Wähler-Verwirrung? Kritik an Horst Schlämmer!

Mit dem Film “Isch kandidiere!” präsentiert sich der von Hape Kerkeling verkörperte Horst Schlämmer als alternativer Kanzlerkandidat und mischt mit seiner gleichnamigen Horst-Schlämmer-Partei den Wahlkampf auf.

Lustig soll das Ganze sein, doch erntet die Aktion zunehmend harsche Kritik. Denn: Das Auftreten einer weiteren nicht real existierenden Kunstfigur, die sich politisch betätigt, würde die Wähler noch mehr verunsichern und verwirren, als es bereits schon der Fall ist, behaupten Experten. Diese Befürchtung spiegelt sich auch in einer jüngsten Umfrage wider, nach der 36% der Befragten tatsächlich glauben, die CDU wäre in den letzten vier Jahren nicht Teil der großen Koalition und somit an den Misserfolgen der Regierung nicht beteiligt gewesen. 23% sind der Meinung, die SPD würde kurz vor der Wahl doch noch einen richtigen Kanzlerkandidaten vorstellen. 12% trauen den Grünen immer noch irgendwelche Ideale zu und stolze 14% glauben gar, Guido Westerwelle wäre eine echte Person.

Echte Personen sind jedoch genau das Stichwort, denn davon gibt es immer weniger in der deutschen Politik. Kunstfiguren sind auf dem Vormarsch: Komiker Oliver Hardy als Angela Merkel. Harmonie-Bärchi als Frank-Walter Steinmeier. Die Schwester des Jungen, der immer “Hilfe, Wölfe!” ruft, als Ursula von der Leyen. Graf Zahl als Franz Müntefering. Der von einer Nacktschnecke verkörperte Karl-Theodor zu Guttenberg – oder umgekehrt, das weiß man leider nie so genau. Und jetzt auch noch Hape Kerkeling als Horst Schlämmer.

Wieviel Show verträgt der Wähler noch, um Politik weiter ernst nehmen zu können?

Westerwelle-Darsteller Spongebob Schwammkopf dazu: “Wir sollten endlich aufhören zwischen Kunstfigur und realer Person zu unterschieden. Unterm Strich sind doch alle Politiker nur taube Nüsschen.”

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Noch mehr zu Horst Schlämmer gibt es auch beim Postillon.

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