Putin zieht Truppen ab: Krim-Annexion war nur ein Aprilscherz

Ganz überraschend sind in der Nacht vom 31. März auf den 1. April alle russischen Truppen von der Krim abgezogen worden. Laut Zeugenaussagen war noch vor Sonnenaufgang nichts mehr von der russischen Präsenz zu spüren. Als hätte das Militär nie einen Fuß auf die Krim gesetzt.

Die Erklärung dafür folgte heute Morgen in einer E-Mail, die gleichzeitig an alle westlichen Regierungen verschickt wurde. Wladimir Putin höchstpersönlich erklärt darin, dass die Annexion der Krim lediglich ein lang geplanter, aufwendiger Aprilscherz gewesen sei. Damit wollte man zeigen, dass Russland trotz Menschenrechtsverletzungen zu den witzigsten Ländern der Welt gehört.

Die Idee dafür kam ihm eines Nachts auf der Toilette, als er in der Zeitung über Janukowitschs Flucht aus der Ukraine las, sagte Putin. Dem Westen einen ordentlichen Streich zu spielen, war schon lange ein Wunsch von ihm und die bürgerkriegsähnlichen Zustände im Nachbarland boten auf einmal die perfekte Kulisse, um sich mir der NATO und der EU endlich einen überfälligen Scherz zu erlauben. Auch beim Militär kam dieser Plan am besten an, denn für seinen groß angelegten Aprilscherz standen mehrere Vorschläge zur Wahl. „Es wäre auch toll gewesen, Kuba zu besetzen oder das Zarentum wieder einzuführen“, erklärte Putin, „aber dafür fehlte die Zustimmung. Vielleicht nächstes Jahr“.

russland lacht

Als Erinnerung an diesen „größten Aprilscherz aller Zeiten“, wie russische Zeitungen heute titeln, bekommen die westlichen Regierungschefs im Laufe der Woche ein Fotoalbum mit den „schrägsten Gesichtsausdrücken von Obama, Merkel und Co während der Krise“ geschenkt.

Angela Merkel reagierte sportlich. „Ein gelungener Streich. Chapeau, Herr Putin“.Auf die Frage, ob sie dem russischen Präsidenten nun ebenfalls einen Streich spielen möchte, antwortete sie gelassen: „Wer weiß, vielleicht bekommt er in den nächsten Tagen mehrere Pizzen geliefert, die er nie bestellt hat, hihi“.

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