Stille Nacht?

Joseph Mohrs „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ ist inzwischen ein zeitloser Klassiker, der schon in unzähligen Sprachen übersetzt wurde. Doch nur wenige wissen, dass Partykönig Mohr sein Gedicht ursprünglich als Ode an den 31. Dezember verfasste. Erst seine quängelnde Frau drängte ihn dazu, das ausergewöhnliche Gedicht an die Weihnachtszeit anzupassen.

Nachfolgend lesen Sie nun endlich die lange als verschollen geglaubte Originalfassung:

Laute Nacht! Seltsame Nacht!

Laute Nacht, seltsame Nacht,
niemand schläft, lüstern lacht
die betrunkene tobende Schar,
Feuerwerk im brennenden Haar!
Das war’s dann jetzt mit der Ruh!

Laute Nacht, seltsame Nacht,
die der Welt den Knall gebracht!
Durch der Böller Halleluja
tönt es laut von fern und nah:
Hilfe, Silvester ist da!

Laute Nacht, seltsame Nacht,
wo sich heute unbedacht,
reichlich Alkohol verschenkt,
jemand seine Hand zersprengt.
Und zwar überall auf der Welt!

Laute Nacht, seltsame Nacht,
jetzt wird nicht mehr klar gedacht.
Es schlägt des Jahres letzte Stund,
wir trinken uns die Kehlen wund,
Neujahr, in deiner Geburt!

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In diesem Sinne: Feuchtfröhliche Endjahresgrüße! Und einen schmerzfreien Start ins neue Jahr!

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Und wer wissen möchte, warum man sich dieser Tage eigentlich einen guten Rutsch wünscht, der sollte mal hier vorbeischauen!

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