toten vor.

Die Europäische Union sieht sich daher zum Handeln gezwungen und reagiert mit einer Maßnahme, die selbst Menschenrechtsorganisationen überrascht. Auf einer unmittelbaren Krisensitzung haben die EU-Länder beschlossen, solche Tragödien zukünftig noch stärker zu bedauern. Das sei die einzige denkbare Lösung.

Dabei geht es konkret darum, in der Öffentlichkeit viel mehr Anteilnahme zu zeigen. Mit dramatischen Worten, aber auch mit Gesten. „Leise Stimme, gesenkter Blick, das volle Programm“, hieß es in der Erklärung. „Und wenn möglich, nicht nur von tiefer Betroffenheit sprechen, sondern auch mal ein Tränchen abdrücken.“ Dabei wird empfohlen, sich vorzustellen, die Opfer wären weiße Europäer, um das Mitgefühl echter wirken zu lassen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kann sich mit dieser Maßnahme allerdings nicht anfreunden und äußerte sich bereits kritisch. Sie hält es für schwer umsetzbar, bei ertrunkenen Flüchtlingen die gleiche Trauer an den Tag zu legen wie etwa bei den Opfern eines Flugzeugabsturzes. „Ich kann mir das trotz aller Bemühung einfach nicht vorstellen“, sagte Merkel, „es sind schließlich nur irgendwelche namenlosen Flüchtlinge.“

jesuis

 
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