Tote können die Wahl entscheiden

Was viele nicht wissen: Im Jahre 2008 wurde Toten endlich das langersehnte Wahlrecht erteilt. Damit darf bei den diesjährigen Bundestagswahlen, neben den Frauen, eine weitere Randgruppe die Regierung mitbestimmen.

Dennoch scheinen zahlreiche Tote mit der neuen Situation überfordert zu sein. So zeigten sich beispielsweise viele äußerst enttäuscht darüber, dass Otto von Bismarck nicht mehr als Kanzler kandidiert. Ebenso herrscht große Unsicherheit darüber, welche Partei man überhaupt wählen sollte, da die Stammparteien von einst zum Teil gar nicht mehr existieren.

Dann ergeht es vielen wie Alfons Schabrowski, 172, der wie zu Lebzeiten der VRP seine Stimme geben wollte, aber sich kurzfristig für eine andere Partei entscheiden musste. Willkür ist da vorprogrammiert. Das macht die Wahl zwar auf der einen Seite spannender, auf der anderen jedoch fehlt es ihr dadurch auch an Aussagekraft.

Doch den meisten Toten scheint ihr neugewonnenes Wahlrecht sowieso egal zu sein. Auf die Nachfrage hin, ob sie denn jetzt ihr neues Recht auch wahrnehmen würden, lautete die häufigste Antwort: „Mmmmrrrrrrrhnnnsz, Gehirrrrrrne!“

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Foto: Enttäuschter Neuwähler.

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