Warum die FDP nicht mit der DDR vergleichbar ist

FDP-Politiker Wolfgang Kubicki behauptete neulich, die Lage seiner Partei erinnere ihn an die Spätphase der DDR. Guido Westerwelle und die noch drei verbliebenen FDP-Wähler reagierten sehr gereizt auf diese Aussage. Zu Recht. Schließlich gäbe es ausreichend Gründe, warum man die FDP nicht mit der DDR vergleichen kann:

Nachdem die DDR auseinanderbrach, wurde sie in die BRD eingegliedert. Die FDP dagegen wäre einfach nur weg.

Freunden und Verwandten in der DDR schickte man aus Westdeutschland das eine oder andere Versorgungspäckchen. In der FDP dagegen hat überhaupt niemand Freunde oder Verwandte. Zumindest keine, die es zugeben würden.

Die DDR hatte zu ihren besten Zeiten starke, einflussreiche Verbündete. Die Hotellobby auf Seiten der FDP kann da nicht wirklich mithalten.

Die Flucht aus der DDR war gefährlich und mit vielen Risiken verbunden. Aus der FDP auszutreten ist dagegen um einiges einfacher, was wohl auch der Grund dafür sein dürfte, warum es so viele tun.

Nach dem Mauerfall sprachen noch viele von der Mauer in den Köpfen. Bei der FDP gibt es nur Bretter. Und zwar außerdem vor den Köpfen.

Die Spreewaldgurken sind eines der wenigen DDR-Produkte, die sich auch heute noch überall größter Beliebtheit erfreuen. Ganz anders als die Gurken der FDP.

Der Trabi ist kein besonders hübsches Auto, doch genießt die Marke bei vielen Menschen einen Kultstatus. Im Gegensatz zum Guidomobil, das lediglich schmerzliche Erinnerungen weckt.

Die DDR hatte die gut organisierte Stasi. Die FDP einen Maulwurf im Hasenkostüm.

DDR-Nostalgie-Parties sind heute keine Seltenheit. Experten bezweifeln jedoch, dass FDP-Nostalgie-Parties jemals außerhalb einer Irrenanstalt stattfinden würden.

Liebe Leserinnen und Leser, fallen Ihnen noch weitere Gründe ein, warum die FDP nicht mit der DDR vergleichbar ist? Oder finden Sie womöglich sogar Gemeinsamkeiten? Schreiben Sie es uns im Kommentarfeld.

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