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Bundesregierung beschließt Waffenlieferung nach Ferguson

Nach langem Zögern ist die Bundesregierung nun grundsätzlich bereit, Waffen in die Krisenregion Ferguson im US-Bundesstaat Missouri  zu liefern. Darauf verständigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute mit den zuständigen Ministern.

Bei der Waffenhilfe werde Deutschland „aus dem Vollen schöpfen“ und sich „auf das Engste“ mit seinen internationalen Partnern abstimmen, kündigte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier an. Über den genauen Umfang der Lieferungen müsse zwar ausführlich noch beraten werden, allerdings steht bereits fest, dass Rüstungsgüter im Wert von 65 Milliarden Euro für die Lieferung bereitstehen.

Steinmeier begründete den Beschluss mit der Gefahr eines kriegerischen Flächenbrands, der beim Zusammenstoß der Nationalgarde mit den Afro-amerikanischen Demonstranten entstehen kann, falls letztere weiterhin auf die Straße gehen. Eine solche Katastrophe würde auch „uns in Europa und Deutschland unmittelbar betreffen, nur eben mit Türken, statt mit Negern“, sagte der Minister.

Ferguson

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 

 
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Krieg, Oh, Fest der Freude

Die Rüstungsindustrie erlebt rosige Zeiten. Denn: Mehr Waffen braucht das Land… Welches? Na, am besten jedes, ihr Dummköpfe! Ein Beitrag von Martin Greif:

Krieg, Oh, Fest der Freude,
das auf blumiger Flur
wie auf besiedelter Heide,
feiert die menschliche Natur!
Rings aus allen Büschen,
schallt Gewehrgesang hervor,
sich geschwellt zu mischen,
in den Klagejubelchor.

Hass und Macht und Geld,
winden dir den Kranz,
der auf der ganzen Welt,
erstrahlt im Rüstungsglanz,
und den Mächtigen in Fülle,
volle Konten bringt,
bis die Totenstille,
ins Gefilde dringt.

ruestungsindustrie

Grafik: Copyright by Marcus Gottfried. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Stuttgart 21: Israel weitet Bodenoffensive auf Tunnel unter Stuttgarter Bahnhof aus

Die Menschen im Krisengebiet kommen nicht zur Ruhe. Das nächste Hauptziel der israelischen Bodenoffensive ist das Tunnelsystem rund um den Stuttgarter Bahnhof.

Die radikal-grüne Landesregierung hat unter ihrem Herrschaftsgebiet bislang pausenlos mehrere unterirdische Gänge graben lassen. Sie verlaufen zumeist im Grenzgebiet zum Flughafen und dienen unterschiedlichen Zwecken. Auch in Wohngebieten im Inneren der Stadt verlaufen Tunnel, die als Fluchtwege für militante Wutbürger dienen, gab die israelische Armee bekannt.

Die gesamte Führung des Pro-S21-Projekts versteckt sich nach israelischen Informationen seit Beginn der Bauarbeiten in unterirdischen Betonbunkern. Die Zerstörungsmöglichkeiten mit Luftangriffen seien allerdings begrenzt, betont Israel immer wieder. Die Tunnel würden meist erst im letzten Moment entdeckt, wenn Bauarbeiter aus dem Ausgang herauskommen, erklärte der frühere Leiter des Einsatzkommandos der israelischen Streitkräfte, Moische Zim.

Experten befürchten jedoch, dass es trotz der Bodenoffensive kein nachhaltiges Rezept gegen die Tunnel-Bedrohung gibt. Die Bahn drohte bereits mit Vergeltungspreiserhöhungen. Wie man des Problems also ein für allemal Herr werden könnte, ist unklar.

Stuttgart 21

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Ein offener Brief an Wladimir Putin

Mascha Kaléko, galizische Dichterin und Pfannkuchenliebhaberin, richtet scharfe Worte an Putin:

Monsieur Merde, Sir Gun Machine, Graf Rotz,
da wären Sie ja wieder,
den Hof voll Panzer und maskierter Krieger,
treu ergeben, Ihnen, einem sturen Klotz.

Herr, setzen Sie sich doch nicht so in Szene,
mit Gas und Pollonium und so!
Selbst Ihr Gang zum Präsidentenklo
Entlockt mir eine saure Träne.

Kein Friedensschwur, kein Ständchen, keine Ode,
verschleiert Ihre schiefe Bahn,
Mon Dieu, ich kenne Ihren Feldzugsplan,
und die bewährte Offensivmethode.

Herr Putin

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Kein Stierlauf mehr in Pamplona: In Zukunft werden stattdessen Wespen durch die Stadt getrieben

Wir lieben StiereJedes Jahr aufs Neue werden beim spanischen Volksfest „San Fermin“ aufgescheuchte Stiere durch die engen Gassen Pamplonas getrieben, wobei immer auch todesmutige Männer und Frauen zusammen mit den Stieren rennen.

Diese Tradition findet dieses Jahr jedoch ein Ende, wie der Stadtrat nun überraschend bekanntgab. Die Gründe dafür sind auf der einen Seite die vielen Unfälle, die sich in den letzten Jahren immens gehäuft haben, weil viele Stierläufer immer leichtsinniger wurden. Und auf der anderen Seite gibt die Stadt endlich dem Druck weltweiter Kritiker nach, die das Spektakel als Tierquälerei anprangern.

Das Fest als solches wird allerdings nicht abgeschafft. Damit wäre in Pamplona wohl auch nie jemand einverstanden gewesen. Lediglich die Stiere kommen nicht mehr zum Einsatz. Ihren Platz werden in Zukunft mehrere Hunderttausend Wespen einnehmen. Ein Kompromiss, mit dem auch Tierschützer leben können, da die Wespen am Ende des Festes nicht, wie die Stiere früher, getötet werden.

Der berühmte Lauf durch die schmalen Straßen wird somit beibehalten. Und wer es wagt, darf mit den Wespen natürlich mitlaufen und sich von ihnen jagen lassen. Die Route soll dabei, wie übrigens auch jeder Teilnehmer, großzügig mit Zuckerwasser eingesprüht werden, damit die Wespen auf dem vorgegebenen Weg bleiben und unbeteiligte Zuschauer nicht in Gefahr geraten.

Pamplonas Bürgermeister Pedro Falcones war zunächst skeptisch, doch inzwischen ist er, wie die meisten Spanier, sehr positiv auf diese Veränderung eingestellt: „Seien wir doch ehrlich, San Fermin ist deswegen so beliebt, weil alle sehen wollen, wie irgendwelche Trottel aufgespießt oder zertrampelt werden“, sagte Falcones. „Und nun können wir sehen, wie diese Trottel bis zur Unkenntlichkeit zerstochen werden! Super!“

Damit spricht er aus, was viele Spanier denken. Bei dem Stierlauf ging es schließlich schon lange nicht mehr um den religiösen Hintergrund. Das Fest ist zu einem touristischen Wahrzeichen geworden, der nun lediglich einen neuen Anstrich bekommt.

Grafik: (C) Francisco Munguia. All rights reserved.

 
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