Schlagloch-Fonds: Torsten Albig möchte Schlaglöcher mit Euro-Münzen flicken

schlaglochSchleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig hatte kürzlich die Erhebung einer Sonderabgabe von allen Autofahrern gefordert, um Straßenreparaturen besser zu finanzieren. Damit löste Albig jedoch eine Welle der Empörung aus. Selbst Parteigenossen sprachen von einem „groben Unfug“. Albig selbst fühlt sich allerdings missverstanden und sein Vorschlag falsch dargestellt.

Nach dem kritischen Medien-Echo zum sogenannten Schlagloch-Fonds meldet sich der Ministerpräsident nun erneut zu Wort. „Ich kann den Unmut der Menschen verstehen, denn natürlich ist die Befürchtung da, dass das Geld wie üblich nicht für das verwendet wird, wofür es vorgesehen ist“, sagte Albig. Dies wäre jedoch in diesem Fall nicht gegeben. „Das Geld würde als Material benutzt werden, um Schlaglöcher zu stopfen“, hieß es.

Studien hätten schließlich gezeigt, dass Geld – insbesondere der Euro – zu den besten Baumaterialien gehört, erklärte Albig.

Am besten dafür geeignet seien natürlich Münzen, aber auch Scheine wären je nach Straßenbelag einsetzbar. Um sich vom Nutzen dieser Maßnahme zu überzeugen, sollen Autofahrer auch persönlich beim örtlichen Straßenverkehrsamt Bargeld abgeben können. Auch soll es möglich sein, kleine Geldsäcke an der Straße abzulegen, die dann von amtlichen Straßenmeistereien direkt vor Ort eingeschmolzen werden.

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