Tröglitz: Nach dem Brandanschlag werden Flüchtlinge im Luxushotel untergebracht

Das Luxushotel für die FlüchtlingeNach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Tröglitz in Sachsen-Anhalt hat der zuständige Landrat angekündigt, sich nicht von den schrecklichen Umständen einschüchtern zu lassen. Die zu erwartenden 40 Flüchtlinge sollen trotzdem ab Mitte Mai aufgenommen werden. Da die Unterkunft jedoch abgebrannt ist, werden die Flüchtlinge nun in einem Luxushotel außerhalb von Tröglitz untergebracht. Auf Kosten der NPD.

Das Fünf-Sterne-Kurhotel Fürstenstein befindet sich inmitten einer malerischen Naturkulisse und ist über den Landesgrenzern hinaus bekannt für seinen modernen Komfort. Den Gästen wird nicht nur ein exklusiver Service geboten, sondern es steht ihnen auch ein großer Entspannungsbereich zur Verfügung, mit Massagen, Sauna, Dampfbad und Whirlpool. Dazu ein Fitnessbereich und ein 50 m langer, beheizbarer Innenpool mit einem Planschbecken für Kinder.

In kulinarischer Hinsicht wird ebenfalls sehr auf das Wohl der Flüchtlinge geachtet. Das durchgehend geöffnete Hauptrestaurant „Brunnenhof“ serviert das Beste der internationalen Küche und im Gartenrestaurant „Schlossberg“ gibt es Gourmet-Pizza-Gerichte und leckere Häppchen. Hier speist man neben kleinen Wasserfällen und unter exotischen Mangobäumen, in denen abends unzählige kleine Lämpchen glitzern.

Bezahlt wird das Ganze mit den Politikergehältern der NPD, deren Abgeordnete mit sofortiger Wirkung nicht mehr entlohnt werden, verkündete Innenminister Thomas de Maizière. „Die sind für den ganzen Ärger mitverantwortlich, also sollen sie auch für die Kosten aufkommen“, hieß es in einer Erklärung. Dass die NPD gerichtlich dagegen vorgehen wird, ist dem Innenminister natürlich bewusst. „Bis die NPD allerdings mit einer Klage durchkommt, ist die Partei längst verboten“, kommentierte de Mazière gelassen.