EU gibt Griechenland an das Osmanische Reich zurück

Griechenland ist pleite. Kein Wunder also, dass man auf der Suche nach neuen Geldquellen nichts unversucht lässt. So wurde beispielsweise, um mehr Touristen ins Land zu locken, die Insel Lesbos so umstrukturiert, dass westliche Touristen genau das zu sehen bekommen, was sie erwarten, wenn sie das erste mal den Namen der Insel lesen und dabei wie kleine Schulmädchen kichern. Als besonders einfallsreich erwies sich jedoch zuletzt die Methode, von europäischen Regierungen nachträgliche Reparationszahlungen zu fordern.

Ein Blick in die Geschichtsbücher genügt schließlich, um herauszufinden, dass schon unzählige Staatsmächte ganz Griechenland mit Angst und Terror überzogen. Ohne jemals eine Wiedergutmachung geleistet zu haben. Die Deutschen im zweiten Weltkrieg, die Bulgaren im 10. Jahrhundert, die Slawen im 7. Jahrhundert oder die Römer in der halben Spätantike. Von den Türken ganz zu schweigen, die sogar heute noch überall im Land Ärger machen.

An Letzteres wird sich Griechenland allerdings gewöhnen müssen, denn wie es aussieht wird das Land aus der EU ausgeschlossen und wieder in das Osmanische Reich eingegliedert. Die EU sieht sich einfach nicht mehr in der Lage, Griechenland weiter zu finanzieren und da die Griechen auf sich allein gestellt nicht überlebensfähig sind, musste dringend ein finanzstarker Abnehmer gefunden werden.

Kritische Stimmen behaupten allerdings, diese Übergabe sei lediglich zu Stande gekommen, damit die Türken sich vor den Reparationszahlungen drücken können. Und auch aus der Türkei selbst hagelt es Proteste. Mit Griechenland als Klotz am Bein würde die Aufnahme in die EU nämlich in noch weitere Ferne rücken. Nichtsdestotrotz stellt die Wiedervereinigung ein großes Ereignis dar, auf das viele Griechen wie Türken seit vielen Generationen gewartet haben. Die osmanische Regierung möchte sogar, um diesem Zusammenkommen ein würdiges Denkmal zu setzen, Istanbul wieder in Konstantinopel umbenennen; als besonderes Willkommensgeschenk an die neuen alten griechischen Brüder.

Was bedeutet das für uns?

Nicht viel, denn als Tourist wird man von diesen politischen Veränderungen kaum etwas mitbekommen. Das einzige, worauf man sich von nun an gefasst machen muss, ist ein riesiger Besucheransturm auf die Insel Lesbos.

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