Geheimtreffen zwischen SPD und Linkspartei: Ein klassisches Drama

Die SPD ärgert sich immer noch über ein Treffen zw. jungen Parteimitgliedern mit Politikern der Linkspartei. Das Ansehen der SPD würde dadurch zu Schaden kommen, hieß es von Seiten der Sozialdemokraten. Kurt Beck sagte seine drei Restaurant-Reservierungen an dem Abend ab, als er von der Nachricht erfuhr, und soll vor Wut sogar spontan 3Kg abgenommen haben.

Doch was ist mit dem Ansehen der Linkspartei? Die leidet natürlich mindestens genauso darunter. Oskar Lafontaine lies lauthals verlauten, er würde es nicht dulden, dass seine Leute sich mit Pack aus dem Hause SPD abgeben.

Harte Worte. Sind die wahren Leidtragenden aber nicht in Wirklichkeit die jungen Leute von SPD und Linkspartei, denen aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft eine gemeinsame Zukunft verwehrt bleibt? Der Zwist unter den beiden Parteien stellt sich der Freundschaft jüngerer Mitglieder in den Weg und erzeugt nur Kummer und Verzweiflung.

So soll Gregor Gysi bei einem zufälligen Zusammentreffen mit ein paar SPD-Mitgliedern neulich auf einer Feier gesagt haben:

Der Stimme nach ist der ein Sozialdemokrat. Holt meinen Degen. Traut dieser Dreckskerl sich hierher, maskiert mit diesem Kasperkopf, Und spottet und verhöhnt uns unser Fest? Im Namen der Partei kann ich sprechen: Den totzuschlagen wäre kein Verbrechen!

Das geht eindeutig zu weit, wie auch die an den Pranger gestellten jungen Parteimitglieder finden. Mit ihrem sog. Geheimtreffen konfrontiert und zur Rede gestellt, antwortete Jürgen W. (Name geändert) von der Linkspartei:

Nur der Name ist mein Feind, sie bleiben sie selbst auch ohne SPD! Was ist schon SPD? Es ist nicht Hand, noch Fuß, noch Arm noch Antlitz, noch sonst etwas das einen Menschen ausmacht. Oh bitte hießen sie doch anders! Was ist ein Name? Würde eine Rose nicht genau so lieblich duften wenn wir sie nicht mehr Rose nennen? So wär auch ein Sozialdemokrat in meinen Augen genau so teuer und vollkommen ohne Namen, wie er mit ihm ist!

Schön gesagt. Da kann man nur hoffen, dass der Konflikt bald beigelgt wird.