Pränataler Alkoholismus

Unfassbar! Da dachte ich, Alkoholismus fängt frühestens im Kindergarten an, als mich folgende Meldung eines Besseren belehrte:

Baby mit 2,9 Promille Alkohol im Blut geboren

(Quelle: welt.de)

Was treibt Ungeborene dazu zur Flasche zu greifen? Pränataler Frust? Dringen Gerüchte über die Sinnlosigkeit des Daseins etwa bis in den Mutterleib vor? Ist es folglich die Angst vor dem Leben, Panik vor einer möglichen Unterträglichkeit des Alltags, die Babies zu Alkoholiker werden lassen? Experten sagen ja. Und es wird immer schlimmer.

Was geht in so einem kleinen Menschen nur vor? Es ist auf der einen Seite sehr tragisch, dass immer mehr Föten ihre Fruchtblase in eine Alkblase verwandeln und man ihnen vor dem Wurf nicht wirklich helfen kann, doch es ist auch äußerst skandalös, wie gewissenlos sie dabei handeln. Schließlich treibt ein Ungeborener u.U. auch seine an ihm gebundene Mitter in den Alkoholismus und stürzt somit eine unbeteiligte Person ins mögliche Verderben.

Betroffenen Müttern wird daher dringend zu einem hohen Knoblauch-Konsum geraten,  wenn das Kind im Leib häufiger zu Hochprozentigem greift und sich auch nicht davon abbringen lässt. Die Wirkstoffe im Knoblauch sollen dafür sorgen, dass der Fötus betäubt wird. Es ist zwar nur eine erste Notlösung, aber immer noch eine bessere als Abtreibung.

Es gibt aber auch durchaus nachvollziehbare Gründe für embyonalen Alkoholismus, wie ein jüngster Fall aus Bochum zeigt:

Kevin (0) sagte nach seiner Geburt zu der leitenden Hebamme, er wäre über die Nachrichten der letzten Monate sehr besorgt gewesen und wollte daher auf Nummer sicher gehen. Auf die Frage was er genau meine, antwortete Kevin, er wollte durch den vielen Alkohol im Körper einen niedrigeren Gefrierpunkt desselbigen erreichen, für den Fall, dass seine Mutter vorgehabt hätte ihn in die Tiefkühltruhe zu stecken. So wäre im Notfall mehr Zeit dagewesen um dem Erfrierungstod doch noch entkommen zu können.

Sprachliche Barierren zwischen ihm und seiner Mutter (Kevin erbte ausschließlich die norwegischen Sprachgene seines Vaters) hätten leider jegliche Kommunikation verhindert, um etwaige Missverständnisse auszuschließen.

Nicht alle alkoholisierten Babies sind jedoch wie Kevin. Die meisten sehen für sich entweder keine Zukunft, werden also in erster Linie von Depressionen in die Sucht getrieben, oder sie rebellieren schlichtweg gegen ihre Eltern, insbesondere die Mutter, um frühzeitig zu signalisieren, dass sie mit ihrem Körper – selbst wenn er noch nicht fertig entwickelt ist – machen können, was sie wollen.

Der ersteren Problemgruppe muss viel Aufmerksamkeit geschenkt werden, damit rechtzteitig nach Lösungen gesucht werden kann; der zweiteren Gruppe würden dagegen ein paar deftige Ohrfeigen helfen. In beiden Fällen muss man sich jedoch fragen, wie das bewerkstelligt werden sollte.

Nichtsdestotrotz ist Baby-Alkoholismus ein gefährlicher Trend, über den leider bestimmt noch häufiger berichtet werden wird.