Fundstücke
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Noch mehr frischer Wind für die Wahl zum Bundespräsidenten

Nachdem die Linkspartei mit dem Schauspieler Peter Sodann einen eigenen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten vorgestellt hatte, haben nun auch weitere Parteien angekündigt einen Vertreter ihrer Ideale ins Rennen schicken zu wollen.

So sei nach Meinung der Grünen Udo Lindenberg die perfekte Besetzung für dieses Amt, hieß es aus der Parteizentrale, die in dem Sänger den personifizierten Parteigedanken sieht: Ein schnoddriger Alt-Hippie mit Friedensfetisch und Sprachfehler als Folge einer gesunden Vorliebe für Gras. Lindenberg selber dazu: “Weißt du, Bundespräsi wollt ich schon immer machen, ja… Und jetzt zeig ich’s allen. Frieden und so, das ist mein Ding, weißt du… Genaaau.”

Eher als Scherz kann dagegen der Kandidat der FDP betrachtet werden. Die schmuddelige Partei um Oberschmock Westerwelle möchte nämlich die Wachsfigur von Jürgen Möllemann antreten lassen. Geschmacklos? Auf den ersten Blick schon, aber ob nun schlechter Scherz oder nicht: Einen besseren Kandidaten könnte die FDP tatsächlich nicht aufstellen. Und seien wir mal ehrlich: Eine Wachsfigur würde sich nicht viel von Noch-Bundespräsident Host Köhler unterscheiden. Und mehr Ausstrahlung hätte sie zudem auch noch.

Ernstzunehmender wird allerdings der Kandidtat der NPD werden. Die braune Partei mit regelmäßigen Verdauungsproblemen möchte einen großen Schritt nach vorne machen und schickt für dieses wichtige Amt ihr erfahrenstes Mitglied ins Rennen: Eine Steckrübe namens Lutz.

Da müssen sich Horst Köhler und Gesine Schwan wirklich warm anziehen. Wir sind gespannt.

 
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Das böse Zitat #4 (Negativ denken…)

Nur wer von Herzen negativ denkt, kann positiv überrascht werden.
Albert Einstein

Oder auch: Das beste hoffen, aber das schlimmste erwarten… Ein Teufelskerl, dieser Albert.

 
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Reich-Ranicki und das deutsche Fernsehen: Ein Kommentar

Die langen Gesichter im Publikum sprachen für sich, als Marcel Reich-Ranicki den Deutschen Fernsehpreis bei der gleichnamigen Preisverleihung ablehnte und über den “Blödsinn” im Fernsehen schimpfte.

Hinterher gab es unter den großen und kleinen Fischen, ja sogar unter dem Plankton des Fernsehplanschbeckens große Unsicherheit. Entweder man gab Ranicki Recht und musste u.U. das eigene TV-Dasein abwerten oder man verteidigte das Fernsehen mit all seinen “Entertainment-Formaten” als natürliche Erscheinung unserer Zeit und witzelte über Ranicki wie über ein Kleinkind, das keine Ahnung hat was in der großen weiten Welt passiert. Fehlte nur noch, dass man ihm Spitznamen wie Marcel Fantasiereich-Ranicki oder Reich-Raffnixi gab.

Doch was ist mit dem Zuschauer? Ist er es denn nicht, der letztendlich die Macht über das Programm hat? Die Bewohner der Fernsehlandschaft bräuchten sich eigentlich weder zu rechtfertigen noch zu erklären, warum sie das machen, was sie machen. Stichwort Angebot und Nachfrage. Das Fernsehen hat sich seit seinem Bestehen stets dem Zeitgeist angepasst, sodass man das heutige Programm tatsächlich nur als Reaktion auf die Bedürfnisse der Zuschauer betrachten kann.

Sicherlich ist das Fernsehen immer der Initiator, wenn es darum geht die Zuschauer mit immer wieder neuentwickelten Sendungen zu ködern und süchtig zu machen, doch ist besagter Zuschauer nicht zum Zuschauen gezwungen. Man muss dabei folgendes berücksichtigen: Das Fernsehen ist nicht unser Freund, genausowenig wie es zum Beispiel Zigaretten sind. Das sind falsche Freunde, die uns das geben was wir wollen, weil wir es getestet und für gut befunden haben. Egal ob bewusst oder unbewusst. Denn so wie man wie selbstverständlich zur Zigarette greift, obwohl man weiß, dass sie schädlich ist, so schalten wir auch wie von selbst Talkshows und Kochsendungen ein, obwohl wir genau wissen, dass wir eigentlich was besseres mit unserer Zeit anfangen könnten. Schlimmer noch: Wir regen uns sogar über solche Sendungen auf und schimpfen auf die Sendeanstalten, weil sie uns nur Müll servieren. Trotzdem schalten wir nicht ab, sondern schauen gebannt zu.

Doch warum? Was ist an diesem Blödsinn so faszinierend? Was ist an der Super-Nanny so unterhaltsam? Oder am Frauentausch, an den Auswanderern, Rückwanderern und dem Auswanderer-Coach? Sendungen ohne geistigen Anspruch, elektronische Schokolade, die lediglich ein paar Endorphine freisetzt, damit wir uns für  einen Moment lang gut fühlen. Und sonst nichts.

Bingo, könnte man jetzt sagen. Das ist es doch schließlich, was wir von einem Zauberkasten erwarten. Er soll uns glücklich machen – oder auch anders ausgedrückt: uns ablenken, denn die Sache ist doch: Eigentlich finden wir solche Sendungen gar nicht so toll, zumindest nicht in dem Sinne, wie man es uns zu verstehen gibt. Wir finden den geistigen Durchfall aber trotz allem unterhaltsam, weil er unser Leben aufwertet und das ist mitunter kostbarer als jede sonstige Unterhaltung.

Wir sehen wie die Super-Nanny mit irgendwelchen verrückten Bastardkindern fertig wird und freuen uns, dass wir früher nicht so waren und das unsere Kinder garantiert niemals so sein werden. Oder wir sehen beim “Frauentausch” und dem “Einsatz in vier Wänden” wie asozial  sich manche Menschen verhalten und fühlen uns besser, weil wir manieren haben und uns richtig artikulieren können.

Mit anderen Worten: Wir haben eine Vergleichmöglichkeit, die uns ermöglicht das eigene Leben schöner erscheinen zu lassen. Je mehr Schwachsinn im Fernsehen läuft, desto mehr erfreuen wir uns daran, dass unser persönliches Umfeld ganz anders aussieht. Verbunden mit dem Hang zum Voyerismus, der tief in uns steckt, ist dieses Phänomen auf nahezu alle heutigen Fernsehformate übertragbar. Man sieht Menschen dabei zu, wie sie sich zum Affen machen und freut sich innerlich darüber, dass man selbst doch eigentlich ganz zufrieden sein kann – im Vergleich zu den Idioten aus dem Fernsehen.

Sozusagen ist es regelrecht ein Paradoxon, wenn man sich über geistig minderbemittelte Sendungen beschwert, diese aber nachwievor das Programm dominieren. Doch wie soll das auch anders sein, wenn nun mal keiner abschaltet? Die Wahrheit ist: Wir lieben es uns zu beschweren, zu meckern und zu verurteilen. Wir lieben es mit dem Finger auf uns unterlegene Menschen zu zeigen, weil wir genau wissen, dass genauso viele andere auf uns mit dem Finger zeigen. Daher flüchten wir uns liebend gerne in dieses Universum der Dümmlichkeit namens Fernsehen, wo wir uns für eine gewisse Zeit überlegen fühlen und Ankläger und Richter sein können.

Der geliebte Zauberkasten ist daher genauso sehr oder wenig zu verurteilen wie die Tabakindustrie. Es ist der Endverbraucher, der die Zügel in der Hand hält. Die Fernsehmacher haben immerhin keine Verantwortung gegenüber ihren Zuschauern. Es geht nämlich im Endeffekt immer nur ums Geld. Wenn eine Sendung gut ankommt, wir diese weiterproduziert, sonst nicht. Die Frage ist daher lediglich, warum sie gut ankommt und nicht warum sie produziert wird, denn das ist nun mal sonnenklar. Aus diesem Grund hat Marcel Reich-Ranicki in seiner Rede die Falschen angegriffen. Auch wenn somit zumindest mal der Anstoß gegeben wurde, sich mal über das Thema Gedanken zu machen. Doch das ist eigentlich nicht im Sinne des Zuschauers.

Schade.

 
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Das böse Zitat #3 (Der Steinhaufen…)

Betrachte nicht müßig den Steinhaufen, sondern frage dich, wen du damit bewerfen kannst.
Persisches Sprichwort.

Ein schöner Satz, der so wundervolle Aspekte wie Selbstbewusstsein, Rachsucht und Schadenfreude in sich vereint. Oder vielleicht auch lediglich der Ursprung, der zeigt woher so manche Muselmannen heutzutage ihren Hang zum selbstexplodierenden Verhalten haben.

 
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Aktion Manager: Bitte helfen Sie!

Die Finanzkrise scheint in Deutschland fast überwunden, nachdem Angela Merkel entschlossen garantierte, dass die Ersparnisse ihrer Bürger sicher sind – erst Recht in Folge des staatlichen Rettungspakets von 400 Milliarden Euro. Mit diesem Geld können nämlich bis Ende 2009 “Schuldtitel und Verbindlichkeiten aus Einlagen von Unternehmen des Finanzsektors” übernommen werden. Wahnsinn.

Die Merkel-Fanclubs jubeln, die geschmierten Medien sprühen vor Optimissmus und so scheint es, als könne sich jeder erneut in den Sessel der Belanglosigkeit zurückfallen lassen. Immerhin ist sogar der DAX wieder gestiegen. Also alles wieder in Ordnung?

Nein. Trotz allem hat nämlich die Zahl verlustgebeutelter Manager in Deutschland in den letzten Wochen stark zugenommen – Tendenz steigend. Nach aktuellen Berechnugen muss in den kommenden Monaten jeder vierte Bankmanager mit gerade mal vierstelligen Gehältern zu Recht kommen. Ein Unding sondersgleichen. Die Folgen sind verheerend: Wegen unzureichender Abdeckung der gewohnten Ausgaben (Shoppen in Singapur, Ausbau der Jaguar-Sammlung, Blackjack und Nutten) müssen viele einen Kredit aufnehmen, womit sie aber u.U. die entsprechenden Banken mit in den Ruin ziehen. Der Anfang eines Teufelskreises.

Aus diesem Grund haben sich die Initiatoren des Hilfsprojektes Aktion Mensch dazu entschlossen ein weiteres Projekt ins Leben zu rufen, welches sich direkt an die gebeutelten Banker richtet:

Aktion Manager

Bitte helfen Sie! Jetzt.

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