Karneval: Polizei in Trier zieht Bilanz

Karneval ist vorbei. Endlich. Umso gespannter war ich am Aschermittwoch über die Bilanz der letzten Tage dieses alljährlichen Ausnahmezustands. Ich rechnete mit langen Berichten über Schlägerien, Messerstechereien, Drogenexzesse, angezündete Autos und mindestens einem Todesfall.

Was für Unsinn, dachte ich jedoch kurze später. Wir sind doch hier nicht Paris, wo brennende Autos zur Tagesordnung jedes Straßenfestes gehören. Wir sind in Trier, der Stadt, in der die Polizei bei einer Verfolgungsfahrt an der roten Ampel anhält, während das verfolgte Fahrzeug einfach weiterfährt.

Und so war es eigentlich keine Überraschung, dass das schwerste Delikt wiefolgt ausgeführt wurde:

In einem Lokal in der Judengasse kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei männlichen Personen. Ursache des Streits war der Schottenrock eines der Kontrahenten, der seinen Gegner dazu verführt hatte, darunter zu greifen.

(Auszug aus dem Trierer „Wochenspiegel“)

Ehrlich, da wäre ich gerne dabei gewesen…

Was lernen wir daraus?

Erstens: Man darf nicht einfach so Menschen unter ihren Rock greifen. Zweitens: Trier ist eine ganz gemeingefährliche Stadt.