Fundstücke
24

Weihnachten: Schlimmer als Anglizismen

wsale

Yeah. Ein Weihnachtssale mit ganz vielen Sonderofferings. Habe aber nichts gekauft, da meine Briefbag zur Zeit nicht so viel hergibt. Stattdessen ging ich lieber noch in die Innencity, um ein Glühwine zu trinken und um mich mal im Vorout nach einem Tannentree umzuschauen.

Dann musste ich auch schon nach Hause fahren, denn es war Zeit fürs Abendfood. Und ich wollte zudem noch meinen Staubsucker reparieren, da ich gestern endlich daran gedacht hatte mir von meinem alten Schulfriend einen Schraubenpuller zu leihen.

……………………………………………………………………………….

 
4

Typisch Hauptschule (denn sie wissen nicht, was sie tun)

Ein Skandal:

Der Leiter einer Hauptschule in Oberösterreich hatte vergangene Woche ein Kuss-Verbot verhängt und damit Widerspruch ausgelöst. […] Doch Zöglinge der Hauptschule zeigten mit einem 20-fachen Dauerknutschen, was sie von dieser Ansage halten. (Quelle: netzeitung.de)

Es ist richtig traurig. Obwohl zu ihrem eigenen Schutz erlassen, verhöhnen die Schüler das Kuss-Verbot mit einem Dauerknutschen. Dabei hatte Schulleiter A. Nahl seinen ganzen Mut zusammengenommen, um dieses Verbot in die Gänge zu leiten. Letztes Jahr gab es nämlich unmittelbar nach dem überfälligen Onanie-Verbot eine ähnliche Reaktion von Seiten der Schüler. Die Reinigungskosten beliefen sich damals auf über 30.000 Euro. Ganz zu schweigen von den zwei gebrochenen Beinen und vier gebrochenen Händen, die zu Stande kamen, als Schüler und Lehrer auf den glitschigen Fluren ausrutschten.

Herr Nahl hätte es also besser wissen können, doch die Gesundheit seiner Schüler war ihm einfach wichtiger. Küssen gehört schließlich zu den sichersten Methoden um eine Krankheit weiterzugeben. Besonders im jetzt vor der Tür stehenden Winter, wenn mal wieder allerlei Grippeviren und Geschlechtskrankheiten umhergeistern, wäre es unverantwortlich das Küssen weiterhin zu erlauben. Hinzu käme noch die Tatsache, dass die wenigsten Jugendlichen so weit aufgeklärt sind, um wissen können, dass man durch Küssen auch Schwanger werden kann. Durch Onanieren blind werden sei eine Sache, aber es wäre schlichtweg unverzeilich, wenn man weiterhin tatenlos zuschaut, wie Jugendliche mit dem Risiko einer ungewollten Schwangerschaft spielen.

Die wohl größte Gefahr besteht jedoch darin, dass Küssen krebserregend ist. Das Gefühl man habe das Bedürfnis zu küssen, weil es sich schön anfühlt, ist nur eine Illusion, die vom Suchtzentrum im Gehirn erzeugt wird. Ein Kuss wird also nur positiv wahrgenommen, schadet dem Körper jedoch auf brutalstmögliche Weise. Ähnlich Zigaretten- oder sonstigem Drogenkonsum.

Trotz der Schülerproteste wird das Verbot selbstverständlich bestehen bleiben. „Wir hatten zwar gehofft, dass die Schüler unsere Entscheidung verstehen würden, aber zur Not setzen wir das Verbot auch mit Gewalt durch. Es ist schließlich nur zu ihrem eigenen Wohl“, sagte Schulleiter Nahl abschließend.

Wir können nur hoffen, dass im nächsten Schritt nicht auch noch der Waffenbesitz verboten wird. Die entsprechenden Proteste wären bestimmt um einiges lauter.

 
5

(Musik) Helium Vola – In Liehter Varwe Stat Der Walt

Ein wunderbarer Song in altdeutscher Sprache mit einem unglaublichen Gute-Laune-Effekt. Hier in einem Club-Remix (doch leider ohne echtes Video).

>

In liehter varwe stat der walt,

der vogele schal nu donet,

div wunne ist worden manichvalt;

des meien tugende chronet

senide liebe;wer were alt,

da sih div çit so schonet?

her meie, iv ist der bris geçalt!

der winder si gehonet!

 
3

Finanzkrise nimmt bizarre Ausmaße an

Spätestens seit bekannt wurde, dass in Manager-Kreisen nur noch Sekt statt Champagner zum Baden verwendet wird und dass auf den Toiletten des Bundestags schon länger keine Koks-Überreste gefunden wurden, hat jeder begriffen wie ernst die aktuelle Wirtschaftskrise ist.

Da kann Otto Normalbürger schon mal in Panik geraten und zu verzweifelten Mitteln greifen. Wie zum Beispiel in Österreich, wo man jetzt sogar anfängt tote Milliardäre wieder auszugraben:

Der Sarg mit der Leiche des vor zwei Jahren gestorbenen deutschen Milliardärs Friedrich Karl Flick ist aus dem Mausoleum im österreichischen Kärnten gestohlen worden. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Mittwoch berichtete, ist die Grabstätte in Velden am Wörthersee vermutlich am vergangenen Wochenende geschändet worden. Außer ein paar Kratzern am Granitstein gebe es keinerlei Spuren. (Quelle: netzeitung.de)

Spinnen die Ösis jetzt völlig, könnte man sich nun im ersten Moment fragen. Und im selben Moment wäre die Antwort selbstverständlich mit „Ja“ zu beantworten. Nichtsdestotrotz gehen unsere südlichen Nachbarn mit der Zeit.

Erstens: Ein toter Milliardär hat in der Regel kostbare Grabbeigaben hinterlegt bekommen. Und wer sagt, dass Grabräuberei nicht mehr aktuell sein muss? Zweitens: Fehlen die Grabbeigaben, kann man von den Verwandten immer noch Lösegeld verlangen. Jeder weiß schließlich wie sehr Reiche an ihren Toten hängen. Tote Geiseln haben zudem einen wunderbaren Vorteil; sie müssen nicht gefüttert werden und außer der unerfreulichen Tatsache, dass sie nach einiger Zeit furchtbar stinken, machen sie sonst keinen Ärger.

Trotz der verlockenden Möglichkeiten, ist die Störung der Totenruhe aber nicht von jedem durchführbar, weil viele mit ihrem anerzogenen Ekel vor Leichen nicht klarkommen. Somit sind solche Fälle eher die Ausnahme. Doch sind solche kriminellen Aktionen sowieso überflüssig, wenn man sich nur ein wenig zusammenreißt und anfängt ein bißchen auf seine Ausgaben zu achten. „Sparen“ heißt das Zauberwort. Damit ist schließlich noch jede Finanzkrise heil überstanden worden. Nachfolgend ein paar Tipps, die der Bund der Steuerzahler neulich herausgegeben hat und die man sich zu Herzen nehmen sollte:

– Klopapier beidseitig benutzen.

– Sich nur im Regen duschen.

– Unterwäsche acht Wochen lang tragen (vier Wochen pro Seite) und dann als Regalboden verwenden.

– Nudist werden, um komplett auf Kleidung verzichten zu können.

– Kondome auswaschen und zum Trocknen auf die Leine hängen.

– Statt Alkohol trinken, gegen die Wand laufen, um den gleichen Betäubungseffekt zu erzeugen.

– Blindenschrift erlernen, um auch im Dunkeln lesen zu können.

– Telefon kündigen und Schnurtelefone zu den wichtigsten Freunden legen.

– Haare aus der Bürste und der Dusche sammeln, um damit Kissen zu füllen.

Und alternativ, wenn man sich nicht einschränken, sondern lieber was dazu verdienen möchte:

– In die Prostitution gehen

– Eine Sekte gründen und die Mitglieder ausnehmen

– Sich im Straßenverkehr vor teure Autos werfen und die Besitzer verklagen.

Viel Erfolg.

 
0

Das Geheimnis des Weichnachtsmannes

Vielleicht liegt es an der immer intensiveren Weihnachtsberieselung in der Öffentlichkeit oder daran, dass vor zwei Tagen der erste Schnee vom Himmel fiel, aber was auch der Grund sein mag – es bescherte mir letzte Nacht einen sehr merkwürdigen Traum:

Dämmerung. Ich bin irgendwo in einer ländlichen Gegend unterwegs, achte aber nicht so sehr auf meine Umgebung. Ein naher Wald, kleine Häuser aus denen schummriges Licht fällt – das ist noch das auffälligste, was mir bewusst ins Auge springt. Interessanter ist jedoch meine Begleitung, denn ich bin nicht alleine: Der Weihnachtsmann – so wie man ihn aus der Coca-Cola-Werbung kennt – geht neben mir her, als wäre es das normalste auf der Welt.

Plötzlich fängt es an zu schneien und der Weihnachtsmann sagt murmelnd: „Oh nein. Schnee… Ich hasse den Winter.“ Ich scheine sehr überrascht über diese Worte zu sein, denn nahezu geschockt entgegne ich ihm: „Bitte was? Wie kannst du sowas sagen? Du bist der Weihnachtsmann, verdammt!“ Er jedoch erwidert gleichgültig und mit einem leisen Knurren: „Ach, ich hab doch nur damals ’ne Wette verloren…“

Und im nächsten Moment wachte ich auf. Schade. Hatte ich etwa das Geheimnis des Weihnachtsmannes gelüftet? Von wegen Nächstenliebe und Kindern eine Freude machen? Die ganze Show nur das Ergebnis eines Wettverlusts?  Er hätte es mir sicher erzählt. Verdammt.

Irgendwie unheimlich.

 
Seite 149 von 175« Erste...102030...147148149150151...160170...Letzte »