Fundstücke
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Kompromiss bei der Robbenjagd: Es dürfen nur noch Robbenbabies getötet werden, die nicht süß genug sind

Jedes Frühjahr färbt sich die Eislandschaft vor der Ostküste Kanadas rot mit dem Blut tausender Robbenbabies. Die liebenswürdigen Tiere werden grausam erschlagen oder erschossen, um ihre Felle auf dem internationalen Pelzmarkt verkaufen zu können. Obwohl weltweit in der Kritik, weigert sich die kanadische Regierung diesem Treiben ein Ende zu bereiten. Nun konnten Tierschützer jedoch endlich einen Teilsieg erringen und einen Kompromiss aushandeln.

Im Klartext bedeutet das: Ab 2015 dürfen nur noch hässliche Robbenbabies getötet werden. Fällt ein Tier dagegen unter die Bezeichnung süß oder niedlich, gilt es als geschützt. Ein eigens dafür ins Leben gerufene Ministerium wird die Jagd überwachen, damit die süßen Geschöpfe nicht zu Schaden kommen. Zahlreiche Experten, meist Grundschulmädchen zwischen sieben und zehn, sollen dabei im Vorfeld bestimmen, welches Robbenbaby als besonders süß und welches als nicht so süß gilt. In konzentrierten Gebieten werden die Experten sogar bei der Jagd anwesend sein, um die Richtlinien vor Ort zu kontrollieren.

Damit reagiert Kanada auf den starken internationalen Druck, dem die Regierung so lange ausgesetzt war. Man werde alles unternehmen, um diesen Kompromiss konsequent durchzusetzen, ließ der kanadische Staatssekretär Bret R. Zaun verlauten. “Wir haben verstanden, wie wichtig den Menschen das Überleben süßer Tierbabies ist”, stellte Zaun fest. “Zumindest wenn sie große Knopfaugen haben und weiß und flauschig sind”. Küken, Ferkel und Lämmer bleiben auf Wunsch der Öffentlichkeit selbstverständlich auch weiterhin von der Regelung ausgeschlossen.

Süßes und nicht so süßes Robbenbaby im Vergleich:

Robbenbaby Robbenbaby. Nicht süß.

 
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Abschied vom Bundesadler: Bundestag beschließt neues Wappen

TTIP in der Kritik. Viele Deutschen stehen dem Freihandelsabkommen zwischen EU und USA skeptisch gegenüber. Sehr groß ist vor allem die Sorge vor dem Verlust europäischer Standards. Insbesondere beim Verbraucher- und Umweltschutz, bei der Lebensmittelsicherheit und Arbeitnehmerrechten. Gefürchtet wird ein ungehinderter Import von sogenannten Chlor-Hühnchen, Hormon-Fleisch und allgemein genveränderter Lebensmittel aus den USA.

Um den Bürgern die Angst zu nehmen, hat der Deutsche Bundestag nun beschlossen, sich kurzfristig vom geliebten Bundesadler zu verabschieden und bis auf weiteres ein neues Wappen zu verwenden. Das Bundeshähnchen soll dabei nicht nur das große Vertrauen in das Freihandelsabkommen deutlich machen, sondern auch die Bereitschaft symbolisieren, dass man europäische Werte und Normen guten Gewissens braten könne.

Bundeshähnchen

Das neue Bundeswappen im Einsatz:

Bundesministerium

 
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Krim-Krise: Deutschland baut Bier-Pipeline in die Ukraine

Pipeline in die UkraineNach Wladimir Putins Drohung mit einer Drosselung der Erdgaslieferungen an die Ukraine, stellte Angela Merkel der Regierung in Kiew unerwartet Hilfe in Aussicht. Eine alternative Gaslieferung könne man der Ukraine zwar nicht ermöglichen, doch es gebe auch andere Wege, um die volle Unterstützung des Westens zu demonstrieren, sagte die Bundeskanzlerin. Konkret sieht diese so aus, dass man eine Bier-Pipeline von Deutschland in die Ukraine bauen werde.

“Nach Gas stellt Bier bekanntermaßen die wichtigste Ressource dar”, teilte die Bundesregierung mit. “Wenn Gas knapp wird, steigt natürlich die Bier-Nachfrage, die wir als EU-Partner bestmöglichst zu befriedigen versuchen.”

Die Ukraine habe zwar große Bierspeicher, doch diese sind nicht für den heimischen Bedarf vorgesehen, sondern Teil der Export-Infrastruktur. Mehrere deutsche Brauereien wie zum Beispiel Veltins und Bitburger haben sich inzwischen zu Lieferungen bereit erklärt.

Mit diesem Schritt soll das ukrainische Volk vor einer möglichen Krise bewahrt werden, wobei man gleichzeitig auch auf wirtschaftlicher Ebene den Druck auf Russland erhöhen möchte. Putin müsse deutlich spüren, dass der Westen nicht vom russischen Gas abhängig ist, solange genügend Bier fließt.

Die Pipeline soll bis Ende des Jahres fertiggestellt und in Betrieb genommen werden, heißt es. Angela Merkel verspricht der Ukraine eine Lieferung von bis zu zehn Milliarden Liter Bier jährlich.

Foto: (C) Kevin Kurz, piqs.de, some rights reserved.

 
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GroKo: Schönheit des Regierens

Über 100 Tage GroKo. Wie konnte das eigentlich passieren? Was geht da vor sich, in Berlin? Ein lyrischer Kommentar über Regierungspolitik und Wirtschaft, von Hermann Hesse:

Leichtfüßig, luftig, chrysanthemenzart,
scheint die GroKo sich wie Feen,
in sanften Tänzen um das Nichts zu drehen,
dem sie opfern Sein und Gegenwart.

Schönheit des Regierens, holde Spielerei,
so hingehaucht, so gar nicht abgestimmt,
tief unter der müffelnden Fläche glimmt,
Sehnsucht nach Gold, nach Macht, nach Barberei.

Im Leeren dreht sich, ohne Zwang und Not,
frei die Wirtschaft, stets zum Spiel bereit,
doch heimlich dürstet sie nach Bitterkeit,
nach Krisen und Gewalt, nach Leid und Tod.

Angela Merkel

Foto: Angela Merkel im Kanzleramt, kurz vor einem wichtigen Treffen mit den Wirtschaftsbossen des Landes.

Grafik: (C) thomas501, piqs.de, some rights reserved.

 
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Was macht eigentlich Uli Hoeneß?

Neulich, im Knast. Eine Momentaufnahme.

Uli Hoeneß im Knast

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 
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