Modegeschäfte sammeln unbeaufsichtigte Männer ein

Unbeaufsichtigter Mann

Als Paar shoppen zu gehen läuft oft nach dem gleichen Schema ab: Der Mann wird irgendwo geparkt und muss auf die Handtasche aufpassen, während die Frau in Ruhe achtzehn Kleider anprobiert.

Damit könnte jedoch bald Schluss sein. Mehrere Modeketten, darunter H&M, Halhuber und Esprit, haben beschlossen, solche typischen Situationen nicht mehr zu erlauben. Das bedeutet: Frauen, die ihre Männer in einem Geschäft unbeaufsichtigt lassen, müssen damit rechnen, dass diese vom Sicherheitspersonal eingesammelt und in einen verschlossenen Aufenthaltsraum gebracht werden. Dort bekommen sie ein Bier in die Hand gedrückt und müssen warten, bis ihre Frau, die umgehend über die Lautsprecheranlage ausgerufen wird, sie abholt.

Es ist kein Geheimnis, dass Männer sich in großen Modegeschäften ängstlich und verloren fühlen“, erklärt Esprit-Chef Klaus Busterbeer die Maßnahme. „Man sieht sie traurig Löcher in die Luft starren oder geistesabwesend durch die Gänge taumeln. Viele landen dabei in die Dessous-Abteilung, was auf andere Kundinnen dann verstörend wirkt.“

Aus diesem Grund sei es unvermeidbar, unbeaufsichtigte Männer aus dem Weg zu räumen. Selbstverständlich werden die Männer möglichst sanft und unauffällig entfernt – außer sie widersetzen sich, dann setzt das Personal auch jede notwendige Art von Gewalt ein.

Wir wollen unverantwortliche Frauen, die ihre Männer sich selbst überlassen, natürlich nicht verurteilen, aber wir zeigen auf, dass wir ein solches Verhalten nicht gutheißen. Gleichzeitig bringen wir die Männer an einen sicheren Ort, wo sie unter ihresgleichen auf Erlösung warten können“, fasst der Esprit-Chef zusammen.

Shoppen!

Bildquelle: Instagram/Miserable_Men  & Pixabay