Von der Arbeit in einem Sexshop: Tierliebe?

Wie groß kann die Liebe eines Menschen zu seinem Haustier sein? Das musste sich vor einiger Zeit auch mein Arbeitskollege fragen, als er es mit einem älteren Herren und dessen nicht gerade großgewachsenem Hund zu tun bekam.

Der Mann war um die 60 Jahre alt, trug einen Schlapphut und wirkte sehr freundlich. Er hatte seinen Hund dabei. Irgendeinen Mischling mittlerer Größe. Mein Kollege liebt Hunde über alles und so war er durchaus erfreut über den tierischen Besuch. Bis der alte Mann allerdings zu sprechen begann:

Ich würde gerne ins Kino gehen, bitte.
Ähm, und der Hund? Der Kollege hätte ja gerne auf das Tier aufgepasst, damit sein Herrchen mel eben schnell drei Gramm Körperflüssigkeit in die Dunkelheit verschießen kann. Aber das wäre zu viel des Guten gewesen.
Den würde ich doch mitnehmen.
Wie bitte? Nein, das tun Sie nicht. Ich lasse Sie da doch nicht mit dem Hund rein.
Aber der ist wirklich ganz brav…
Nein, das hat doch nichts mit dem Hund zu tun. Ich würde Sie da auch nicht mit einem Schaf oder einer Ziege reinlassen. Mit gar keinem Tier!
Ja, aber…
Nein, keine Chance!

Enttäuscht zog der Mann davon. Doch das sollte nicht die letzte Begegnung mit ihm gewesen sein. Ein paar Wochen später war er wieder da. Wieder bei demselben Kollegen. Dieses mal jedoch wollte er nicht ins Kino, sondern wollte sich bezüglich eines „Gerätes“, wie er sagte, beraten lassen. Das Gerät, was der Mann suchte, war eine Pumpe. Mein Kollege zeigte ihm unser Sortiment, erklärte, was es zu erklären gibt, doch irgendetwas schien den Mann nicht zufrieden zu stellen. Schließlich fragte er:

Haben Sie denn keine kleineren Pumpen?
Hm? Wie klein denn genau? Kleiner als die kleinste Pumpe, die wir haben, kann doch kein Penis der Welt sein. Es sei denn…
Moment, wenn die für Ihren Hund sein sollte, dann können Sie das gleich vergessen!
Oh! Äh… Nein, wirklich nicht…

Nachdem was mein Kollege erzählte, konnte man dem Mann jedoch nicht glauben. Alles deutete darauf hin, dass er sich erwischt vorkam. Allein das rote Gesicht und der ausweichende Blick sprachen wohl dafür. Schließlich verließ der alte Mann daraufhin den Laden.

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