Verkehrsminister Ramsauer ein Nazi?

Was für eine Frage, werden sich nun viele Leser denken. Ramsauer ist doch schließlich CSU-Mitgleid. Aber die schwarzbraune Organisation ist hier nicht gemeint: Peter Ramsauer gehört nämlich der studentischen Verbindung Franco-Bavaria München an, die zusammen mit anderen Verbindungen aus Deutschland und Österreich in dem Dachverband „Deutsche Burschenschaft“ (DB) zusammenschlossen ist. Das „Problem“:

Die DB setzt sich laut ihren Grundsätzen „für die freie Entfaltung deutschen Volkstums in enger Verbundenheit aller Teile des deutschen Volkes“ ein, „unabhängig von staatlichen Grenzen“. Weiter heißt es: „Unter Deutschland verstehen wir den von Deutschen bewohnten Raum in Mitteleuropa einschließlich der Gebiete, aus denen Deutsche widerrechtlich vertrieben worden sind.“ Die Souveränität Polens wird offen in Frage gestellt und in der hauseigenen Verbandszeitschrift „Burschenschaftliche Blättern“ – in welcher Ramsauer des öfteren als Autor in Erscheinung trat – wurden auch schon Diskussionen mit Verbandsmitgliedern aus der NPD über die Verdienste verschiedener Nazi-Größen geführt. So müsse man die großen Erfolge berücksichtigen, die Hitler in den ersten sieben Jahren seiner Herrschaft feierte, nämlich das Ende der alliierten Rheinlandbesetzung sowie die Vereinigung Österreichs und der Sudetengebiete mit dem Deutschen Reich. (Quelle)

Wie kann ein Volksvertreter Mitglied in solch einem Verein sein, fragen sich nicht nur linke Hippies zu Recht. Ganz einfach: Zu Hitlers Verdiensten werden schließlich auch die Autobahnen gezählt und da ist es kein Wunder, dass der deutsche Verkehrsminister einen entsprechenden Bezug dazu aufweisen kann.

Peter Ramsauer ist demzufolge keineswegs ein verkappter Nazi, sondern lediglich ein Mann, der sein Beruf ernst nimmt. Gerade ein Minister sollte schließlich eine persönliche Verbindung zum von ihm geleiteten Ressort haben. Und da geht unser Verkehrsminister mit gutem Beispiel voran, was man nicht von allen Regierungsmitgliedern behaupten kann. So ist Familienministerin Kristina Köhler nachwievor ledig und kinderlos, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen arbeitet nicht, weil sie sich um sieben Kinder kümmern muss, Finanzminsiter Wolfgang Schäuble sitzt immer noch im Rollstuhl, obwohl er den Haushalt wieder zum Laufen bringen sollte und Angela Merkel ist immer noch Angela Merkel.

Da loben wir uns doch wenigstens Verkehrsminister Peter Ramsauer. Weiter so!

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