Israel: No Hitler No Cry

Der israelische Außenminister Avigdor Libermann hat beschlossen, ein Foto, das Hitler beim Gespräch mit dem Mufti Hadsch Amin el Hussaini zeigt, an alle israelischen Botschaften im Ausland zu verschicken. Damit soll der Abriss des Shephard-Hotels in Jerusalem gerechtfertigt werden, an dessen Stelle man gedenkt ein Wohnkomplex zu errichten. Ursprünglich war das Hotel nämlich der Palast des Muftis gewesen und aus diesem Grund sei es laut Libermann nur richtig, den ehemaligen Wohnsitz eines Nazisympathisanten zu entfernen. (Quelle: n-tv.de)

Die Argumentation ist natürlich schlüssig, doch war das Versenden des Hitler-Fotos relativ überflüssig, weiß man doch schon längst, dass das Nazi-Virus heute gefährlicher ist denn je.

So gab Nicolas Sarkozy unlängst bekannt, dass bis Ende des Jahres der Eiffelturm abgerissen werden soll – weil ihn Hitler 1940 besucht hatte. Ebenso wird in Nürnberg das Reichsparteitagsgelände Platz für einen Vergnügungspark machen müssen. Des weiteren wird in Rom bereits der Friedhof, auf dem Benito Mussolini begraben liegt, komplett umgepflügt. Dort entsteht nun ein jüdischer Kindergarten. Berlins regierender Bürgermeister, Klaus Wowereit, geht dagegen einen erheblichen Schritt weiter: Die deutsche Hauptstadt soll in ihrer Gänze um mehrere Kilometer verschoben werden. Zur Zeit wird allerdings darüber diskutiert, in welche Richtung.

Ähnliche Projekte gibt es inzwischen auf der ganzen Welt, lediglich in Österreich will man nichts davon wissen. Von dort heißt es, historische Gebäude nur deswegen abreissen zu wollen, weil Hitler oder sonstige Nazisympathisanten sie mal bewohnt oder besucht hätten, sei absurd und eine verzweifelte Argumentation, um von innerpolitischen Problemen abzulenken. Außerdem müsse man ja sonst das komplette Alpenreich von der Landkarte wegradieren. Und das wolle ja schließlich keiner.

Oder?

Eine Stellungnahme des Zentralrats der Juden steht übrigens noch aus.

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