Joachim Gauck darf Spinner als Spinner bezeichnen: Bundespräsident kündigt weitere Spinner-Benennungen an

Spinner

Das Verfassungsgericht hat entschieden: Das Staatsoberhaupt muss nicht immer neutral bleiben. Joachim Gauck habe somit seine Kompetenzen nicht überschritten, als er NPD-Anhänger als Spinner bezeichnete. Das bedeutet also, Spinner dürfe man ungestraft Spinner nennen.

Gauck begrüßt das Urteil: „Wir wussten schon immer, dass die Welt voller Spinner ist“, sagte der Bundespräsident erleichtert, „und es zeugt von Fortschritt in unserem Land, wenn wir diese Spinner auch als solche bloßstellen können.“

Aus diesem Grund kündigte Gauck an, er werde die nächsten sechs Wochen regelmäßig Menschen und Gruppierungen als Spinner bezeichnen, damit „es endlich mal einer sagt“. Auf der Liste stehen unter anderem:

BILD-Abonnenten.

Zeugen Jehovas.

Menschen, die in Gesellschaft nur auf ihre Smartphones blicken.

Menschen, die weiße Socken in Sandalen tragen.

Menschen, die im Stau hupen.

Kim Jong-un.

Urlauber, die Sonnenliegen mit dem Handtuch reservieren.

Scientology-Anhänger.

AfD-Chef Bernd Lucke.

Ex-Bundeswulff Christian. „In seiner Position ein Buch schreiben, das suggeriert er wäre „ganz unten“ gewesen, weil die Medien auf ihn eingeprügelt haben… Was für ein Spinner“, so Gauck wörtlich.

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