Wahlkampf bizarr: CSU möchte Cannabis legalisieren

Nicht schlecht staunte die Polizei im bayerischen Moosburg, als sie letzte Woche einen außergewöhnlichen Drogenfund machte: Auf dem von der Stadt bepflanzten Grünstreifen an einem Lärmschutzwall wuchsen meterlange Cannabispflanzen in die Höhe. (Quelle: tz-online.de)

Moosburg, der geheime Drogenmoloch Bayerns?  Oder doch nur ein Fehler bei der Aussaat? Aliens? Die Schweinegrippe? Was geht da vor, in dem kleinen unscheinbaren Ort?

Des Rätsels Lösung lieferte Moosburgs Oberbürgermeister Klaus Niarbiesler, 67,  in einer offiziellen Stellungnahme. Die Cannabis-Pflanzen seien auf seine Anordnung hin angebaut worden, um junge Wählerinnen und Wähler von den Grünen wegzulocken und sie somit für die CSU zu begeistern. Während die Öko-Partei nämlich seit Jahren lediglich die Legalisierung von Cannabis fordert, mache man in der CSU lieber sofort Nägel mit Köpfen. Niarbiesler weiter:

„Wenn junge Leute mehr Marihuana rauchen, dann kommen sie nicht auf dumme Gedanken, wie zum Beispiel Menschen zusammenschlagen. SPD wählen. Oder Amok laufen. Und wenn doch, dann vielleicht nur mit einer Weißwurst oder einem Suppenhuhn bewaffnet, das ist ja dann auf jeden Fall nicht mehr so gefährlich.“

Aus diesem Grund darf die Stadt ihren pikanten Grünstreifen auch vorerst behalten. Da der Anbau von Cannabis aber nachwievor illegal ist, musste man sich auf einen Kompromiss einlassen: Nach dem Vorbild Ursula von der Leyens, wird um die Grünfläche nun ein Wall aus Stoppschildern gezogen, womit das Problem auf einmal keins mehr ist.

So spannend kann Politik sein.

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