Rechenfehler bei der Maut? Für Dobrindt eine glatte Lüge: „Habe doch gar nichts berechnet!“

Dobrindt und die MautDas Maut-Vorhaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt basiert angeblich auf fehlerhaften Berechnungen. Eine von den Grünen in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass die Maut nicht die von Dobrindt ausgerechneten 700 Millionen Euro pro Jahr einbringen wird, sondern lediglich die Hälfte. Das bedeutet im Klartext, dass die Maut in ihrer gegenwärtigen Form überhaupt keinen Beitrag zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur leisten würde.

Diesen Vorwurf will sich Dobrindt allerdings nicht gefallen lassen. „Alles Lüge!“, wettert der Minister. „Ich habe nie irgendetwas berechnet, höchstens geschätzt oder fantasiert.“ Für ihn sei die Studie daher völlig wertlos, da sie auf der falschen Annahme beruht, das Maut-Konzept wäre in irgendeiner Weise berechnet worden.

„ 700 Millionen, 700 Milliarden, ich hätte alles behauptet, um Aufmerksamkeit zu bekommen“, erklärt Dobrindt. „Tatsache ist, dass die Studie nicht aussagekräftig ist.“ Sein Fazit: „Warten wir einfach ab und schauen, was passiert. Vielleicht nimmt die Maut ja auch nichts ein. Dann werden die ganzen Nörgler dumm aus der Wäsche gucken.“

Dobrindt Maut

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.