Windkraftanlagen erzeugen schlechtes Karma

Umweltschutz ist in. Das hat auch die CDU erkannt und plant programmatisch in Richtung der Grünen zu rücken. Allerdings gibt es große Unterschiede in der Auffassung, was Öko ist.

Doch von welchen Unterschieden ist hier genau die Rede?

Zunächst einmal will die Union im Gegensatz zu den Grünen an der Atomkraft festhalten. Plutonium ist schließlich ein Bestandteil der Natur und dessen Nutzung ganz im Sinne unserer natürlichen Möglichkeiten, erklärte CDU-Generalsekräter Ronald Pofalla in einem Interview. Sogenannte alternative Energien wie Wasser- und Windkaft werden dagegen weiterhin abgelehnt. In ihrem neuen vorgestellten Programm lässt die Partei verlauten, die vielen Wasserturbinen und Windmühlen würden das Ökosystem nur zerstören und  ihm keinen Nutzen bringen. Es wird sogar ausdrücklich vor der Wind- und Wasserkraft gewarnt, da sie das Gesamtkarma der Erde ins Ungleichgewicht stürzen.

Und damit wäre auch der größte Unterschied in der Sichtweise des Öko-Begriffs angesprochen: Während die Grünen ihren Hang zur Naturverbundheit mit karierten Strickpullovern, Fahrradfahren und Kiffen zum Ausdruck bringen, geht die CDU nun zwei Schritte weiter und übernimmt für ihre Ideologie die aus dem Hinduismus stammende Karmalehre, die grob zusammengefasst vorschreibt, dass alles im Universum im Gleichgewicht steht und jede Störung furchtbare Ereignisse nach sich zieht.

So würde man laut CDU mit der Energiegewinnung aus Wind- und Wasserkraft den Planeten schamlos ausbeuten und seine natürlichsten Rohstoffe, nämlich Wind und Wasser, für egoistische Zwecke nutzen, was falsch und widerwärtig wäre. Doch was sei mit Erdöl und sonstigen Bodenschätzen, die ebenso abgebaut werden und zudem begrenzt sind?

Dieser Kritik sei man sich bewusst, erklärte Pofalla, daher müsse man der Bevölkerung das neue ökologische Programm der CDU besser verständlich machen: Stellt man sich die Erde als ein lebendiges Wesen vor, dann würde das Graben nach Bodenschätzen nur Fleischwunden hinterlassen, die nach einiger Zeit wieder vollständig heilen. Das Ausnutzen von Wind und Wasser jedoch wären ein Eingriff in die Seele  und das Blut der Erde. Dieses schlechte Karma, das wir Menschen damit verursachen, würde zudem eindeutig die vielen Naturkatastrophen erklären, sagte Pofalla. So seien das furchtbare Erdbeben in China und die aktuellen Überschwemmungen am Mississippi eindeutig Reaktionen auf die Wind- und Wasserenergie, welche fälschlicherweise immer mehr Zuspruch finden und somit das Gleichgewicht des Universums durcheinanderbringen.

Die CDU hat sich somit fest vorgenommen in ihrer weiteren Amtsperiode, sollte sie nach den nächsten Bundestagswahlen erneut Regierungspartei werden, jegliche sogenannte alternative Energien abzubauen und wieder verstärkt auf Atom- und Kohlekraft zu setzen.

„Sie hätten doch auch lieber nur eine Wunde am Arm, als vergiftet oder geisteskrank zu sein“, fasste der CDU-Generalsekräter am Ende des Interviews zusammen.

Es wird sich zeigen, ob dieses neue Öko-Verständnis bei den Wählern ankommt.

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