Vorschau auf die Leipziger Buchmesse

Am 13. März öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Pforten. Auf der zweitgrößten Buchmesse in Deutschland stellen auf über 84.000 Quadratmetern etwa 2.000 Verlage ihre Neuerscheinungen vor.

Grund genug, einen Blick auf die kommenden Highlights zu werfen und die spannendsten Titel mit Bestseller-Potential vorzustellen:

Nach dem großen Erfolg von „Das Leben ist kein Spiel“, dem Buch, in welchem Boris Becker schonungslos mit seinem privaten Umfeld abrechnet, wird der Ex-Tennisprofi sein neues Buch „Das Leben ist doch ein Spiel“ auf der Messe vorstellen, in welchem er schonungslos mit den Kritikern seines ersten Buchs abrechnet.

Ein klarer Bestseller-Favorit ist auch das neue Werk von Bettina Wulff, die sich in Leipzig mit einem Skandalbuch zurückmeldet. Die Ex-Präsidentengattin, die vor zwei Jahren mit Prostitutionsvorwürfen zu kämpfen hatte, präsentiert den heiß erwarteten zweiten Teil ihrer „Protokoll“-Trilogie. In „Diesseits des Protokolls“ greift Bettina Wulff die Gerüchte um ihre Vergangenheit als Prostituierte auf und beschreibt, welche Erlebnisse sie gehabt haben könnte, wenn sie als Escort-Dame gearbeitet hätte.

Thilo Sarrazin probiert in Leipzig sein Glück mit einem neuen, provozierenden Sachbuch. Der 68-Jährige hatte 2010 mit „Deutschland schafft sich ab“ einen Millionen-Bestseller gelandet. Mit dem nüchternen „Europa braucht den Euro nicht“, konnte Sarrazin jedoch nicht mehr an seinen Erfolg anknüpfen. Um dies zu ändern, wird er sich in seinem neusten Werk auf alte Tugenden berufen. Im Angesicht der aktuellen Diskussion um Sozialtourismus, hat Sarrazin ein nach eigener Aussage „erschütterndes, mit schockierenden Statistiken angereichertes“ Buch über Rumänen und Bulgaren geschrieben. Titel: „Der neue Einwanderer-Terror“.

Horst Seehofer, der die Sozialtourismus-Debatte überhaupt entfacht hatte, wird ebenfalls als Autor ein Buch vorstellen. Sein „Knigge für politisch korrekten Rassismus – Polemik für Anfänger und Fortgeschrittene“ wird bereits vorm offiziellen Erscheinungstermin am 10. Mai als Standardwerk für konservative Politikstudenten gehandelt.

Sehr gespannt darf man auf die Biografie des Limburger Skandal-Bischofs Tebartz-van Elst sein. Endlich kann jeder nachlesen, warum die Privatvilla des Bischofs noch viel zu günstig war und wie er vorhatte, die olympischen Spiele nach Limburg zu holen. Das Buch erscheint stilecht mit Goldrand und Seidenlesebändchen, handgedruckt mit polynesischer Kokostinte auf fußgepresstem Pergament, eingebunden in mundgeschnitztes Ziegenleder, im edelsteinbesetzten Brokat-Schuber.

Leipziger Buchmesse inspiriert

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