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Dreist: Katholische Kirche kontert Satire mit Realsatire

Satiriker auf der ganzen Welt schätzen die katholische Kirche als zuverlässigen Partner. Kaum eine andere Quelle bietet regelmäßig so qualitative Vorlagen für geschmacklose Witze. Die Satire und der schwarze Humor im Allgemeinen haben der katholischen Kirche viel zu verdanken. Diese langjährige Partnerschaft scheint jedoch plötzlich gefährdet zu sein, nachdem ein katholischer Geistlicher sich völlig unerwartet mit unglaublicher Realsatire über die Missbrauchsthematik an die Öffentlichkeit gewandt hat:

Pater Benedict Groeschel behauptete in einem Interview, dass Minderjährige die Priester oftmals verführen würden, was von Außenstehenden dann anders wahrgenommen werde. Weiterhin sei er davon überzeugt, dass die Kinder zwar nicht bewusst Sex mit einem Geistlichen planen, aber immerhin so etwas wie eine Romanze mit Küssen und Umarmungen. Als Grund für diese Annahme gibt er an, dass vielen Jugendlichen die Vaterfigur fehle. Deswegen plädiere er zudem dafür, dass Geistliche für ihren ersten Missbrauch nicht bestraft werden sollen. Schließlich sei es nicht ihre Absicht gewesen, ein Verbrechen zu begehen, so Groeschel.

Die Satirewelt steht Kopf und fragt verständnislos: Was hat sich der Geistliche nur dabei gedacht? Mit solchen Aussagen werden die Grenzen zwischen Satire und Realität regelrecht verwischt, so die einstimmige Kritik. Wenn die katholische Kirche damit weitermacht, könnte niemand mehr erkennen, ob es sich bei einer entsprechenden Meldung um schwarzen Humor oder einen Tatsachenbericht handelt.

Gerade die Behauptung Groeschels hätte als Witz erzählt einen vollen Konzertsaal unterhalten können, doch nun ist er von einer Sekunde auf die andere wertlos geworden. “Den können wir doch jetzt nicht mehr erzählen”, ärgern sich viele Kabarettisten. Auch Cartoonisten fühlen sich verraten und betrogen. Die Ergebnisse unzähliger Arbeitsstunden seien wie ausradiert – im wahrsten Sinne. Erste Zeitungen haben bereits Aufträge zurückgezogen. Paramantus ist natürlich ebenfalls empört und fürchtet sich wie so viele andere davor, viele tolle Ideen einfach fallen lassen zu müssen.

Es besteht die Gefahr, dass Kirchensatire auf dem tragischen Weg ist keine Satire mehr zu sein.

Doch nicht nur zukünftige Witze sind gefährdet. Laut Expertenmeinung dürften nun viele Beiträge auch nachträglich ihre Wirkung verlieren. Somit droht ein ganzer Humorzweig komplett abzusterben, sollte die katholische Kirche nicht bald einschreiten und Benedict Groeschel der Inquisition übergeben.

Grafiken: Copyright by André Sedlaczek bzw. Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

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Erfolg im Kampf gegen Aids: Papst darf nicht mehr nach Afrika einreisen

Der schwarze Kontinent ist die weltweit am schwersten von Aids betroffene Region. Insbesondere mangelnde Aufklärung trägt noch immer dazu bei, dass sich das HI-Virus sorglos austoben kann – fast so wie ein Rechtsradikaler in Zwickau. Afrikanischen Wissenschaftlern ist es jedoch vor kurzem gelungen, zumindest einen Risikofaktor zu isolieren, um so endlich die Grundlage für vernünftige Aufkläungsarbeit zu schaffen. Die Rede ist ausgerechnet von Papst Benedikt XVI. (Abbildung ähnlich).

Neuste Forschungsergebnisse zeigen nämlich, dass die Kondom-Politik der katholischen Kirche sich eher kontraproduktiv auf die Aidsbekämpfung auswirkt. “Verhütung ist des Teufels”, ist sich Ndiae aus Mombasa sicher. Und wie die 14-jährige Prostituierte denken viele Menschen in Afrika. Lieber ein kurzes irdisches Leben in Qualen, als ein ewiges Leiden in der Hölle. Dabei hatte Benedikt XVI. noch Ende letzten Jahres selbst gesagt, Kondome seien eigentlich gar nicht mehr so schlimm, sondern irgendwie “super dufte”. Daraufhin entstand eine gewisse Nachfrage, die der Vatikan prompt erfüllte. Kondome mit Weihrauchgeschmack, in Mithra-Form oder mit stimulierenden Kreuznoppen erfreuten Tausende willige Afrikaner. Das Problem war jedoch ein anderes: Die Kondome waren undicht.

“Typsche Katholiken-Kondome”, scherzt Südafrikas Staatschef Jacob Zumba im Nachhinein. “Tatsache ist aber, dass der Vatikan mit gefälschter Ware gehandelt hat, um die Menschen damit in eine Glaubensfalle zu locken”, sagt Zumba weniger scherzhaft weiter. “Solche Ganoven wollen wir hier nicht haben!” Aus diesem Grund habe man zusammen mit allen Oberhäuptern Afrikas beschlossen, den Papst zur unerwünschten Person zu erklären, totales Einreiseverbot inklusive. Der positive Nebeneffekt: Ohne die lästigen Papst-Besuche könnten sich die Christen in Afrika tatsächlich auch zu solchen entwickeln.

Die große Frage zum Schluss: Wann zieht Europa nach?

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Papst konvertiert zum Islam

papst-benedikt-02_full_pDamit haben die wenigsten gerechnet: Papst Benedikt XVI. verkündete bei seiner letzten Ansprache in Rom, er werde noch vor Jahresende zum Islam übertreten, um, wie er betonte, Kritikern endlich aus dem Weg gehen zu können. “Ich habe den ganzen Hohn und Spott satt, dem ich als Oberhaupt der Katholische Kirche immerzu ausgesetzt bin”, erklärte Benedikt. Und weiter: “Ich hoffe ich kann meine vielen Gegner damit endlich zum Schweigen bringen.”

Experten sind sich einig, dies sei ein “absolut gemeiner Trick”. Doch dabei sollte es nicht bleiben: “Ich gestehe, ich habe seit 11 jahren eine Geliebte”, fuhr der Papst fort. “Maria ist zwar erst 21, aber Liebe kennt nun mal keine Altersgrenzen.”

Millionen strenggläubige Katholiken gingen daraufhin spontan in Flammen auf, während Satiriker und Kabarettisten in aller Welt noch immer schockiert sind. Auf der einen Seite gönnt man dem Papst das neue Leben mit Vollbart. Immerhin darf er als einer von ihnen nun bedenkenlos andere Muslime beleidigen. Auf der anderen Seite wird es eine äußerst herausfordende Aufgabe darstellen, keine Witze mehr auf Kosten Benedikts verbreiten zu können.

Als neuer Papst wird übrigens Hape Kerkeling hoch gehandelt. Er selbst hat sich jedoch noch nicht dazu geäußert.

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Großer Gott, Sankt Martin!

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Grafik: Copyright by Marcus Gottfried, ce-comico.de

 
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Katholische Kirche: Missbrauch kein Thema mehr

Als die deutsche Priestervereinigung dem Papst bei dessen Deutschlandreise versicherte, dass man bzgl. der Missbrauchsskandale Fortschritte gemacht hätte (Abbildung 1), nahm Benedikt XVI. sich das Thema scheinbar sehr zu Herzen. Seitdem lässt er sich regelmäßig über die Zustände der katholischen Kirche in Deutschland informieren, damit eine weitere Missbrauchsdebatte nicht mehr zu Stande kommt (Abbildung 2). Immerhin schlechter als gar nichts. Bravo.

Abb. 1: Deutsche Priester empfangen Benedikt XVI.

Abb. 2: Papst bleibt auf dem Laufenden!

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel, via toonpool.de.

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