Koalitionsverhandlungen à la Heinrich Heine

Nach wochenlangen Gesprächen konnten sich Union und FDP endlich auf einen Koalitionsvertrag einigen. Wie dieser jedoch zustande kam, kann sich der durschnittliche Bundesbürger nur vorstellen. Bis heute. Denn PARAMANTUS.NET konnte einen an die SPD-Zentrale adressierten Brief abfangen, der einen exklusiven Blick hinter die Kulissen und in die hitzigen Debatten und erbitterten Auseinandersetzungen gewährt.

In dem Brief schildert ein nicht näher genannter Insider seine Beobachtungen, die deutlich zeigen, mit welchem Einsatz und welch großer Verantwortung die Gespräche verliefen.

Zusammengefasst sind diese einem Gedicht von Heinrich Heine nachempfunden, um der Dramatik besser gerecht zu werden.

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Sie saßen und tranken am Teetisch,
Und sprachen von nichts, doch viel,
Die Schwarzen, die waren pathetisch,
Die Gelben von keinem Gefühl.

Regieren muss sein platonisch,
Der dürre Guido sprach,
Die Kanzlerin lächelt ironisch,
Und denkt über ein Haustier nach.

Ursula öffnet den Mund weit:
Stoppschilder machen mich froh,
Sie sind gut für die Gesundheit.
Zu Guttenberg lispelt: Wieso?

Wolfgang spricht wehmütig:
Zensur ist eine Passion,
Und präsentieret wütig
Sein Stasi-Tattoo dem Baron.

Am Tische war noch ein Plätzchen,
Frank-Walter, da hast du gefehlt,
Du hättest so lustig mein Schätzchen,
den schöneren  Unsinn erzählt.

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Eine bessere Zusammenfassung kann es nicht geben.

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