Kurzmeldungen: Berlusconi, Sarkozy, Dortmunder Ultras

Rom – Silvio Berlusconi gab zu, dass sein angekündigter Rücktritt schon lange überfällig war. Die Amtszeit hätte ihn sehr viel Kraft gekostet und ihm zahlreiche schlaflose Nächte beschert. Nach seinem Rücktritt möchte Berlusconi daher unbedingt etwas völlig Neues machen. Politik, zum Beispiel.

Cannes – Die ganze Welt spricht über die peinliche Panne beim G20-Gipfel. Nicolas Sarkozy soll in einer Pause über seinen israelischen Kollegen Benjamin Netanjahu gesagt haben: „Ich kann ihn [Netanjahu] nicht ausstehen, er ist ein Lügner“. Sarkozy wehrt sich gegen diese Behauptung und betont: „Da hat die Presse mal wieder etwas aus dem Zusammenhang gerissen und meine Worte verdreht. Was ich wirklich gesagt habe war nämlich: >Ich kann Netanjahu auf den Tod nicht ausstehen. Er ist ein rassistischer, skrupelloser Bastard, ein mieser, krieglüsterner Drecksack. Und ein Lügner obendrauf!<“ Nach dieser Richtigstellung scheint die Lage zwar geklärt, doch bleibt immer noch die Frage offen, ob man Sarkozys Aussage auch tatsächlich glauben kann.

Dortmund – Der BVB geht nach den letzten Stadionrandalen hart gegen gewaltbereite Fans vor – zu hart, könnte man meinen. Zumindest wenn man der folgenden „Focus“-Schlagzeile glaubt:

dortmund

Stadionverbot, Gefängnis, Kastration – alles akzeptabel. Aber gleich ins KZ? Wir sind da etwas skeptisch. Aber wenn es die Gewalt aus den Stadien fernhält, warum eigentlich nicht?

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