Ukraine-Krise: Verfassungsschutz schleust V-Leute in Moskau ein

Die Krise in der Ukraine zeigt immer deutlicher, wie machtlos die EU scheinbar ist. Die halbherzigen und verspäteten Sanktionen gegen Russland haben Putin nicht davon abgehalten, die Ukraine weiter zu destabilisieren.

V-Leute in RusslandDamit die Situation nicht eskaliert, hat sich nun der deutsche Verfassungsschutz eingeschaltet. Über 600 V-Leute sollen in den kommenden Wochen Putins Kreise infiltrieren und wichtige Informationen sammeln. Der Fokus liegt in erster Linie auf die Moskauer Regierung, aber auch das Militär, die staatlichen Medien und natürlich die prorussischen Aktivisten in der Ukraine sollen die V-Leute unterwandern.

Durch diese Maßnahme hofft die Bundesregierung, endlich genügend Beweismaterial sammeln zu können, um einen wirksamen Verbotsantrag gegen Putin auf den Weg zu bringen.

Die Verfassungsschützer greifen dabei auf ihre langjährige Erfahrung aus der Arbeit im Neonazi-Umfeld zurück, wo die V-Leute zur Höchstform aufgelaufen sind. Viele dort eingesetzte Beamte kann man inzwischen gar nicht mehr von einem echten Nazi unterscheiden. Diese Hingabe für die gerechte Sache verspricht man sich nun auch von der Mission in Russland.

„Unsere Leute werden wie die Russen lügen und täuschen, grimmig gucken, hier und da einen Molotow-Cocktail werfen, Panzer fahren, und natürlich auch Borschtsch essen und viel Wodka trinken“, erklärt Hans-Georg Maaßen, Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz. Ziel sei es, „wie der Russe zu denken“, um im Notfall auch präventiv handeln zu können, beispielsweise für den Fall, dass Putin Ost-Berlin annektieren möchte.

„Selbstverständlich wird die Tarnung nie aufgegeben. Sollte Putin erwartungsgemäß die Weltherrschaft an sich reissen, werden unsere V-Leute weiterhin die Verbrechen dokumentieren“, verspricht Maaßen. Gleichzeitig bewahre man sich die Option, Putin selbst durch einen V-Mann auszutauschen.

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