Gaddafi will zurücktreten, sobald Deutsche nicht mehr „Lübien“ sagen

letzte_toeneLibyen. Der Bürgerkrieg, der seit Tagen immer blutigere Züge annimmt, hat eine unerwartete Wendung erfahren und steht womöglich sogar kurz vor seiner Beendigung. Machhaber Gaddafi – oder auch Evil Santana, wie ihn seine Anhänger hinter vorgehaltener Hand nennen – gab völlig überraschend eine Erklärung ab, dass ihn die Zerrissenheit seines Volkes sehr zu schaffen macht und er deshalb zum Wohle des Landes zurücktreten möchte. Er könne es nämlich nicht mehr ertragen, dass Libyen in ausländischen und insbesondere deutschen Medien falsch dargestellt werde, so Gaddafi weiter.

Aus diesem Grund werde er seinen Rücktritt lediglich an eine einzige Bedingung knüpfen: die Deutschen müssen endlich damit aufhören das nordafrikanische Land „Lübien“ zu nennen. Sobald also alle Bürger in Deutschland endlich den Namen des Landes korrekt aussprechen, nämlich grundsätzlich so, wie die deutsche Sprache es vorsieht, würde er unverzüglich auf sein Amt verzichten und sich vollständig aus der Politik zurückziehen, betonte Gaddafi mit einer Träne im Auge.

Die meisten Experten sind sich jedoch uneinig darüber, ob Gaddafis Erklärung nicht doch bloß eine unverschämte Provokation darstellt. Schließlich handelt es sich bei dessen Bedingung um eine nahezu unerfüllbare Aufgabe. So lange der Bürgerkrieg also noch weitertobt, hätte Gaddafi damit die Schuld auf Deutschland abgeladen. Zu Recht? Vielleicht. Unterm Strich aber ist der Frieden in Libyen jetzt in noch weitere Ferne gerückt.

Man darf gespannt sein, wie die Welt darauf reagiert.

Grafik: Copyright by Andreas Prüstel, via toonpool.de.

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