Von der Arbeit in einem Sexshop: Satansmusik

Glücklicherweise können wir während der Arbeitszeit fast alles an Musik hören, was wir wollen. So habe ich mir dann auch mal die Freiheit genommen, eines Abends den ruhigen Klängen von Manowar zu lauschen. Nichts ahnend und fröhlich mitsummend, betritt plötzlich mit großen Schritten ein älterer Herr das Geschäft. Noch bevor er mitten im Raum stehen bleibt, bemerke ich seine weit aufgerissenen Augen, mit welchen er sich alsbald hektisch umschaut. Ob er vielleicht etwas sucht? Oder ist er einfach nur betrunken? Senil? Doch kaum möchte ich den Mund aufmachen, um wenigstens einen guten Abend zu wünschen, sprudeln aus dem seltsamen Zeitgenossen folgende – sehr wütenden – Worte heraus:

Wusste ich doch! War ja klar, dass in so einem ekligen Drecksladen auch noch Satansmusik gespielt wird! Kaum zu Ende gesagt, dreht er sich schon um und verschwindet ebenso hektisch, wie er hereingekommen war.

Manowar, Satansmusik? Toll. Wieder etwas dazu gelernt.

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