In Zukunft zwei Miss-Germany-Wahlen: Für Natürliche und Operierte

Vivien Konca ist Miss Germany 2014. Die Studentin setzte sich bei der Wahl am 8. Februar gegen 23 Konkurrentinnen durch. Wenn es nach den Veranstaltern des Wettbewerbs geht, ist Vivien allerdings die letzte Miss Germany. Fans objektifizierter Frauen können jedoch beruhigt sein. Der Wettbewerb soll nicht abgeschafft, dafür aber reformiert werden.

Den Stein ins Rollen brachte Caroline Noeding, Miss Germany 2013, die neulich kritisierte, dass bei Schönheitswettbewerben viele Kandidatinnen von Kopf bis Fuß operiert seien. „Ich habe nichts gegen die üblichen Schönheits-OPs“, sagte die 20- bis 23-Jährige, „aber heutzutage sind ja mehr als nur Gesicht, Brüste, Hintern, Hüfte und Oberschenkel gemacht.“

Claire Grube, 18-25Und weil die ehemalige Schönheitskönigin nicht allein mit dieser Meinung dasteht, haben sich die Veranstalter schließlich dafür ausgesprochen, in Zukunft zwei Wettbewerbe auszutragen: Miss Germany Natural und Miss Germany Extra, für natürliche und operierte Frauen. Für Miss Germany Natural stehen folglich nur Frauen zur Wahl, die noch nie eine Schönheits-OP hatten und sich weder schminken noch rasieren. Bei der Wahl zur Miss Germany Extra sind dafür nur Frauen zugelassen, deren Körper zu mindestens 35% operiert ist. Das Reglement ist allerdings nicht ganz fertig, so ist zum Beispiel noch unklar, ob die Implantate dabei ebenfalls aus Deutschland kommen müssen.

Mit dieser Teilung möchte der beliebte Schonheitswettbewerb sich nicht nur dem Zeitgeist anpassen, sondern natürlich auch für Fairness sorgen. Besonders operierte Frauen müssen also bei zukünftigen Miss-Wahlen kein schlechtes Gewissen mehr haben, dass sie unoperierten Konkurrentinnen die Schau stehlen. So wie die 18- bis 25-Jährige Claire Grube (Foto) aus Bottrop, die nächstes Jahr unbedingt die erste Miss Germany Extra werden möchte.