Finanzministerium steigt bei Payback ein

Das Bonusprogramm Payback wird in Deutschland immer beliebter. Das System, das dem Kunden einen nach Unternehmen unterschiedlichen Rabattbetrag in Form von Punkten auf sein Punktekonto gutschreibt, verwenden inzwischen auch die Supermarktgruppe Rewe, Buchhandlungskette Thalia und Abhörgesellschaft NSA.

Demzufolge überrascht es kaum, dass das Bundesfinanzministerium nun ebenfalls bei Payback mitmachen möchte. Der Grund ist denkbar einfach: Durch das Belonungsprinzip sollen mehr Menschen zu ehrlichen Steuerabgaben animiert werden. Anlass für diese Maßnahme soll die große Medienpräsenz im Fall Honeß gewesen sein. „Was Steuerhinterziehung betrifft, stellt Uli Hoeneß keine Ausnahme dar, dessen sind wir uns alle bewusst“, bemerkt Olaf Grabowski vom Bund der Steuerzahler. Er begrüßt die Entscheidung des Finanzministeriums, das mit Payback versucht, Steuerhinterziehung unattraktiv zu machen. Ehrliche Steuerzahler bekommen im Gegenzug Punkte gutgeschrieben.

Payback-Karte

„Wer regelmäßig nachweisen kann, dass er korrekt Steuern bezahlt, wird mit Punkten belohnt“, heißt es aus dem Ministerium. „Eine pünktlich abgegebene Steuererklärung ist uns sogar die 10-fache Punktzahl wert.“ Und auch Steuersünder möchte man ansprechen: „Wer sich selbst anzeigt, bekommt einmalig 1000 Punkte gutgeschrieben und fünf Pfund Kaffee geschenkt“.

Sollte die Aktion Erfolg haben, wird die Bundesregierung das Payback-System auch in Bildungsanstalten einsetzen. Schüler und Studenten, die eine Payback-Karte besitzen, würden dann für ihre Noten Punkte bekommen. „Je besser die Note, desto mehr Punkte würde es geben“, lautet die Idee.