Hurra! Drogen werden billiger!

Gute Nachrichten: Wie die UN-Drogenbehörde bekannt gab, ist in Afghanistan die Herstellung von Opium im Vergleich zum letzten Jahr um 34 Prozent gestiegen und habe sich seit 2005 sogar verdoppelt. Der Chef der Behörde wörtlich: „Es gibt einen Überschuss bei der Produktion im Vergleich zum weltweiten Konsum.“ (Quelle: focus.de)

Im Klartext heißt das: Die Preise für Opium und das darauf aufbauende Heroin werden bald unaufhaltsam fallen. Händler und Konsumenten frohlocken und hoffen endlich auf bessere Zeiten, fern von der nüchternen Realität des trostlosen Daseins am Anfang des dritten Jahrtausends.

Erstmal müsse der Markt auf diesen Überschuss reagieren, hieß es von Seiten der Drogenbehörde, doch wäre es nur eine Frage der Zeit, bis sich endlich jeder auf der Welt in den Drogenhimmel katapultieren kann. Der Pressesprecher des Drogenkartells in Hong Kong formulierte diesen Zustand so: „Es ist wie ein Traum. Alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen, von armen Arbeiterkindern, über  verwöhnte  halbstarke Jugendliche, bis hin zu gebrechlichen und pflegebedürftigen Senioren, werden in den Genuss nahrhaften Heroins kommen dürfen. Zum ersten mal schließt sich die Schere zwischen Arm und Reich ein wenig. Und das überall auf der Welt.“

Es ist in der Tat ein denkwürdiges Jahr. Krankheit, Hunger und Armut werden in Zukunft zu einer Illusion degradiert werden, was besonders im gebeutelten Afrika für Entspannung sorgen könnte. Und auch im Hinblick auf den Nahost-Konflikt wagt man zum ersten mal leicht aufzuatmen, denn wie die israelische Regierung verkündete, plant sie riesige Mengen Opium aufzukaufen, um sie kostenlos in den umkämpften Grenzgebieten zu verteilen. Sollte die beruhigende Wirkung der Drogen zur Beendigung des Konflikts beitragen, steht dem Weltfrieden nichts mehr im Wege.

„Opium fürs Volk“ mal anders als Karl Marx und Lenin es im Sinn  hatten.

Doch wir sollten nicht vergessen, wem wir dies alles zu verdanken haben: Es waren die USA und ihre Verbündeten, die Afghanistan von den drogenhassenden Taliban befreiten und so den fruchtbaren Boden schafften, auf welchem die Millionen unterdrückten Mohnbauern nun Opium in Überschuss gedeihen lassen können.

Das genaue Datum ist noch nicht festgelegt, aber zukünftlich wird es anlässlich dieses Ereignisses einen internationalen Gedenktag geben, der ehrfurchtsvoll Eden-Tag getauft wurde.

In diesem Sinne: Einen fröhlichen Drogenrausch allerseits!