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Nord, Süd, Ost, Links (#03)

red_compass blue seLassen Sie sich nicht täuschen. Obwohl wir heute den Welttoilettentag feiern, sind die nachfolgenden Links garantiert nicht zum Runterspülen.

1. Na, zittern Ihre Hände auch schon vor lauter Angst? Nein? Dann haben Sie wohl noch nicht mitbekommen, dass unser Bundesinnenminister die Terrorangst ausgerufen hat. Endlich darf man wieder überall Angst haben und mit dem Finger auf arabisch sprechende Menschen zeigen. Frohlocket.

2. Angela Merkel macht Werbung. Nein, nicht schon wieder für Sixt, sondern für sich selbst. Leider hat sie an der Anzeigenkampagne etwas sparen müssen und lediglich 2,8 Millionen Euro dafür ausgegeben. Zu wenig, um sich noch einen Lektor leisten zu können, weshalb der Text keine Stilblüte der deutschen Sprache geworden ist.

3. Taxi-Blogs gibt es viele. Und zwar durchaus gute, unterhaltsame. Aber an dieser Stelle möchten wir jedoch einen ganz besonderen Taxi-Blog vorstellen, und zwar einen, der Thilo Sarrazin wohl eher nicht als Fan gewinnen wird. Ein Auszug aus der Selbstbeschreibung: Ich bin Taxi Fahrer in Paderborn! Weil es noch gibt andere Blog ich habe mir gedacht ist ganz gut fuer eine neue Blog [...] Seit Jeher meine Firma ist gute Firma! Ich bin Fahrer bei gute Firma und mein Spruch ist immer „Hallo Taxi – Hallo Paderborn!“ Weil ich keine Lust auf Aerger mit Kollegen, ich nehme pseudo und „Herr Singh“. Entschuldigum mein schlechte deutsch! Keine Sorge, Herr Singh, Ihr schlechtes Deutsch ist gerade das, was Ihren Blog - zusammen mit den kuriosen Geschichten – so ausmacht.

4. Die FDP konnte bei den Bundestagswahlen noch fast 15 Prozent der Stimmen für sich gewinnen. In aktuellen Wahlumfragen befindet sich die Partei jedoch irgendwo zwischen vier und fünf Prozent. Erstaunlich, dass es immer noch so viel ist. Wir erinnern uns: Vor der Wahl wollte die FDP zu Sparzwecken die Ministerien verkleinern und einzelne sogar komplett auflösen, wie zum Beispiel das Entwicklungsministerium. Nach der Wahl wurde eben jenes Entwicklungsministerium aber ausgerechnet von einem FDP-Politiker übernommen. Nachdem ein bißchen Gras über diese Unstimmgkeit wachsen konnte, wurde es aber noch besser: Das besagte Ministerium sollte vergrößert werden. Von 200 Stellen auf stolze 800. Da die FDP aber die Partei des ehrlichen Steuerzahlers ist und eben diesen nicht weiter belasten wollte, musste das Vorhaben anders finanziert werden. Und wie der Zufall es wollte, hatte Guido Westerwelle zuvor die sagenhafte Idee gehabt, den Etat für humanitäre Hilfsmaßnahmen im Ausland um 20 Prozent zu kürzen. Das eingesparte Geld hätte dann also durchaus für die Finanzierung eines größeren Entwicklungsminsteriums verwendet werden können. Und wer in diesem Zusammenhang noch die Ironie entdecken kann, darf sich zu Weihnachten ein besonders tolles Geschenk wünschen. Schade nur, dass Bundesrechnungshof und Haushaltsausschuss da nicht mitspielen wollten.

5. Zu guter Letzt noch ein Aufruf. Der Edelweißpirat sucht für seine Blog-Taverne noch ein Animier-Mädchen. Diese muss allerdings keine vollbusige Blondine sein, denn bei dem Job geht es hauptsächlich darum, dass die Dame mit frechen Kommentaren die Beiträge würzen und in einer extra Rubrik mit eigenen Postings unter Umständen auch mal dem Piraten selbst einheizen soll. Spaß am Schreiben steht also im Vordergrund.

Wir lesen uns.

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Nord, Süd, Ost, Links (#02)

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Wie lange kann Guido Westerwelle den Atem anhalten? Diese allgegenwärtige Frage können wir hier leider nicht beantworten und empfehlen stattdessen lieber ein paar Links:

1. Wollten Sie auch schon mal gerne gegen ein Land außer die Türkei hetzen und wussten nicht wie? Mit dem praktischen Hetz-Leidfaden von BILDblog (mit freundlicher Unterstützung des Springer-Verlags) kann am Beispiel Griechenland jeder Bildleser Depp zum Demagogen oder, um in der Sprache unserer Zeit zu bleiben: Volksbohlen werden. Yeah!

2. Na, war der Ausbruch des Eyfölkujellüjktöllkeyjll nicht stark? Sackstark, um genau zu sein. Lesen Sie einen interessanten Artikel Artikel über unsere hysterische Gesellschaft: Zum Passivrauchen nach Island.

3. Apropos Hysterie: Haben Sie bei der Vorstellung des iPads auch wie ein kleines Mädchen auf einem Tokio-Hotel-Konzert gequietscht? Nein? Lupe ist zwar kein kleines Mädchen mehr, macht sich aber trotzdem Gedanken über die skurrile Apple-Sekte.

4. Neues aus Kunduz: Während die kriegsähnlichen Zustände weitere Gestalt annehmen, finden hierzulande nachwievor lustige Untersuchungsausschusscastings statt. Der fesche Karl “Kunduz” Theodor ist dabei einer der Top-Teilnehmer, der sich bisher erfolgreich durch alle Recalls gegrinst hat. Narragonien, das Kunduz-Fanblog, präsentiert seinen Lesern exklusiv den neusten Coup Karl-Theodors. In Reimform. Whohooo!

5. Die Zukunft des Lesens heißt E-Book? Nicht nur drollige Bücherwürmer behaupten das Gegenteil und berufen sich auf den einzigartigen Charme, den ein Buch versprüht. Noch. Denn nun gibt es für alle, die beim elektronsichen Lesen bisher immer etwas vermisst haben, Bucharoma in Sprühflaschen. Mit dem Duft einer Bibkliothek in der Nase, fühlt man sich beim Internetsurfen gleich viel schlauer.

6. Zu guter Letzt noch zwei Tiervideos.

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Nord, Süd, Ost, Links (#01)

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Und der Herr sprach: Gehet hinaus und suchet ein Links-Wortspiel. Und es ward gefunden und es gab großes Frohlocken. So oder so ähnlich entstand dieses neue Kapitel unserer wöchentlichen Linkempfehlungen. Der sogenannte “follow friday” für Blogs, den wir letzte Woche im Sinn hatten, war und ist eine tolle Idee, aber es gibt neben tollen Blogeinträgen viele andere Links, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten können und wollen.

In diesem Sinne:

1. Im US-Bundesstaat Ohio sorgte ein Altar-Gemälde, das Jesus Christus am Kreuz zeigt, kürzlich für Ärger. Angeblich würde man auf dem Bild einen riesigen errigierten Penis erkennen. Na und, wäre sicher eine angemessene Reaktion, gehen Kirche und Penis doch zusammen Hand in Hand. Oder in eine Hand. oder… Ach, Sie wissen, was wir meinen. Trotzdem traten wegen der Sache. Nein, dem Ding? Nein. dem Vorfall wohl bereits mehrere Menschen aus der betreffenden Gemeinde aus. Zu Recht? Wir mussten hier zumindest alle sehr lachen, denn schmutzige Fantasie hin oder her: Der Penis springt dem Betrachter regelrecht ins Gesicht. Ins Gesicht? Verstehen Sie? Hehe… Ist ja gut, wir sind schon wieder still.

2. In Afghanistan sterben immer mehr deutsche Soldaten. Was tun? Richtig. Eine PR-Kampagne ins Leben rufen, damit die Bevölkerung einen tieferen Sinn im Tod unserer Jungs erkennen. Oder noch besser: sie es nicht weiter schlimm findet, wenn noch mehr sterben. Dumm nur, wenn so eine hinterfotzige, propagandistische clevere PR-Aktion diskret ablaufen sollte und sie stattdessen im Internet veröffentlich wird. Ob jetzt auch der geplante Einsatz auf dem Mond in Gefahr ist?

3. Ein interessantes Interview mit dem nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordneten Rüdiger Sagel: Ist die FDP eine extremistische Partei? Eine kontroverse Betrachtungsweise, fernab jeglicher Satire.

4. Der Vulkan, die Aschewolke und das Flugverbot. Den lustigsten Beitrag dazu liefert, mal wieder in Form, die Titanic. Des weiteren kann man noch bei Flensburg Online etwas über eine schnelle Autofahrt unserer Kanzlerin lesen, die – ob man es glaubt oder nicht – ebenso am Boden bleiben musste. Und wie der Vulkan die Netzwelt sonst noch beschäftigt, zeigt uns ein kleiner Beitrag von Futurezone mit ein paar netten weiterführenden Links.

5. In NRW herrscht Krieg. Oder zumindest Wahlkampf. Und der ist, gleich einem echten Krieg, auch nicht immer sinnvoll. Bei Fulanos Worte fragt man sich demzufolge zu Recht: Was in Herrgottss Namen hat der Wahlkampf in NRW mit Space Shuttles, LaBouche-Demokraten und Texas zu tun?

6. Zu guter Letzt noch einmal FDP. Kabarettist Christian Springer verlässt bei einem Auftritt seine Rolle als Fonsi und wendet sich überraschend ernst, wenn nicht gar leicht aufgebracht, an unseren Außenminister:

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Und Robinson sagte: Folge mir, Freitag

Na, wer hat’s erkannt?

Die Anspielung auf den sogenannten “Follow Friday”, eine Twitter-Tradition, bei der immer Freitags mehrere Tweet-Empfehlungen ausgesprochen werden, kommt nicht von ungefähr. Auch wenn sie unter Umständen weit hergeholt erscheint. Denn frei nach dem Motto “140 Zeichen sind nicht genug” werden wir von nun an jeden Freitag mehrere Links vorstellen, die unserer Meinung nach besondere Aufmerksamkeit verdient haben. Eine Idee, mit der PARAMANTUS.NET glücklicherweise nicht alleine dasteht.

Das Robinson/Freitag-Wortspiel ist übrigens nur das Ergebnis einer sponatnen Übergangslösung für diese zukünftige Rubrik. Wie der endgültige Name lauten wird, weiß bislang nur der liebe Gott. Und der verrät nichts.

In diesem Sinne…

1. Wie zitiert man richtig? Am besten aus der Fantasie heraus. Narragonien führt anhand mehrere Beispiele rund um eine Aussage Peter Ramsauers vor, wie es richtig geht.

2. “Der Postillon” ist eine der seriösesten Online-Zeitungen. Doch bei diesem Artikel bewiesen die Redakteure ausnahmsweise mal Sinn für Humor.

3. Die Wahl in NRW rückt immer näher. Doch sollte man nicht nur dann einen Blick auf den wunderbaren Blog namens “Wir in NRW” werfen, wenn man im noch schwarzregierten Bundeslant wohnt und vorhat am 9. Mai wählen zu gehen. Die spannenden Artikel rund um das politische Schlachtfeld vor und hinter den Kulissen sind sogar für Wahlmuffel interessant.

4. Sie mögen keine übertriebene Werbung oder unzugängliche Produktnamen? Diese zwei Berliner auch nicht. Die beiden haben ein neues Bier mit dem Namen “Bier” auf den Markt gebracht. Eine Weinschorle mit passendem namen wird folgen.

5. “Moralische Insolvenz”, “Dornen in der Dornenkrone”: Ein kritischer – und doch nüchterner – Kommentar über Papst und Kirche bzgl. der Missbrauchsskandale.

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Human Sex Map

Bilder sagen mehr als Tausend Worte, heißt es. Und eine Landkarte? Deren Vokabular mag vielleicht ebenso umfangreich sein, doch sind ihre Themengebiete hauptsächlich auf bunte Linien und Symbole beschränkt. Oder anders ausgedrückt: Wer schaut sich schon aus purem Vergnügen heraus eine Landkarte an? LSD-Konsumenten mal ausgenommen.

Folgende Karte macht aber tatsächlich Spaß. Ein wenig. Unter Umständen. Möglicherweise. Hoffentlich.

Es geht nämlich um eine Landkarte der menschlichen Sexualität. Vorlieben, Fetische, bekannte und unbekannte Praktiken, aber auch Kurioses, Verrücktes und Verbotenes: Nahezu alles, was man mit Sexualität in Verbindung bringen kann, wird als Region, Land, Insel oder Stadt gekennzeichnet. So kann man zum einen individuelle Reiserouten planen und zum anderen festhalten, wo man schon mal war oder noch hin möchte. Und ganz nebenbei erfährt man, was es da überhaupt so alles gibt – manchmal erst nachdem man Google oder eine andere Informationsquelle seines Vertrauens gefragt hat.

Zum Kingdom of Ass Play? Dirty Sanchez im Land of Myth? Nach High-Heels-Town? Ins Balloon-Fetish-Land? Und danach vielleicht auf die Sex-With-Jesus-Insel?  Die Auswahl ist da sehr ergiebig und lässt im Grunde keine Wünsche offen.

Die Karte ist darüber hinaus interaktiv gestaltet, es gibt nämlich die Möglichkeit verschiedenfarbige Pin-Nadeln anzubringen: Grün für Dinge, die man schon getan und für gut befunden hat, Rot für Dinge, die man schon getan, aber nicht gemocht hat, Violett für Dinge, auf die man neugierig ist und gerne mal ausprobieren möchte und schließlich Schwarz für Dinge, die ausschließlich eine Fantasie darstellen.

Auf diese Art der Gestaltung kann man sich eine ganz persönliche Karte zusammenstellen, die sich auch prima als Geschenk für Freunde, den Partner oder den potentiellen Kopulationskandidaten eignet. Insofern kann diese Karte weitaus mehr als Tausend Worte sagen.

Einfach auf das kleine Bild klicken und auf Entdeckungsreise gehen. Viel Vergnügen.

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