Eurovision Song Contest 2008: Deutscher Vorentscheid, Teil 2

Ich lag mit meiner Prognose im letzten Beitrag über den Vorentscheid ja anscheinend goldrichtig: Die No Angels gewannen den Vorentscheid knapp vor Carolin Fortenbacher und vertreten Deutschland beim Eurovision Song Contest. Unverdient.

Zunächst einmal ist der Song „Disappear“ kein ernsthafter Siegertitel. Dafür reisst er zu wenig mit. Des weiteren fand ich die Performance unheimlich schlecht. Ich dachte diese Band hätte durchaus viel Live-Erfahrung, stattdessen hatte man zwischenzeitlich das Gefühl abgestochenen Säuen zu lauschen, die ihren Todesschmerz mit musikalischen Einlagen zu überwinden versuchen.

Das mag jetzt übertrieben klingen, aber wenn die Mädels sich beim Contest nicht mehr anstrengen ist der letzte Platz garantiert.

Wie auch immer, die No Angels haben meiner Meinung nach nur gewonnen, weil sie nun mal die No Angels sind. Aufgrund des Auftritts hätten sie eigentlich keine Chance auf den Sieg haben dürfen. Ein guter Song allein bringt es eben nicht, wenn er schlecht interpretiert wird.

Insofern hat mir Carolin Fortenbacher etwas Leid getan, denn sie hat eindeutig die beste Leistung gezeigt. über den Song kann man sich streiten, aber er war sehr schön präsentiert und er wäre bestimmt sehr gut im restlichen Europa angekommen.

Und die anderen Teilnehmer?

Tommy Reeve mit seiner triefenden Schnulze:

Der Witz schlechthin. Sein Ausscheiden belegt eindeutig, dass der Eurovision Song Contest bzw. der Vorentscheid nicht nur von Omas und Homosexuellen angeschaut wird. Diese Zielgruppen hätten ihren Liebling Tommy doch sonst bestimmt zum Sieger gewählt…

Marquess:

Ganz nett, aber dieser 08/15 Pseudo-Gute-Laune-Song konnte einfach nicht gewinnen.

Cinema Bizarre:

Ehrlich, ich habe schon lange nicht mehr so etwas schwules gesehen wie bei diesem Auftritt. Versteht mich nicht falsch, aber ich hatte einfach das Gefühl, dass diese Milchmädchenbubis sich versehntlich für den falschen Wettbewerb eingeschrieben haben und eigentlich beim Drag Queen Contest mitmachen wollten.

Der Song hatte auf jeden Fall Potential, aber live gesungen klang er einfach furchtbar. Schade.

So wird Deutschland also von den No Angels vertreten… Mein Tipp fürs Endergebnis: Irgendwo im Mittelfeld.