Fundstücke
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Krim-Krise: Deutschland baut Bier-Pipeline in die Ukraine

Pipeline in die UkraineNach Wladimir Putins Drohung mit einer Drosselung der Erdgaslieferungen an die Ukraine, stellte Angela Merkel der Regierung in Kiew unerwartet Hilfe in Aussicht. Eine alternative Gaslieferung könne man der Ukraine zwar nicht ermöglichen, doch es gebe auch andere Wege, um die volle Unterstützung des Westens zu demonstrieren, sagte die Bundeskanzlerin. Konkret sieht diese so aus, dass man eine Bier-Pipeline von Deutschland in die Ukraine bauen werde.

“Nach Gas stellt Bier bekanntermaßen die wichtigste Ressource dar”, teilte die Bundesregierung mit. “Wenn Gas knapp wird, steigt natürlich die Bier-Nachfrage, die wir als EU-Partner bestmöglichst zu befriedigen versuchen.”

Die Ukraine habe zwar große Bierspeicher, doch diese sind nicht für den heimischen Bedarf vorgesehen, sondern Teil der Export-Infrastruktur. Mehrere deutsche Brauereien wie zum Beispiel Veltins und Bitburger haben sich inzwischen zu Lieferungen bereit erklärt.

Mit diesem Schritt soll das ukrainische Volk vor einer möglichen Krise bewahrt werden, wobei man gleichzeitig auch auf wirtschaftlicher Ebene den Druck auf Russland erhöhen möchte. Putin müsse deutlich spüren, dass der Westen nicht vom russischen Gas abhängig ist, solange genügend Bier fließt.

Die Pipeline soll bis Ende des Jahres fertiggestellt und in Betrieb genommen werden, heißt es. Angela Merkel verspricht der Ukraine eine Lieferung von bis zu zehn Milliarden Liter Bier jährlich.

Foto: (C) Kevin Kurz, piqs.de, some rights reserved.

 
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GroKo: Schönheit des Regierens

Über 100 Tage GroKo. Wie konnte das eigentlich passieren? Was geht da vor sich, in Berlin? Ein lyrischer Kommentar über Regierungspolitik und Wirtschaft, von Hermann Hesse:

Leichtfüßig, luftig, chrysanthemenzart,
scheint die GroKo sich wie Feen,
in sanften Tänzen um das Nichts zu drehen,
dem sie opfern Sein und Gegenwart.

Schönheit des Regierens, holde Spielerei,
so hingehaucht, so gar nicht abgestimmt,
tief unter der müffelnden Fläche glimmt,
Sehnsucht nach Gold, nach Macht, nach Barberei.

Im Leeren dreht sich, ohne Zwang und Not,
frei die Wirtschaft, stets zum Spiel bereit,
doch heimlich dürstet sie nach Bitterkeit,
nach Krisen und Gewalt, nach Leid und Tod.

Angela Merkel

Foto: Angela Merkel im Kanzleramt, kurz vor einem wichtigen Treffen mit den Wirtschaftsbossen des Landes.

Grafik: (C) thomas501, piqs.de, some rights reserved.

 
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Was macht eigentlich Uli Hoeneß?

Neulich, im Knast. Eine Momentaufnahme.

Uli Hoeneß im Knast

Grafik: Copyright by Marian Kamensky. Alle Rechte vorbehalten.

 
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Schäuble vergleicht Putin erneut mit Hitler

Wolfgang Schäuble zeigt sich trotz internationaler Kritik uneinsichtig und vergleicht Wladimir Putin ein weiteres mal mit Adolf Hitler. “Putin hat viel hellere Haare als Hitler und immer ein rasiertes Gesicht”, stichelt der Finanzminister. Darüber hinaus hätte Putin im Vergleich zu Hitler kein künstlerisches Talent und sei ganze drei Zentimeter kleiner als der Ex-Führer.

Schäuble geht sogar noch weiter und veröffentlicht ein Schaubild, das den Putin-Hitler-Vergleich nochmal ganz deutlich machen soll:

vergleich-putin

 
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Neue Gefahr: WHO lässt Impfstoff gegen Luftverschmutzung entwickeln

In den letzten drei Jahren sind laut einer Schätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO mehr als sieben Millionen Menschen an den Folgen verschmutzter Luft gestorben. Luftverschmutzung sei inzwischen die größte Gesundheitsgefahr weltweit, sagte die Direktorin der WHO-Abteilung für öffentliche Gesundheit, Helga Meinersteht.

ImpfstoffAus diesem Grund soll es rechtzeitig vor dem Hochsommer, wenn die Umweltbelastung am stärksten ist, einen zuverlässigen Impfstoff geben. Das Mittel, bestehend aus abgeschwächtem Feinstaub und künstlich mutierten Ozonpartikel, ist laut WHO die einzige Hoffnung im Kampf gegen eine mögliche Pandemie. Vor einer Freigabe müssten aber erst alle Sicherheitsbedenken ausgeräumt sein, sagte Meinersteht. Bislang habe der Impfstoff zwar keine nennenswerten Nebenwirkungen gezeigt, doch man werde die Entwicklung weiter aufmerksam beobachten müssen. Erste Tierversuche ergaben zudem, dass Luftverschmutzung aufgrund der gefährlichen Tröpfcheninfektion, also der direkten Verbreitung über die Luft, noch gefährlicher als Sonnenbrand ist.

Der Impfstoff wird spätestens ab Mai oder Juni nach und nach zur Verfügung gestellt. Dabei würden wohl die reichen Staaten, die bereits Verträge mit führenden Pharmakonzernen geschlossen haben, zuerst bedient. Die WHO setze aber darauf, dass auch die ärmeren Länder ausreichend versorgt werden.

Die inzwischen 37 Hersteller weltweit könnten etwa acht Milliarden Dosierungen im Jahr zur Verfügung stellen. Die WHO hatte mit einer Produktion von fünf Milliarden gerechnet. Erste Tests hätten aber gezeigt, dass, anders als bei der gefürchteten Schweinegrippe beispielsweise, in den allermeisten Fällen eine Impfung nicht ausreiche und auch nicht schade.

Die Bundesregierung kündigte unterdessen an, Impfstoff im Wert von 950 Millionen Euro einzukaufen.

Foto: (C) Jules, piqs.de, some rights reserved

 
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