Klimaforscher schlagen Alarm: Flüchtlingstote lassen den Meeresspiegel ansteigen

meeresspiegelanstieg

Die Menge toter Flüchtlinge im Mittelmeer nimmt weiter zu und der Meeresspiegel wird daher stärker ansteigen als bislang angenommen. Der Weltklimarat warnt vor einem um ein Drittel höheren Anstieg. Demnach wird der Meeresspiegel bis 2050 – nach aktuellem Flüchtlingsaufkommen – um 70 bis 90 Zentimeter steigen, statt nur um 30, wie vor Jahren noch in Kauf genommen wurde.

Das Institut für Klimaforschung in Potsdam erklärte: „Es gibt keine berechtigten Zweifel daran, dass die Zahl ertrunkener Bootsflüchtlinge auf Dauer steigt“.  Die meisten Wissenschaftler sind sich zudem einig, dass die Menschen die Hauptverantwortlichen für die vielen Flüchtlinge sind. Es könne davon ausgegangen werden, dass die seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts gestiegenen Flüchtlingszahlen zu 95 Prozent auf die Menschheit zurückzuführen seien, sagen Experten.

Meeresspiegel„Während in Kriegsgebieten Menschen ermordet und Siedlungen zerstört werden, steigt der globale Meeresspiegel unaufhaltsam an, aber inzwischen schneller, als wir es in den vergangenen 40 Jahren erlebt haben“, ließ der Weltklimarat verlauten.

Entscheidend sei nun, wie die Regierungen mit dieser Herausforderung umgingen. Die bislang getroffenen Maßnahmen zur Stabilisierung von Krisengebieten reichten offensichtlich nicht aus. Internationales Ziel ist es darum in Zukunft, Flüchtlingstote zeitnah aus dem Wasser zu fischen und die Zahl der Vermissten auf maximal 5000 pro Jahr zu begrenzen.

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