Papst Franziskus spricht Obdachlosen aus Paderborn heilig

Guennis BaumUnter großen Feierlichkeiten wurde am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom der verstorbene Günther Kobilansky aus Paderborn zum Heiligen erhoben. Mehr als eine Million Besucher waren beim Spektakel dabei. Kobilansky, der über 30 Jahre lang auf der Straße lebte und bei seinen Freunden nur als Günni bekannt war, soll im Sommer ’99 einen toten Baum wieder zum Leben erweckt haben. Dieses vom Vatikan bestätigte Wunder ereignete sich, als Günni in den frühen Morgenstunden volltrunken gegen den abgestorbenen Baum pinkelte. Der Urin ließ daraufhin auf „göttliche Weise“ neue Blüten sprießen.

Bis heute ist „Günnis Baum“ eine Pilgerstätte für Gläubige aus aller Welt. Für viele Menschen ist die Heiligsprechung daher längst überfällig gewesen. „Günni sprach oft davon, dass ihm Engel erschienen seien“, erzählen Freunde. „Meistens nach ein paar Flaschen Schnaps, da fühlte er sich Gott besonders nah.“

Papst Franziskus feierte den Paderborner nun gemeinsam mit 150 Kardinälen und etwa 1000 Bischöfen. Vor der tosenden Menge am Petersdom verlas Franziskus die Formel, mit der Günni in das Verzeichnis der Heiligen aufgenommen wurde. Damit kann er nun von allen Katholiken als Heiliger verehrt werden.