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Neu im Kino: Russenzähmen leicht gemacht

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Auf der kleinen Insel Krim, tief im Osten, wird nicht lange gefackelt: Tapfere Ukrainer müssen ihre Insel regelmäßig vor wilden Russen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Wladimir, mit dem Beinamen “der Trinker”, ist Feuer und Flamme für die Russenbekämpfung – nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da aber sein Vater ein berühmter Russenjäger ist, soll auch Wladimir an der Kampfschule nun endlich die raue Kampfkunst der Ukrainer erlernen. Doch ehe Wladimir – der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist – den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von einer Horde Russen angegriffen. Das ist Wladimirs große Chance, einmal einen Russen zu besiegen und seinen Vater mit Stolz zu erfüllen. Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen FSB-Offizier, eine der gefährlichsten Russenarten, abzuschießen. Doch als Wladimir seinem Opfer gegenübersteht, traut er seinen Augen kaum: Traurig schnaufend schaut der Russe ihn mit großen Augen an. Statt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Erfolg zu erzählen, freundet sich Wladimir mit dem FSB-Offizier an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Wladimirs Welt auf den Kopf stellt: Ein Ukrainer, der einen Russen zum Freund hat? Das geht gegen alle Regeln der Tradition! Niemals wird sein Vater das akzeptieren…

Den Kiew-Studios ist mit Russenzähmen leicht gemacht ein visuell beeindruckendes und dabei ebenso warmherziges Abenteuermärchen gelungen. Die Ausgestaltung des Ukrainerdorfes und seiner Einwohner nimmt sich dermaßen detailverliebt aus, dass man die schrulligen Bewohner schon nach wenigen Minuten ins Herz geschlossen hat. Dem gegenüber steht eine schier endlose Zahl liebevoll karikierter Russen jeglicher Art. Allein mit der Optik kann der Film also spielend punkten und schafft es schnell, den eigentlich so brandgefährlich scheinenden FSB-Offizier mit seiner putzigen, unbedarften Art zum heimlichen Star des Films zu machen. Der Film hat einige wahnsinnig gute Lacher auf seiner Seite und punktet zudem noch mit dem akuten Niedlich-Sein der Russen, die in ihren besten Momenten mehr wie verspielte Blauhelme wirken, denn wie brandschatzende Soldaten.

Der perfekte Film für die ganze Familie.

 
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Deutsche Telekom – Endlich mit NSA-Zertifizierung

Der amerikanische Geheimdienst NSA und der britische Geheimdienst GHCQ haben sich offenbar einen direkten Zugriff auf die Netze der Deutschen Telekom verschafft. Warum auch nicht? War ja ganz einfach.

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Importverbot für russische Luxusgüter: Besserverdiener reagieren mit Hamsterkäufen

WodkaDie Ukraine-Krise hält an und die EU-Außenminister diskutieren offen über weitere wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland. Im Gespräch sind derzeit sogar Einfuhrbeschränkungen für russische Luxusgüter wie Wodka, Kaviar, Pelze und Diamanten.

Nach Bekanntwerden dieser neuen Sanktionspläne kam es in ganz Europa jedoch schlagartig zu panischen Hamsterkäufen.  Allein in München stürmten Tausende Bürger die Luxusgeschäfte, um sich kistenweise mit Schmuck und Kaviar einzudecken.

Neben dem Versuch, so auf eine mögliche Knappheit vorbereitet zu sein, ist es vor allem die Angst, in Zukunft bei Aldi einkaufen zu müssen, die Münchens Lokalprominenz  in die Luxusläden treibt. Mittlerweile haben mehrere Boutiquen geschlossen, nachdem die Vorräte dort aufgebraucht wurden. Und die Nachlieferung für Waren ist aufgrund der instabilen Lage durchaus schwierig.

In den besonders dicht besiedelten Luxusvierteln fehlt es dagegen bereits an dem nötigsten. So wird etwa die Wodkaversorgung zunehmend zu einem Problem. Dabei hängen an dem teuren Alkohol viele Existenzen. Experten befürchten, dass nach einem Importstopp für russischen Wodka, die Anzahl der Partyluder um 30 bis 40 Prozent zurückgehen könnte. Auch viele in Luxuskreisen angesehene Berufe wie Spielerfrau oder Model und Schmuckdesignerin dürften ohne Wodka stark gefährdet sein.

Dabei nicht genug: Durch die fehlenden Grundnahrungsmittel und dem Mangel an überteuerten Schmuckstücken drohen sich Depressionen zu verbreiten. Die Versorgung mit Luxusgütern ist somit nicht nur die Befriedigung eines Bedürfnisses, sondern für viele Siedlungsgebiete aktuell ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem.

 
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Schokierender Bericht aus der Ostukraine

Die Meldungen aus der Ostukraine sind genauso zahlreich wie widersprüchlich. Ist das russische Militär einmarschiert oder nicht? Gibt es bereits ein Design für die Flagge Neurusslands? Verwenden die ukrainischen Soldaten eigentlich deutsche Waffen? Und liefert noch die Post in der Ostukraine aus?

Um Klarheit in die Sache zu bringen, haben wir unseren Krisenreporter Olli Dick van Cock nach Donezk geschickt. Dort konnte er sich ein genaues Bild von der Situation machen. Was er aus erster Hand berichtet, ist schockierend:

Dunkel war’s, das Licht schien helle,
Sand lag auf der nassen Flur,
als ein Panzer blitzesschnelle,
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen neun Rebellen,
schweigend im Gebrüll vertieft,
als ein weißgeschminkter Russe,
auf der Straße Schlittschuh‘ lief.
Weiter rechts lag ein Soldat,
schwarzgelockt mit blondem Haar,
neben ihm ein Mondkalender,
nagelneu vom letzten Jahr,
in der Hand ein Schrotgewehr,
das mit Schmalz geladen war.

Donezk

(C) pixabay.com / some rights reserved

 
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Shakira-Polizei: Salsafisten belästigen Passanten

Salsafisten auf dem Vormarsch. Mehrere junge Frauen sind in den vergangenen Nächten als „Shakira-Polizei“ durch Wuppertal gezogen und haben Passanten belästigt. Sie trugen dabei orange Hotpants und bauchfreie Tops mit der Aufschrift „Shakira Police“.

Übereinstimmenden Aussagen zufolge sprachen die Frauen immer wieder Menschen an, um sie zu einer Hörprobe aus Shakiras größten Hits einzuladen. Auch hätten sie Discotheken betreten und die Besucher auf ihr Rhythmusgefühl und ihren Hüftschwung aufmerksam gemacht. Außerdem sollen sie gezielt versucht haben, Schlager-Fans für ein Shakira-Konzert zu begeistern.

Die selbst ernannten Sittenwächter verteilten bei ihren Streifzügen gelbe Flyer mit der Überschrift „Shakira Controlled Zone“. Auf ihnen waren Verhaltensregeln der radikalen Fans festgehalten: Salsa tanzen, laute Musik hören, figurbetonte Kleidung tragen – mit besonderem Fokus auf Busen und Po, keine Zurückhaltung bezüglich Alkohol und Drogen, Offenherzigkeit gegenüber Parties und Tanzveranstaltungen.

Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung, leidenschaftlicher Helene-Fischer-Fan, zeigt sich alarmiert. Die Bevölkerung wird gebeten, bei verdächtigen Beobachtungen den Notruf zu wählen.

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Deutsche Schulen sammeln Spielzeugwaffen für kurdische Kinder

Während die Bundesregierung seit Wochen über Waffenlieferungen für kurdische Kämpfer im Irak diskutiert, sind mehrere Dutzend Grundschulen und Kindergärten in Berlin bereits einen Schritt weiter. Erzieherinnen und Erzieher bitten seit Anfang der Woche Kinder und deren Eltern, Spielzeugwaffen aller Art als Spende mitzubringen, um ein Hilfspaket für kurdische Schulen und Kindergärten zusammenzustellen.

WaffenlieferungMit der ungewöhnlichen Aktion wolle man ein Zeichen setzen, heißt es. Kinder helfen Kindern, so lautet der Grundgedanke. Zwar würden Wasserpistolen konkret nichts bewirken, aber der symbolische Wert der Spielzeugwaffen wäre enorm hoch. „Wir sammeln diese Waffen, egal ob SuperSoaker, NerfGun oder Faschingsrevolver, um damit auszudrücken, dass wir dafür sind, notleidenden Menschen wirklich wichtige Güter zukommen zu lassen“, erklärt Peter Stabmüller, Grundschullehrer und Initiator der Spendenaktion.

Experten beurteilen das Ganze durchaus positiv. Schließlich sei davon auszugehen, dass kurdische Kinder demnächst sowieso an echten Waffen ausgebildet werden, sollten die IS-Terroristen ihren Machtbereich weiter ausdehnen. Mit den Spielzeugwaffen könnten die Kinder dann schon mal üben und die Angst vorm Kriegspielen verlieren, wenn die IS-Milizen vor der Tür stehen.

„Heute ist es besonders wichtig, dass Kinder in Krisenregionen ein Gefühl für Waffen bekommen“, sagt auch Erzieherin Amelie Bukowski, „denn jeder Sandkasten kann sich von heute auf morgen in ein Schützengraben verwandeln.“

Waffenlieferungen

Fotos: (C) pixabay.com / some rights reserved.