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Zusammenschluss von IS und Boko Haram: Kartellamt spricht Bedenken aus

Boko-ISEinige Kartellwächter sehen den geplanten Zusammenschluss der beiden islamradikalen Terror-Organisationen IS und Boko Haram nicht ganz unkritisch. Nach Einschätzung des Bundeskartellamts könnte die Fusion zu noch mehr inhaltsleeren Empörungen westlicher Politiker führen. Ihre Bedenken hat die Behörde nun der EU-Kommission übermittelt, sagte ein Sprecher gegenüber der Presse.

Angesichts der kartellrechtlichen Bedenken hat sich der IS nun unter anderem dafür stark gemacht, Starthilfe für einen neuen Wettbewerber anbieten zu dürfen. Experten gehen jedoch davon aus, dass dies nicht nötig sein werde. Der geplante Zusammenschluss führe nämlich bei näherer Betrachtung nicht zu einer marktbeherrschenden Stellung der beteiligten Organisationen auf den relevanten Anschlags- und Märtyrermärkten. Aufgrund der unterschiedlichen geografischen Schwerpunkte komme es in den betroffenen Verbreitungsgebieten außerdem zu keinen Überschneidungen der Tätigkeiten der beiden Gruppen.

Das bedeutet, der islamistische Terror erreicht mit dieser Verbindung zwar durchaus eine Alleinstellung oder kommt ihr zumindest nahe. Angesichts der „vielen verblendeten Idioten in dieser Welt, in denen viel Potential für andere Terror-Organisationen steckt“, sei der Zusammenschluss dennoch zu erlauben, erklärte das Bundeskartellamt.

 
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Neu im Kino: Russenzähmen leicht gemacht

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Auf der kleinen Insel Krim, tief im Osten, wird nicht lange gefackelt: Tapfere Ukrainer müssen ihre Insel regelmäßig vor wilden Russen beschützen, die ihnen das Leben zur Hölle machen. Auch der schmächtige Teenager Wladimir, mit dem Beinamen “der Trinker”, ist Feuer und Flamme für die Russenbekämpfung – nur leider hat er im Umgang mit Waffen zwei linke Hände. Da aber sein Vater ein berühmter Russenjäger ist, soll auch Wladimir an der Kampfschule nun endlich die raue Kampfkunst der Ukrainer erlernen. Doch ehe Wladimir – der übrigens ein pfiffiger und begeisterter Tüftler ist – den gefürchteten Unterricht antreten kann, wird sein Dorf von einer Horde Russen angegriffen. Das ist Wladimirs große Chance, einmal einen Russen zu besiegen und seinen Vater mit Stolz zu erfüllen. Mit viel Mut und Köpfchen gelingt es ihm, einen FSB-Offizier, eine der gefährlichsten Russenarten, abzuschießen. Doch als Wladimir seinem Opfer gegenübersteht, traut er seinen Augen kaum: Traurig schnaufend schaut der Russe ihn mit großen Augen an. Statt seinem Vater von seinem bemerkenswerten Erfolg zu erzählen, freundet sich Wladimir mit dem FSB-Offizier an. Es ist der Beginn einer Freundschaft, die vor allem Wladimirs Welt auf den Kopf stellt: Ein Ukrainer, der einen Russen zum Freund hat? Das geht gegen alle Regeln der Tradition! Niemals wird sein Vater das akzeptieren…

Den Kiew-Studios ist mit Russenzähmen leicht gemacht ein visuell beeindruckendes und dabei ebenso warmherziges Abenteuermärchen gelungen. Die Ausgestaltung des Ukrainerdorfes und seiner Einwohner nimmt sich dermaßen detailverliebt aus, dass man die schrulligen Bewohner schon nach wenigen Minuten ins Herz geschlossen hat. Dem gegenüber steht eine schier endlose Zahl liebevoll karikierter Russen jeglicher Art. Allein mit der Optik kann der Film also spielend punkten und schafft es schnell, den eigentlich so brandgefährlich scheinenden FSB-Offizier mit seiner putzigen, unbedarften Art zum heimlichen Star des Films zu machen. Der Film hat einige wahnsinnig gute Lacher auf seiner Seite und punktet zudem noch mit dem akuten Niedlich-Sein der Russen, die in ihren besten Momenten mehr wie verspielte Blauhelme wirken, denn wie brandschatzende Soldaten.

Der perfekte Film für die ganze Familie.

 
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Deutsche Telekom – Endlich mit NSA-Zertifizierung

Der amerikanische Geheimdienst NSA und der britische Geheimdienst GHCQ haben sich offenbar einen direkten Zugriff auf die Netze der Deutschen Telekom verschafft. Warum auch nicht? War ja ganz einfach.

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Importverbot für russische Luxusgüter: Besserverdiener reagieren mit Hamsterkäufen

WodkaDie Ukraine-Krise hält an und die EU-Außenminister diskutieren offen über weitere wirtschaftliche Strafmaßnahmen gegen Russland. Im Gespräch sind derzeit sogar Einfuhrbeschränkungen für russische Luxusgüter wie Wodka, Kaviar, Pelze und Diamanten.

Nach Bekanntwerden dieser neuen Sanktionspläne kam es in ganz Europa jedoch schlagartig zu panischen Hamsterkäufen.  Allein in München stürmten Tausende Bürger die Luxusgeschäfte, um sich kistenweise mit Schmuck und Kaviar einzudecken.

Neben dem Versuch, so auf eine mögliche Knappheit vorbereitet zu sein, ist es vor allem die Angst, in Zukunft bei Aldi einkaufen zu müssen, die Münchens Lokalprominenz  in die Luxusläden treibt. Mittlerweile haben mehrere Boutiquen geschlossen, nachdem die Vorräte dort aufgebraucht wurden. Und die Nachlieferung für Waren ist aufgrund der instabilen Lage durchaus schwierig.

In den besonders dicht besiedelten Luxusvierteln fehlt es dagegen bereits an dem nötigsten. So wird etwa die Wodkaversorgung zunehmend zu einem Problem. Dabei hängen an dem teuren Alkohol viele Existenzen. Experten befürchten, dass nach einem Importstopp für russischen Wodka, die Anzahl der Partyluder um 30 bis 40 Prozent zurückgehen könnte. Auch viele in Luxuskreisen angesehene Berufe wie Spielerfrau oder Model und Schmuckdesignerin dürften ohne Wodka stark gefährdet sein.

Dabei nicht genug: Durch die fehlenden Grundnahrungsmittel und dem Mangel an überteuerten Schmuckstücken drohen sich Depressionen zu verbreiten. Die Versorgung mit Luxusgütern ist somit nicht nur die Befriedigung eines Bedürfnisses, sondern für viele Siedlungsgebiete aktuell ein schwerwiegendes Gesundheitsproblem.

 
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Schokierender Bericht aus der Ostukraine

Die Meldungen aus der Ostukraine sind genauso zahlreich wie widersprüchlich. Ist das russische Militär einmarschiert oder nicht? Gibt es bereits ein Design für die Flagge Neurusslands? Verwenden die ukrainischen Soldaten eigentlich deutsche Waffen? Und liefert noch die Post in der Ostukraine aus?

Um Klarheit in die Sache zu bringen, haben wir unseren Krisenreporter Olli Dick van Cock nach Donezk geschickt. Dort konnte er sich ein genaues Bild von der Situation machen. Was er aus erster Hand berichtet, ist schockierend:

Dunkel war’s, das Licht schien helle,
Sand lag auf der nassen Flur,
als ein Panzer blitzesschnelle,
langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen neun Rebellen,
schweigend im Gebrüll vertieft,
als ein weißgeschminkter Russe,
auf der Straße Schlittschuh‘ lief.
Weiter rechts lag ein Soldat,
schwarzgelockt mit blondem Haar,
neben ihm ein Mondkalender,
nagelneu vom letzten Jahr,
in der Hand ein Schrotgewehr,
das mit Schmalz geladen war.

Donezk

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