Lobbyisten entern Regierung

Gesundheitsminister Philipp Rösler wird laut Zeitungsberichten zusammen mit dem stellvertretenden Direktor des Verbands der Privaten Krankenversicherungen an der Gesundheitsreform feilen. Damit macht die FDP also konsequenterweise Politik für jene Menschen, die der Partei ihre Stimme gaben – was nur fair ist. Und die Deutschen wissen endlich, warum in ihrer neuen Regierung so viele unerfahrene Leute ein Ministeramt inne haben. Sonst könnten die ihre Arbeit ja schließlich alleine machen. Und das wäre ja noch schöner!

Solche außerpolitischen Hilfestellungen stellen dementsprechend keine Ausnahme dar. So wird Familienministerin Kristina „I’m too sexy for marriage“ Köhler in ihrer Tätigkeit vom Präsidenten der Partnervermittlungsbörse adultfriendfinder.com unterstützt. Guido „no one can reach me the water“ Westerwelle fand bereits in der Studienzeit seinen Mentor in Donald Duck, der bis heute zu seinen wichtigsten Ratgebern zählt. Verteidigungsminister Karl „Kundus“ zu Guttenberg wird von dem Jungen der immer „Hilfe, Wölfe“ ruft beraten. Und Umweltminister Norbert Röttgen holt sich – typisch für dieses Ministerium, egal wer es leitet – Ratschläge von der Atomlobby. Frei nach dem bewährten Motto, man müsse seinen Feind und Geldgeber ja kennen.

So machen Regieren und Regiertwerden richtig Spaß.

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