Lage in Syrien spitzt sich zu: Westen droht mit weiteren Drohungen

Es war eine Meldung, die westliche Staatschefs zu einer scharfen Reaktion zwang: Das Assad-Regime in Syrien plant angeblich den Einsatz chemischer Waffen gegen Rebellen und Aufständische. In einer unmissverständlichen Ansprache drohten die Nato-Länder daraufhin mit weiteren, noch schlimmeren Drohungen, sollte Assad es tatsächlich wagen, chemische Waffen zu verwenden.

So werde man sich nicht scheuen mit enormen Konsequenzen zu drohen, statt wie bisher nur mit ernsten, so US-Präsident Barack Obama. Weiterhin könnte man sogar die Behauptung in Erwägung ziehen, eine rote Linie sei überschritten worden. Und sollte die Androhung eines Militärschlags nicht reichen, werde man nicht davor zurückschrecken ein furchteinflößendes Adjektiv davor zu setzen, um dann beispielsweise mit einem vernichtenden Militärschlag zu drohen. Zudem sei die Verwednung mehrerer Adjektive nicht ausgeschlossen. Von „grausamen“ über „alles entscheidenden“ bis „super-duper“sei alles möglich.

Angela Merkel, die sich sonst eher zurückhält, wenn es irgendwo brenzlig wird, schloss sich an und drohte Assad, Deutschland würde den nötigen Schritt tun und den Drohungen der USA nicht widersprechen. Und aus Frankreich hieß es schließlich, Assad sollte sich seine weiteren Handlungen gut überlegen oder man werde so heftige Drohungen aussprechen, dass mindestens ein Minister deswegen zurücktreten müsste.

Hintergrund:

Syriens Staatschef Assad hat es nicht leicht. Obwohl er seit Monaten eine Bilderbuchterrorherrschaft ausübt, hat die Nato noch nicht einmal eine winzige Kampfdrohne nach Damaskus geschickt. Schon damals war Assad verärgert und neidisch auf Gaddafi, der wegen weitaus weniger mit westlichen Bombenteppichen beglückt wurde. Erst als der libysche Machtahber schließlich gestürzt und getötet wurde, bekam Assad endlich die nötige Aufmerksamkeit. Insbesondere die USA begannen zögerlich mit Militärschlägen zu drohen. Doch dann kamen Fußbal-EM und Olympia, die das Regime fast in Vergessenheit gerieten ließen. In dieser Zeit interessierte sich absolut niemand mehr für Assads Terror. Und inzwischen könnte die Hoffnung Assads, endlich die Nummer Eins auf der Drohliste des Westens zu sein, selbst mit der Meldung über chemische Waffen zu Nichte gemacht werden. Denn nachdem neulich bekannt wurde, dass der Iran seine Uran-Anlagen doch noch weiter ausbaut, ist Mahmud Ahmadinedschad wieder stärker in den Fokus gerückt.

Bashar-al Assad, die tragische Figur Vorderasiens.

Grafik: Copyright by Marian Avramescu. Alle Rechte vorbehalten.

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