Gedanken- und Erlebnisfetzen Archiv

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Weihnachten mit Paramantus

Da unsere Praktikantinnen (Abbildungen ähnlich) in diesem Jahr ausnahmsweise mal nicht über Weihnachten arbeiten müssen, zeigen wir Ihnen einfach, welche weihnachtlichen Themen Sie sonst bei uns vorfinden können:

Parmantus Himself plaudert über die weihnachtliche Atmosphäre eines Sexshops und die Kunden, die über die Feiertage nichts lieber tun, als ins Pornokino zu gehen. Weiterhin erinnern wir in einem sehr emotionalen Beitrag daran, worum es an Weihnachten wirklich geht, machen uns Gedanken über Weihnachtskadaver und nehmen schließlich den weihnachtlichen Winterschlussverkauf aufs Korn.

Frohe Weihnachten!

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Lehrer werden ist nicht schwer, Lehrer sein dagegen sehr

Stellen Sie sich vor: Ein Mann, der gerne Kinder unterrichtet, dies aber nicht darf, weil seine Freizeitaktivitäten sich angeblich nicht mit dem Lehrerberuf vereinbaren lassen. An wen denken Sie gerade? Charles Manson? Marc Dutroux? Ihren Nachbarn?

Dies ist die Geschichte von Thomas Gurrath, Sänger einer Death-Metal-Band und ehemaliger Lehramtsreferendar in Stuttgart. Lehrer werden ist nicht schwer, Lehrer sein dagegen sehr. Vor allem wenn man nicht ins Weltbild der Kollegen passt. Thomas Gurrath stellte seinen Antrag auf Entlassung, weil er die Nötigungen von Seiten der Schulleiterin, der Behörden sowie zahlreicher Genies, die über Gurraths Tätigkeit bestens aus der BILD-Zeitung informiert waren, nicht mehr hinnehmen wollte. Man könnte auch sagen, Thomas Gurrath ist aus seinem Beruf gemobbt worden. Und das nur, weil er in seiner Freizeit mit seiner Metal-Band Debauchery über Mord und Totschlag singt, bei Konzerten literweise Kunstblut verbraucht und in den Musik-Videos nackte Frauen abschlachtet. Genau, werden Sie jetzt vielleicht sagen. So einen Freak wollen wir nicht in der Nähe unserer Kinder haben. Doch amüsanterweise handelte es sich bei dem vorletzten Satz nicht um Sarkasmus. Der Autor dieser Zeilen singt schließlich selbst gerne über Mord und Totschlag. Besonders dann, wenn er mal wieder von einem Fall erfährt, bei dem ein Mensch Opfer gesellschaftlicher Vorurteile wird.

Debauchery - Back In BloodÜber gewaltverherrlichende Musik muss man nicht streiten. Sie ist widerwärtig. Und sie klingt in der Regel nicht einmal gut. Doch sie ist Teil unserer Kultur und wir müssen nun mal damit leben. Wobei, nein, müssen wir nicht. Wir können es uns immerhin aussuchen, was wir gerne hören möchten. Auch können wir bestimmen, welche Filme wir schauen und welche Spiele wir spielen. Und das ist gut so, denn eins dürfen wir nicht aus den Augen verlieren: Gewalt ist ein fester Bestandteil unserer gesamten Unterhaltungskultur. Thomas Gurrath hat sich dafür entschieden diese Kultur mitzugestalten. Genauso wie etliche Schauspieler, Regisseure und Spieleentwickler. Oder Jäger. Oder Politiker. Bruce Willis legt in seinen Filmen ganze Städte in Schutt und Asche und läuft immer noch frei herum. Sogar seine Kinder hat ihm noch kein Amt weggenommen. Und Guido Westerwelle darf weiter unser Land im Ausland vertreten, obwohl er Guido Westerwelle ist. Der Punkt ist, dass hier die ausgeübten Tätigkeiten nichts mit der Realität zu tun haben. Warum darf Thomas Gurrath dann nicht in seiner Freizeit seiner Kunst nachgehen und trotzdem weiter Kinder unterrichten? Die ausgeübte Tätigkeit, die künstlerische Betätigung, hat nämlich auch hier nichts mit der Realität zu tun. Thomas Gurrath ist kein Mörder. Er singt über Gewalt, wie ein Maler sie malen oder ein Regisseur sie filmisch in Szene setzen würde.

Doch wenn das so aussieht, geht die Kritik in diesem Artikel dann womöglich in die falsche Richtung? Sollten wir nicht vielmehr auch die anderen Medien, die Gewalt verherrlichen, verteufeln? Moment, das tun wir ja bereits. Marilyn Manson war schließlich für das Massaker in Columbine verantwortlich, Counter Strike für den Amoklauf in Erfurt und Paintball für jenen in Winnenden. Dann mag die Stellungnahme von Gurraths Schulleiterin durchaus berechtigt sein, wenn sie sagt, Amokläufe würden zeigen, “dass manche Jugendliche heute weniger zwischen Fiktion und Realität unterscheiden können als früher und deshalb ist es wichtig, dass wir Lehrer unseren Erziehungsauftrag besonders bewusst wahrnehmen.” Interessant. Grundsätzlich ist an dieser Aussage natürlich nichts verkehrt. Außer man bezieht sie auf das Privatleben des Lehrers. Denn so muss man die Frage stellen: Ist ein Lehrer, der in seiner Freizeit Modellschiffe bastelt, geeigneter als ein Lehrer, der am Wochenende neue Mitglieder im örtlichen Schützenverein betreut? Oder gar umgekehrt? Es ist immerhin überaus löblich, sozial ausgestoßenen Jugendlichen beizubringen, wie sie mit einer Waffe in der Hand ihr Selbstbewusstsein aufbauen können, damit sie sich nicht mehr als Verlierer fühlen. Diesen Jugendlichen das Gefühl zu vermitteln jemand zu sein, verbunden mit dem nötigen Wissen wie man eine Waffe handhabt, ist eine Tätigkeit, die Anerkennung verdient.

Übrigens, dieses mal handelte es sich wirklich um Sarkasmus.

Doch fragen wir mal ernsthaft: Inwiefern würde es die Schüler von Thomas Gurrath beeinflussen, wenn sie wüssten, ihr Lehrer wäre Sänger in einer gewaltverherrlichenden Death-Metal-Band? Die Schüler, die solche Musik privat hören, würden durch Gurrath womöglich ein verändertes Weltbild bekommen. Ein positiv verändertes Weltbild, weil sie erkennen, dass auch Death-Metaler ganz normale Menschen mit ganz normalen Berufen sein können. Viele Pädagogen und selbstverständlich die meisten Pseudo-Pädagogen mit BILD-Abschluss unterstellen besonders solchen Jugendlichen ja gerne, sie würden nicht zwischen Fantasie und Realität unterscheiden können (siehe auch Zitat oben). Wäre es da nicht geradezu genial, einen Vertreter dieser finsteren und so gefürchteten Subkultur als vorzeigbares Beispiel auftreten zu lassen? Nein, denn dann müsste man ja zugeben, dass Thomas Gurrath ein ambitionierter Lehrer ist, der nebenbei Musik macht. Und das würde nicht zu den schön zurechtgelegten und in den Medien so gut aufgenommenen Vorurteilen passen, dass Gurrath ein verrückter Psychopath ist, der nebenbei Lehrer sein möchte.

Und die anderen Schülern, die Death Metal nicht mögen, ja nicht einmal richtig kennen? Würde es sie wirklich interessieren, was ihr Lehrer nach Feierabend macht? Würde es sie in ihrer Selbstfindung, ihren Taten und ihrem Denken beeinflussen? Und würde von diesen Schülern tatsächlich jemand versuchen den Inhalt der Musik-Videos in die Tat umzusetzen, einfach nur weil Thomas Gurrath sein Lehrer ist? Hätte also dieser Logik zufolge ein Lehrer um soviel mehr Macht über seine Schüler als deren Freunde und Familien?

Schön wär’s. Denken Sie darüber nach.

Auch woanders erregt dieser Fall die Gemüter und sorgt für interessante Beiträge: Lesen Sie selbst.

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Dinge, die man nicht zu einer Frau sagen sollte. Teil 7

Wir sitzen gemütlich auf der Couch und machen uns über die Reste der Osterschokolade her. Um genauer zu sein: Der letzte Hase muss heute dran glauben. Ich beiße zuerst in die Ohren, die ich mir sodann genüsslich auf der Zunge zergehen lasse. Sehr genüsslich. Zu genüsslich, wie ich feststellen muss, denn als ich ein weiteres Stück möchte, sind von dem Hasen nur noch die Füße übrig. Was zum…? Sie hatte in der Zwischenzeit fast die komplette Schokolade aufgegessen. Ihre Erklärung: Schokolade kaut man schließlich. Diesen Satz hätte ich nun einfach so stehen lassen sollen, aber die Zunge war schneller als der Verstand…

Wenn du Schokolade immer so schnell isst, dann ist es doch kein Wunder dass du… dass.. ähm… In diesem Moment hatte der Verstand endlich die Zunge eingeholt und versuchte noch etwas von der Situation zu retten.

Ja? Was?!

Na, dass… du weißt schon… Hehe, kleiner Scherz… Hehe.

Weißt du was? Dieser Scherz ging auf deine Kosten, sagte sie trocken und streckte mir die Zunge heraus.

Spätestens nach der ereignislosen Nacht wusste ich, was sie meinte.

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Teil 6
Teil 5
Teil 4
Teil 3
Teil 2
Teil 1

 
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Dinge, die man nicht zu einer Frau sagen sollte. Teil 6

Folgende Situation: Sie hatte sich irgendwelches teures Make Up gekauft. Ich, routiniert wie ich bin, mache ihr später am Abend ein Kompliment.

- Das Make Up sieht gut aus an dir.

- Hm…? Ich trage grade gar kein Make Up.

- Oh, siehst aber dafür trotzdem toll aus.

Ihrem darauf folgenden Gesichtsausdruck zu Folge, hätte ich lieber etwas anderes sagen sollen. Oder gar nichts. Oder genauer: In diesem Zusammenhang nicht das Wort “trotzdem” benutzen dürfen. Die Narbe wird mich glücklicherweise für immer an diesen Fehltritt erinnern.

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Teil 5
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Teil 1

 
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Ein unwiderstehliches Angebot

Oder, um auf ein Filmzitat zurückzugreifen: Ein Angebot, das ich nicht ablehnen konnte:

kaufland

 
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