Von der Arbeit in einem Sexshop: The return of the Blob

Der Blob, das ekligste Monster der Neuzeit und unregelmäßiger Stammkunde in unserem Erotik-Kino, machte mal wieder einen erfolgreichen Versuch sich bei mir unbeliebt zu machen…

Es war an einem Samstag, mitten in der Nacht, kurz bevor ich den Laden zumachen wollte. Der Blob schwabbelt sabbernd aus dem Kino und bleibt auf dem Weg nach draußen neben mir stehen:

Ich bin sehr genervt, da müde und gestresst: Ja, kann ich noch irgendwie helfen?

Der Blob sagt kein Wort, starrt mich nur an und ich habe den Eindruck, dass er jeden Moment anfängt zu sabbern.

Was denn?!

Er kramt ein paar 50-Euro-Scheine aus seiner Tasche und zeigt sie mir: Hast du Lust mit in eine Kabine zu kommen? Ich lag mit dem Sabber nicht sehr falsch. Seine Worte werden von kleinen Suckettropfen begleitet, die fröhlich durch die Luft fliegen.

Na klasse. Ich bin nicht nur genervt sondern nun auch sehr sauer, atme aber einmal tief durch und sage ruhig: Nein.

Der Blob wedelt jetzt mit den Scheinen.

Nein, geh nach Hause, Mann. Du nervst.

Ich versuche ihn nicht anzuschauen, erkenne aber aus den Augenwinkeln, dass er mich geistesabwesend anschaut und weiter mit den Scheinen wedelt.

Verdammt, ich will gleich den Laden zumachen. Hau ab, geh nach Hause, Mann!

Komm schon…

Ich merke wie mir gleich der Kragen platzt: Ich hab gesagt du sollst abhauen, du Penner. Hör auf hier dem Personal irgendwelche Angebote zu machen. Verschwinde jetzt, sonst wird’s unangenehm für dich.

Was willst du denn tun?

Das war der berühmte Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte…

Ich prügel dich raus auf die Straße, du Scheißpenner!

Der Blob scheint trotz meiner aggressiven Lautstärke unbeeindruckt, starrt mich weiter sabbernd an. Ich will nicht wissen welche Drogen er genommen hat.

Ach so… Zeig mir nur kurz deinen Bauch.

Was?!

Zeig mir nur mal kurz deinen Bauch.

Hä?! Willst du mich verasrchen?

Heb nur kurz dein Hemd hoch. Bitte.

Jetzt hau ab, du verdammter Penner. Dabei mache ich einen schnellen ausfallenden Schritt auf ihn zu, sodass er vor Schreck zusammenzuckt und wegrennt.

Immerhin konnte ich den Laden noch pünktlich zumachen.

Hinterher ärgerte ich mich natürlich wieder darüber, dass ich nicht gelassener reagiert habe. ich hätte ihm einfach seine Scheine abnehmen und sagen sollen, am nächsten Tag nochmal vorbeizukommen. Mein Kollege hätte sich unheimlich gefreut…

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