Skandal: Doch kein Paintball-Verbot

Die große Koalition scheint wohl anzunehmen, dass erwachsene Menschen weiterhin für sich selbst beurteilen können, ob sie ihre Freizeit damit verbringen wollen, sich mit Farbkugeln zu beschießen. Mit anderen Worten: Paintball wird nun doch nicht verboten werden. Ein Skandal.

Dabei ist Paintball um einiges gefährlicher als der Umgang mit echten Waffen, der ja zu Recht von der Politik gar nicht erst diskutiert wird. Immerhin müssen Paintballspieler volljährig sein, um auf die abgesperrten Geländeflächen zugelassen zu werden. In Schützenvereinen dürfen dagegen schon Vierzehnjährige eine scharfe Waffe in die Hand nehmen. Darüber hinaus waren mehrere Amokläufer in Schützenvereinen aktiv, hatten aber absolut nichts mit Paintball am Hut. Das muss man sich erstmal vorstellen: Keine Verbindung zu Paintball. Und dann will man das Verbot zurückziehen. Unfassbar.

Des weiteren dürfen Paintballwaffen weiterhin ohne besonderen Sicherheitsbestimmungen zu Hause aufbewahrt werden, wo sie in falsche Hände gefährliche Blutergüsse und unauswaschbare Flecken erzeugen können. Sportschützen dagegen müssen sogar versprechen und mit ihrer Unterschrift dafür bürgen, dass sie auf ihre Waffen Acht geben.

Ein weiteres Risiko stellen Paintballwaffen bei lebensbedrohlichen Situationen dar: Wird man daheim von einem Rudel Bären angegriffen, sind Farbkugeln nutzlos. Mit einem Koffer voller großkalibriger Waffen kann man jedoch nicht nur ein Rudel sondern eine ganze Invasion zurückschlagen.  Was ja, wie allgemein bekannt ist, sehr oft vorkommt. Unverständlich also, dass man Paintball, ein sogenannter Sport, der die Illusion verkaufen möchte, man hätte eine echte Waffe in der Hand, nicht verbietet.

Armes Deutschland.