Weniger Urlaub. Keine Rente.

Während die Bundesregierung sich bezüglich der Rente ab 67 eine Schlammschlacht nach der anderen liefert, kommt ausgerechnet aus der Wirtschaft mal ausnahmsweise ein vernünftiger Vorschlag zu diesem brisanten Thema: Nach dem Willen des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft e.V. sollen deutsche Arbeitnehmer nämlich einfach zwei Wochen Urlaub weniger pro Jahr machen. Das würde nicht nur die konjunkturelle Entwicklung positiv unterstützen, sondern auch die eigene Gesundheit schonen. Schließlich wurde kürzlich in einer längst überfälligen Studie festgestellt, dass Freizeit krank macht.

betriebsrente_879695Doch ist damit die Rentenfrage vom Tisch? Ja. Denn die Urlaubskürzung ist nur ein erster Schritt auf dem Weg zur Endlösung des Problems. Der weitere Plan sieht nämlich vor, dass nach und nach der komplette Urlaub gestrichen werden soll. Daraufhin würden noch die Mittagspausen und schließlich sogar der komplette Feierabend wegfallen. Bleiben sollen lediglich noch täglich sechs Stunden Schlaf, und zwar auch an Sonn- und Feiertagen, die bis spätestens 2014 für die arbeitende Bevölkerung abgeschafft sein werden. Das bedeutet im Klartext, dass die Deutschen so lange und ununterbrochen arbeiten müssen, bis sie gesundheitlich nicht mehr dazu in der Lage sind und/oder tot umfallen. Der Vorteil dieser Maßnahme liegt auf der Hand: Zum einen wird kein Arbeitnehmer jemals wieder das Rentenalter erreichen. Und zum anderen muss selbstverständlich die Lücke, die ein Arbeitsausfall hinterlässt, sofort wieder gefüllt werden. Ergo: Automatischer Rückgang der Arbeitslosenzahlen.

Der Vorschlag des Wirtschaftsverbands ist somit nahezu genial, auch wenn uns dadurch eine schwere Zeit bevorstünde. Die Strapazen wären es jedoch wert, wenn wir wüssten, dass nach mehreren Jahren praktisch keine Arbeitslosigkeit mehr vorhanden sein und aufgrund fehlender Rentner genügen Geld in die Kassen gespült würde.

Damit zukünftige Wirtschaftsvertreter nie wieder Bonuskürzungen erdulden müssen.

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Auch der Postillon freut sich auf die Rente

Grafik: Copyright by Karsten Schley