SATIRE Archiv

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Aus Angst vor Game Of Thrones Spoilern: Facebook-Nutzer verstecken sich bei Google Plus

Die neue Staffel von Game of Thrones ist gestartet, und das bedeutet leider auch, dass wieder überall, wo man hinschaut, rücksichtslos gespoilert wird. Insbesondere bei Facebook haben viele Nutzer panische Angst davor, mit Beiträgen und Kommentaren zu den neusten Entwicklungen konfrontiert zu werden. Wer noch nicht in der aktuellen Staffel angekommen ist, möchte schließlich nicht wissen, dass Ned Stark von den Toten zurückkehrt und in einem spektakulären Kampf einen von Daenerys‘ Drachen tötet.

Aus diesem Grund gewinnt das verwaiste Google Plus seit kurzem immer mehr Zulauf, da es als der Ort im Internet gilt, wo am wenigsten los ist – noch vor der türkischen YouTube-Seite und dem Forum des Kaninchenzüchtervereins Waldfischbach. So verstecken sich in Googles sozialem Netzwerk zur Zeit all diejenigen, die sich den Überraschungseffekt bewahren wollen, wenn Cersei Lannister mit Arya Stark im Bett landet.

Das Versteckspiel hat jedoch auch Nachteile. Viele Facebook-Nutzer sind in Sorge, weil Freunde seit Tagen keine Fotos von ihrem Essen mehr gepostet haben. In der Not wenden sich einige an die Polizei und geben eine Vermisstenanzeige auf. Leider scheinen die Beamten mancherorts damit überfordert zu sein, wie Erika T. Aus Essen schmerzlich erfahren musste: „Der Dieter hat seit einer Woche keinen tiefsinnigen Spruch mehr auf Facebook geteilt, also hab ich bei der Polizei angerufen und denen die Lage erklärt. Die sagten mir am Telefon aber nur, dass Tyrion Lannister ertrinkt und haben dann aufgelegt.“

Wahrscheinlich ist auch Erikas Freund wie so viele andere bei Google Plus untergetaucht. Sie traut sich jedoch nicht, dort selbst nach ihm zu suchen. „Auch wenn ich ihm unbedingt erzählen möchte, wie Jamie Lannister erblindet, habe ich doch Angst, dass ich nicht mehr herausfinde.“

Game Of Thrones

 
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Veganer lässt sich Kiefer eines Schafs einsetzen, um Essen besser zu kauen

Die Welt der Medizin steht Kopf. Zum ersten Mal ist es Ärzten gelungen, einem Menschen vollständig den Kiefer zu entfernen und ihn durch den eines Schafs zu ersetzen. Der Grund ist naheliegend: Der überzeugte Veganer Dennis Kokoschka aus Berlin wollte mit dieser einmaligen Transplantation seine Lebenseinstellung untermauern.

„Ich lebe nun seit 8 Jahren vegan“, erklärt Kokoschka, „doch es war stets mühsam, die rein pflanzliche Nahrung effektiv zu essen. Es fühlte sich irgendwie nicht richtig an, stundenlang auf Rüben herumzukauen, bis man sie vernünftig zerkleinert hatte. Da kam mir die Idee mit der Transplantation.“

Sein neuer Kiefer erlaubt dem Berliner nun seine Lieblingsnahrung so zu verarbeiten, wie es die Natur vorgesehen hat. „Ich habe jetzt das perfekte Kauwerkzeug“, schwärmt Kokoschka. „Es isst sich alles viel leichter, es schmeckt auch besser und ich spare sogar Zeit.“

Der Veganer möchte jedoch noch einen Schritt weitergehen. Sein Traum: Eine Magentransplantation. „Nach Möglichkeit die Mägen einer Kuh, da passt mehr rein“, scherzt Kokoschka. „Als menschlicher Wiederkäuer wäre ich endlich der Vollblut-Veganer, der ich schon immer sein wollte.“


schaf-kiefer

 
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Studie beweist: Zahl der Idioten bei Facebook ist höher als die der Idioten vorm Fernseher

Auf das Fernsehen kommen schwere Zeiten zu. Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts Wuppertal, ist die Zahl der Idioten, die regelmäßig bei Facebook kommentieren, inzwischen höher als die Menge der Idioten unter den Fernsehzuschauern.

Facebook - lauter Idioten

„Im Gegensatz zum Fernsehen, bietet Facebook die Möglichkeit der schnelleren Weitergabe idiotischer Gedanken und Ansichten. Es reicht nicht mehr, den Fernseher anzumeckern; die neue Idioten-Generation hat das Bedürfnis sich mitzuteilen“, erklärt Studienleiter Peter Fallstett.

Dabei spielen sicherlich auch die Umstände eine Rolle. Getreu dem Motto „Gelegenheit macht Idioten“ kommentieren viele User allein aus dem Grund, weil sie es können. Befeuert wird das Ganze weiterhin durch einen gewissen Konkurrenzkampf, denn „egal zu welchem Thema etwas auf Facebook berichtet wird; die Idioten versuchen stets sich untereinander zu überbieten“, sagt Fallstett.

„Um der größte Idiot zu sein, werfen viele jeglichen Anstand über Bord, ignorieren die Gesetze der Logik und sogar die grundlegendsten Dinge der Rationalität. Es scheint oft nicht die geringste Spur dessen vorhanden sein, was man gemeinhin als gesunden Menschenverstand bezeichnet.“

Auch wenn nun kritische Stimmen laut werden, kann man der Studie zumindest nicht vorwerfen, unseriös zu sein. Dies belegen Experimente mit Katzen. Diese wurden über mehrere Tastaturen getrieben und die Ergebnisse bei Facebook gepostet. Testpersonen haben daraufhin die willkürlichen Kommentare mit Abstand inhaltsvoller bewertet als die meisten anderen Kommentare.

Das Fernsehen gibt sich jedoch nicht kampflos geschlagen. Direkt nach Veröffentlichung der Studie, gaben RTL und ProSieben bekannt, ihre Slogans ändern zu wollen, um „näher bei den Leuten zu sein“. Aus „Mein RTL“ soll demnächst „Das RTL von mir“ werden und aus „Let me entertain you“ von ProSieben wird „Chill dich krass.“

 
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Lutz Bachmann. Ein Schmähgedicht

Sieh: Ein lautes, dunkelbraunes Feld:
Und dort, aus grobvergüllter Menschenwand
hob hinten, fern auf einer Bühne
sich sacht der Lokus-Chef über den Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
wie ein gekröster Esel da
in düsterbraunem Stuhl. Und durch das Feld
klang hart sein hassgetränktes Bla.

Lutz Bachmann

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Panama Papers? Kutzdorf Papers offenbaren einen noch größeren Skandal

Die Panama Papers sorgen derzeit weltweit für Aufsehen. Doch nur die wenigsten wissen, dass die Enthüllungen rund um Steueroasen und Briefkastenfirmen lediglich eine Ablenkung für einen noch größeren Skandal darstellten. Bis jetzt.

Die Rede ist von den Kutzdorf Papers. Ein Fall von unerträglicher Korruption, mit immensen Schulden, festgehalten auf einem Bierdeckel der Kneipe „Wunde Backen“ im sächsischen Kutzdorf.

„Wir sprechen hierbei von Beträgen im hohen neunstelligen Bereich“, erklärt Oberkommissar Maik Langenbach, der die Ermittlungen in diesem Fall leitet. „So wie es aussieht, wurden im „Wunde Backen“ in den letzten 20 Jahren mehrere Tausend Güterwaggons Schnaps konsumiert, offiziell abgerechnet wurden jedoch nur ein paar Kisten.“

Das bedeutet, Stammgäste – zu denen scheinbar auch der Oberbürgermeister gehört – haben jahrelang an der Steuer vorbeigetrunken, Gelegenheitstrinker und Touristen Durchreisende dagegen mussten für ihre Getränke stets bezahlen.

Der Schock sitzt tief im 900-Seelen-Dorf.

„Das macht mich traurig und wütend“, sagt Arnulf G., Busfahrer im benachbarten Bollstedt. „Wir einfachen Leute müssen für den Feierabendschnaps jeden Cent zweimal umdrehen, während die Säufer umsonst trinken!“ Und Doris K., Fleischereifachverkäuferin aus Leidenschaft und bereits in der neunten Generationen in Kutzdorf, stellt fest: „Kein Wunder, dass die Jugendlichen nicht arbeiten wollen, wenn sie sehen wie gut es die Trinker bei uns haben!“

Ersten Schätzungen zufolge, hätte Kutzdorf fast so viele Steuern einnehmen können wie die Städte Chemnitz und Zwickau zusammen, wäre der Schnaps nur ordnungsgemäß bezahlt worden.

Panama Papers

 
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