Fundstücke
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Griechenland: Ein Kommentar von Heinrich Heine

Heinrich Heine (Lyriker, Baseball-Fan und Krisenexperte) äußert sich zur Griechenland-Debatte:

Griech‘, verspotte nicht die Merkel,
teuer ist dein Lebensplan,
und der bitterliche Sparkurs,
ist kein bloßer Pöbelwahn.

Griech‘, bezahle deine Schulden,
lang ist ja die Lebensbahn,
und du musst noch manchmal borgen,
wie du schon so oft getan.

Griechenland

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Tröglitz: Nach dem Brandanschlag werden Flüchtlinge im Luxushotel untergebracht

Das Luxushotel für die FlüchtlingeNach dem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Tröglitz in Sachsen-Anhalt hat der zuständige Landrat angekündigt, sich nicht von den schrecklichen Umständen einschüchtern zu lassen. Die zu erwartenden 40 Flüchtlinge sollen trotzdem ab Mitte Mai aufgenommen werden. Da die Unterkunft jedoch abgebrannt ist, werden die Flüchtlinge nun in einem Luxushotel außerhalb von Tröglitz untergebracht. Auf Kosten der NPD.

Das Fünf-Sterne-Kurhotel Fürstenstein befindet sich inmitten einer malerischen Naturkulisse und ist über den Landesgrenzern hinaus bekannt für seinen modernen Komfort. Den Gästen wird nicht nur ein exklusiver Service geboten, sondern es steht ihnen auch ein großer Entspannungsbereich zur Verfügung, mit Massagen, Sauna, Dampfbad und Whirlpool. Dazu ein Fitnessbereich und ein 50 m langer, beheizbarer Innenpool mit einem Planschbecken für Kinder.

In kulinarischer Hinsicht wird ebenfalls sehr auf das Wohl der Flüchtlinge geachtet. Das durchgehend geöffnete Hauptrestaurant „Brunnenhof“ serviert das Beste der internationalen Küche und im Gartenrestaurant „Schlossberg“ gibt es Gourmet-Pizza-Gerichte und leckere Häppchen. Hier speist man neben kleinen Wasserfällen und unter exotischen Mangobäumen, in denen abends unzählige kleine Lämpchen glitzern.

Bezahlt wird das Ganze mit den Politikergehältern der NPD, deren Abgeordnete mit sofortiger Wirkung nicht mehr entlohnt werden, verkündete Innenminister Thomas de Maizière. „Die sind für den ganzen Ärger mitverantwortlich, also sollen sie auch für die Kosten aufkommen“, hieß es in einer Erklärung. Dass die NPD gerichtlich dagegen vorgehen wird, ist dem Innenminister natürlich bewusst. „Bis die NPD allerdings mit einer Klage durchkommt, ist die Partei längst verboten“, kommentierte de Mazière gelassen.

 
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Neue Reparationsforderungen: Griechenland verlangt von Rom 816 Fantasilliarden Euro

Das griechische Parlament hat angekündigt, Reparationsforderungen an Rom stellen zu wollen. Konkret handelt es sich dabei um Entschädigungen für die Zeit der römischen Besatzung zwischen dem zweiten Jahrhundert vor Christus und dem zweiten Jahrhundert nach Christus. Es geht um Kriegsschäden, Zwangsabgaben und den Raub von Kunstschätzen. Athen beziffert die Schuld Roms auf mindestens 816 Fantasilliarden Milliarden Euro.

Dazu berief das Parlament einen Ausschuss aller Parteien ein, wie das Parlamentspräsidium mitteilte. Die Regierung spricht dabei von einer „moralischen Frage“, die gelöst werden müsse. Zu den Reparationsforderungen wurde inzwischen spontan eine umfangreiche Studie durchgeführt, auf deren Grundlage der Oberste Gerichtshof Griechenlands nun prüft, in welchem Rahmen die Forderungen an Rom erhoben werden können.

„Grausames Unrecht darf nicht folgenlos bleiben“, kommentierte Premierminister Alexis Tsipras am Wochenende. Anders als in Rom haben in Griechenland die Menschen die Gräueltaten der Legionäre nicht vergessen. Nach den Massakern der römischen Truppen warten die Menschen immer noch auf eine vernünftige Entschädigung und auf eine angemessene Entschuldigung. „Als Signal, dass die zerstörten Familiengeschichten von damals nicht in Vergessenheit geraten“, erklärte Tsipras.

Weiterhin schloss der Premierminister nicht aus, demnächst auch Bulgarien zur Kasse zu bitten. Denn: Im 10. Jahrhundert drangen Bulgaren plündernd in Griechenland ein und eroberten im Jahr 933 mehrere Städte. „Bis heute sind keine Reparationszahlungen bei uns eingegangen“, kritisierte Tsipras. Man wolle jedoch zunächst die Reaktionen aus Rom abwarten, bevor man weitere Forderungen formuliert, hieß es.

reparationsforderungen

Grafik: Copyright by Marcus Gottfried. Alle Rechte vorbehalten

 
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Pegida: Lutz Bachmann präsentiert Impfstoff gegen Islamisierung

 

Pegida

Die um das traditionelle Abendkleid besorgte Pegida-Bewegung sorgt erneut für Aufsehen. Nachdem er lange Zeit geschwiegen hatte, meldete sich Hitler-Imitator Lutz Bachmann nun lautstark zurück und forderte auf der letzten Kundgebung der islamkritischen Organisation eine Impf-Pflicht für potentielle Islamisten. „Erst fühlt es sich noch an wie eine Erkältung, bald aber zeigt sich die radikale Veränderung, zuerst im Gesicht, dann im Browserverlauf“, warnte Bachmann.

Den Impfstoff präsentierte der Pegida-Chef natürlich direkt mit: „Führenden abendländischen Wissenschaftlern ist es gelungen, aus dem Schweiß deutscher Fußballfans, Bier, Weihnachtskugeln, Bockwürsten und Mercedessternen, einen Impfstoff herzustellen, mit dem die Ausbreitung des Islam verhindert werden kann.“

Erste Tests hätten ausschließlich positive Ergebnisse erzielt, sagte Bachmann. Geimpfte Personen bekamen plötzlich Appetit auf Schweinebraten, summten Lieder von Heino und wollten Urlaub am Ballermann machen. Pegida fordere daher eine konzentrierte Aktion von Gesundheitspolitikern aller Parteien, um der Islamisierungswelle eine Impfwelle entgegenzusetzen.

Bachmann erklärte diesen Vorstoß damit, dass allein in Dresden seit Jahresanfang mehr Islamisierungen gezählt wurden als bundesweit in einer einzigen Nacht. „Die rationale Akzeptanz des Islam ist irrational“, kritisierte der Pegida-Chef. „Wer seinem Kind erklärt, dass der Islam ungefährlich ist, gefährdet nicht nur das Abendland, sondern auch etliche hart erarbeitete Vorurteile.“

Bachmann Pegida

Grafiken: Copyright by Andreas Prüstel. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Dobrindt und die Maut: Eine Liebeserklärung in Reimen

Aus dem Poesiealbum von Alexander Dobrindt: Intime Gedanken über die Maut.

Du, Maut, bist gut. Auf deinem Schatten ruht
mein Stolz, mein blinder Populismus.
Du bist sinnlos, bürokratischer Kubismus,
doch macht dein Reiz den Bayern Mut.

Dein Dasein sorgt für manchen Frust,
vergrämt im Ausland Autoglück.
Doch du, mein gütiges Husarenstück,
entflammst mein Herz in wilder Lust.

Dobrindt und die Maut

 

 
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