„Lautes, dunkelbraunes Feld“: PEGIDA-Gedichte

Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, liebe PEGIDA…

pegidamarsch

Unrathaufen

Sie schleppen ihre Fahnen stolz mit dumpfen Augen
und tanzen, denkentwöhnte Hetzer, im Quadrat.
Rassisten-Fratzen glotzen schrill und glauben
ihr Unrathaufen wäre gut für Land und Staat.

Im Eck die Braunen läufig lauern.
Von Rufen und Parolen rinnt ein trüber Dunst.
Der kriecht empor an feuchten Mauern
in ihren Köpfen voller Zornesgunst.

pegidaistisch

Müllgedanken

Wenn der Schimmer von der Hetze nun herab
in die Demos sich ergießt, und Gerüche
mit den Düften von Kadavern
aus den Köpfen wehen:

So umschatten mich Gedanken an den Müll
der Kloaken, und ich seh in der Ferne
nur es schimmeln, und es weht mir
von einem Menschenbild nichts her.

Idiotenversammlung

 

Lutz Bachmann

Ein lautes, dunkelbraunes Feld:
Aus grobvergüllter Menschenwand
hob hinten, fern auf einer Bühne
sich sacht der Lokuschef über den Rand.
Und hob sich ganz heraus und stand
wie ein gekröster Esel da
in düsterbraunem Stuhl. Und durch das Feld
klang hart sein hassgetränktes Krah.

pegida macht dumm

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Bilder: Copyright by Marian Kamensky (1, 3 und 4) und Andreas Prüstel (2). Alle Rechte vorbehalten.