Paramantus verwüstet Bayern

Der eine oder andere mag sich vielleicht noch an Sturmtief „Emma“ erinnern, das vor einiger Zeit über Deutschland fegte und sich fragen wie es heute den Opfern geht, wie die Schäden insgesamt ausgefallen sind oder wie zukünftige Sturm-Warnungen verbessert werden können. Ich dagegen frage mich lediglich wer zum Teufel dieses Tief „Emma“ genannt hat.

Nun, im Endeffekt ist natürlich das Institut für Meteorologie für die Namen von Hoch- und Tiefdruckgebieten verantwortlich, aber grundsätzlich kann jeder Bürger einen Namen vorschlagen, kaufen oder ersteigern. Zur Zeit ist es möglich, gegen eine festgelegte Summe von aktuell 299 Euro für ein Hoch und 199 Euro für ein Tief, eine Wetterpatenschaft erwerben. Der Name darf jedoch kein allzu beliebiger, sondern muss ein standesamtlich annerkannter sein. Die unterschiedlichen Preise erklärt das Institut damit, dass innerhalb eines Jahres viel mehr Tiefs als Hochs gemessen werden (es besteht ein Verhältnis von ca. 3:1). Alternativ ist es wie erwähnt auch möglich das Recht auf eine Benennung zu ersteigern. Bei ebay laufen tatsächlich regelmäßige Auktionen ab.

Woher also „Emma“ letztendlich kommt, lässt sich nicht sagen, die Fantasie- und Humorlosigkeit dieses Namens ist aber glücklicherweise nicht die Regel. Allein im letzten Jahr zierten außergewöhnliche Namen wie Xenocrates, Lancelot, Quasimodo, Adelgund, Valeska und Xirdenia die deutschen Wetterkarten.

Der schönste Name fehlt allerdings bislang. Doch Paramantus verwüstet Bayern klingt schon toll. Oder?

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