Guido Westerwelle wird NPD-Mitglied

Für viele kommt es recht unerwartet, andere wollen es schon immer gewusst haben, doch die meisten fragen sich lediglich, ob der Mann nun endgültig verrückt geworden ist. Als Guido Westerwelle bekanntgibt, er würde in die NPD eintreten, könnten die Reaktionen kaum unterschiedlicher sein. Dabei stecken noble Gründe dahinter.

westerÜberzeugt davon, dass ein Verbotsantrag gegen die NPD erneut scheitern würde, möchte Guido Westerwelle mit seinem Beitritt die Partei stattdessen unwählbar machen. „Ein Verbot macht doch wirklich keinen Sinn“, sagte der Außenminister bei einer Pressekonferenz, „aber wenn meine Umfragewerte an die NPD gekoppelt werden und die Partei dadurch bei kommenden Wahlen aus allen Parlamenten rausfliegt, dann habe ich wenigstens einmal etwas Vernünftiges getan.“

Nach der Diskussion um den Rechtsterrorismus in unserem Land, war es schließlich keine Überraschung, dass fast alle Politiker erneut ein NPD-Verbot fordern. Laut Westerwelle müsse man jedoch lieber aufzeigen, dass die NPD kein Sympathieträger ist und erst recht keine Alternative für enttäuschte Wähler darstellt.

Und mit wem ginge diese Taktik besser auf, als mit dem amtierenden Außenminister? Bravo, Herr Westerwelle.

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