Geheimnis um FDP-Politik gelüftet

sarah_ashley_06372_3In der gestrigen „Hart-Aber-Fair“-Sendung ging es zwar hauptsächlich um Griechenland, doch hängengeblieben ist etwas anderes. Moderator Frank Plasberg hatte zu Beginn eine auf Null gestellte „Schuldenuhr“ eingeschaltet. Die Teilnehmer der Gesprächsrunde sollten schließlich am Ende der Sendung raten, um wie viel die bundesdeutschen Schulden in den vergangenen 75 Minuten gestiegen waren. Das gelang auch relativ gut, denn bei der tatsächlichen Zahl von etwa 20 Millionen Euro, lagen die Schätzungen zwischen 15 und 25 Millionen. Nur eine einzige Teilnehmerin stach heraus. FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin (Abbildung ähnlich) schätzte: 6000 Euro.

Alles nur ein Missverständnis? Wohl kaum. Frau Koch-Mehrin ist aber auch nicht dumm. Sie mag vielleicht auf den Kopf gefallen sein, aber das erklärt lediglich, warum sie in der FDP gelandet ist. Ihre niedrige Schätzung ist demzufolge nicht auf mangelnde mathematische Kenntnisse, sondern lediglich auf das einzigartige politische Einmaleins der FDP zurückzuführen. Damit liefert die Politikerin endlich die beste und gleichzeitig schönste Erklärung für all jene Rätsel der FDP-Finanzpolitik, die allein Demenzkranke und FDP-Wähler verstehen. Bei einer dermaßen überschaubaren Lage, wie von Silvana Koch-Mehrin demonstriert, wundert es nämlich nicht, dass man täglich neue Steuersysteme aus dem Ärmel schütteln kann und Steuersenkungen für problemlos gegenfinanzierbar hält.

Und wir haben die FDP die ganze Zeit für bescheuert erklärt. Dabei leben die Herren und Damen lediglich in ihrer eigenen Welt.

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Foto: Nicht Silvana Koch-Mehrin